31.03.1997

TEENAGERNo sex, please

Kein Sex, keine Kinder - deshalb schien dem amerikanischen Kongreß Keuschheit als die beste Methode, um die Zahl der Schwangerschaften bei Teenagern zu senken. In den USA gibt es zwei- bis achtmal mehr ungewollt schwangere Minderjährige als in anderen westlichen Ländern - die meisten stammen aus sozial schwachen, schwarzen Familien. Mit etwa 85 Millionen Mark pro Jahr fördert die Regierung Programme, die Enthaltsamkeit bis zur Ehe propagieren. Die Projekte kosten bis zu knapp 30 000 Mark pro Person, nützen aber fast nie etwas. Das jedenfalls fanden US-Wissenschaftler heraus. Der Grund: Viele Initiativen beschränken sich auf das Predigen keuscher Werte und halten Sexualaufklärung für überflüssig. Irrtum: 52 Prozent der Mädchen und 58 Prozent der Jungen unter 18 sind sexuell aktiv.
Von Wellershoff und

DER SPIEGEL 14/1997
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