18.06.2012

RückspiegelZitate

Die "Frankfurter Rundschau" zur SPIEGEL-Panorama-Meldung "Zollvergehen - Staatsanwalt prüft" (Nr. 24/2012):
Der Bundestag ist auf Antrag der SPD zusammengekommen. Und zwar zu einer "Aktuellen Stunde zum Transport eines Teppichs für Bundesminister Niebel", wie es offiziell heißt. Im Mai hatte er sich in der deutschen Botschaft in Kabul Teppiche vorführen lassen und ein Exemplar für 1400 US-Dollar gekauft. Ein Flugzeug des Bundesnachrichtendienstes brachte das Textil später nach Berlin … Erst als das Magazin SPIEGEL von der Geschichte erfuhr und nachfragte, kam Niebel auf die Idee, dass er den Teppich hätte verzollen müssen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob der Anfangsverdacht eines Steuervergehens besteht. Niebel steht da wie einer, der Dienstliches und Privates nicht trennen kann.
Die "Frankfurter Allgemeine" zum SPIEGEL-Bericht "Manager - ,Offenkundige Geldnot'" über den ehemaligen Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, der die Charter seiner Luxusyacht schuldig geblieben ist (Nr. 24/2012):
Nach Informationen des SPIEGEL soll der frühere Bertelsmann-Manager und Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff erhebliche finanzielle Probleme haben … Der SPIEGEL zitiert in diesem Zusammenhang aus Schriftsätzen seiner Anwälte, wonach bei Middelhoff die "Verschuldungsfähigkeit weit über die Grenzen des Erträglichen hinaus überspannt" sei. Das Problem soll aber weniger in den Chartergebühren für die schnittige Yacht begründet sein, sondern in dessen glücklosen millionenschweren Immobilienanlagen.
"Der Freitag" zum SPIEGEL-Bericht "Genetik - ,Im Zweifel töten'" über Pränataldiagnostik (Nr. 24/2012):
Das Erbgut jedes Ungeborenen scheint nunmehr der kompletten Durchleuchtung anheimgegeben. Für einen Einsatz in der alltäglichen Pränataldiagnostik ist die umfassende Sequenzierung mit gut 10 000 Euro zwar derzeit noch viel zu teuer. Aber, wie der SPIEGEL grafisch darlegt: Die Preise für genetische Leseprozeduren sinken, in wenigen Jahren wird die Kostenhürde kein Thema mehr sein. Und dann? "Das komplette Gen-​Screening des Fötus wird möglich sein, und es wird gemacht werden", stellen die Autorinnen des Nachrichten-Magazins fest. Der Freiburger Medizinethiker Giovanni Maio konstatiert: "Wir glauben, wir könnten Kinder zeugen, um sie im Zweifelsfall zu töten."

DER SPIEGEL 25/2012
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