24.03.1997

JOBSOst und West nahezu gleichauf

In Ostdeutschland haben - prozentual - fast genauso viele Menschen einen Job wie in Westdeutschland. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH). Danach hatten im vergangenen Jahr 59 von 100 Menschen, die erwerbsfähig sind, in den neuen Bundesländern einen Arbeitsplatz, in den alten waren es 61 von 100. Dennoch ist die "Unterbeschäftigung" im Osten mit 18 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Westen. Den scheinbaren Widerspruch erklären die Wirtschaftsforscher aus Sachsen-Anhalt damit, daß die Zahl der Arbeitswilligen im Osten höher ist als im Westen. In den neuen Ländern ist die "Erwerbsbeteiligung", wie es das IWH nennt, in der Vergangenheit stark zurückgegangen, weil sich viele Menschen resigniert in die stille Reserve des Arbeitsmarktes zurückgezogen haben. Um die Unterbeschäftigung im Osten auf westdeutsches Niveau zu senken, müßte deshalb die Zahl der Arbeitsplätze überdurchschnittlich wachsen - dann würde die Erwerbstätigenquote in den neuen Ländern deutlich höher liegen als in den alten.

DER SPIEGEL 13/1997
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JOBS:
Ost und West nahezu gleichauf

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