09.06.1997

Einer, der gern saß

Die 68er (2): Was an Spaß, Hoffnung und Gewalt in der Revolte der 68er steckte, hat keiner so konsequent, so kreativ und so trostlos zu Ende gelebt wie der Clown, Terrorist und Fahrradkurier Fritz Teufel. Von Moritz von Uslar
Eine Ewigkeit ist das her und noch länger - da entsichern Beamte einer Spezialeinheit hinter einer Berliner Haustür ihre Waffen. Es ist der 13. September ''75. Fritz Teufel hält den Schlüssel in der rechten, eine Reisetasche in der linken Hand. Da grinst der Teufel nur. Das ist seine Gegenwehr. Seine Freundin Gabriele Rollnik, 25 Jahre alt, der Polizei als "Sympathisantin" bekannt, hat sich die Sorte Tasche aufgeladen, die jede Verteidigung unmöglich macht. Sie kriegt nichts mehr hin. Dann fängt sie an zu weinen.
Zu der Zeit sitzen vier von sechs mutmaßlichen Mitgliedern der terroristischen "Bewegung 2. Juni" in Untersuchungshaft. Sie haben riesige Schnauzbärte getragen und durchgeladene Waffen im Hosenbund; sie sollen Banken ausgeraubt, einen CDU-Politiker entführt und den höchsten Richter Berlins erschossen haben.
Teufel tut nicht einmal so, als wolle er Widerstand leisten. Der Ausweis in seiner Jeansjacke ist auf den Namen Erhard Östreich ausgestellt, der Reisepaß auf Rainer Schmidt. In einem VW-Bus findet die Polizei das Durcheinander, das Menschen auf der Flucht begleitet: Kartons mit Kleidern, Büchern, vollgekritzeltem Papier, 31 000 Mark und eine Flinte mit vier Dum-Dum-Geschossen im abgesägten Lauf.
Auf dem Foto nach seiner Festnahme fehlt Teufel der Vollbart. Er grinst nicht mehr. Zum erstenmal ist er wirklich fertig. Hinter seinen Augenringen starrt er den Blick des Kurzsichtigen, dem seine Brille verlorengegangen ist.
Da sitzt der Teufel von 1997 im abgewetzten Knautschlack seines Wohnzimmersessels, und es wird nicht klar, mit wem man sich unterhält, mit dem Teppichboden, den niedrigen Decken, dem CD-Ständer aus Plastik, dem finsteren Mann, der sein Zuhause vom finstersten Eck seines Wohnzimmers aus kontrolliert.
Teufel erinnert sich - das merkt man daran, daß er tut, als wüßte er nichts mehr. Sein Haar will nicht: Der Teufel hat es abrasiert. Seine Jacke will nicht: Das weiße Leder hat gelbe Flecken. Das Licht will nicht: Es ist ausgeknipst. Der Wohnblock, in dem Fritz Teufels Wohnzimmer liegt, wollte noch nie: Vor 30 Jahren war der Block neu und häßlich. Heute ist er häßlich und alt. Hinter Fettflecken auf Nickelbrillengläsern sehen flinke Augen seinen Erzählungen hinterher: "Zeit hat keine Bedeutung. Ich bin jetzt 53 und habe soviel erlebt. Wie andere erst mit 54."
Der Teufel spricht, aber dafür braucht er Zeit: Seine Worte gehen einen langen Weg. Sprechpausen sind Sekunden lang. Am liebsten will Fritz Teufel - Ex-Studentenführer, Ex-Kommunarde, Ex-Staatsfeind Nr. 1 - davon erzählen, wie es sich in Berlin als Fahrradkurier lebt.
Im Dezember ''66 schreibt der Student Teufel seinen Eltern einen Brief: "Ich bin nun sicher, daß für mich ein ordnungsgemäßer Abschluß der Universität nicht mehr in Frage kommt. Ihr werdet die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und Euch fragen, was Ihr alles falsch gemacht habt. Ihr habt nichts falsch gemacht, sondern immer das, was Ihr für richtig hieltet. Genau das versuche ich auf meine Weise jetzt auch."
So schreibt man Briefe. So - knapp, einfühlsam und selbstbewußt - kann man Eltern klarmachen, daß man ab sofort Wichtigeres als Arbeit zu tun hat. Teufel tritt dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei. Seine Freundin, ein politisch motiviertes Mädchen, trägt rote Flauschpullover, aber sie leidet unter Depressionen und bringt sich um. Teufels Mutter ist Hausfrau, sein Vater Steuerberater. Sie leben in Ludwigsburg am Neckar.
Im Januar ''67 schreibt Teufel seinen Eltern den nächsten Brief. Der Fall ist diesmal komplizierter. Teufel faselt von einem "politischen Praktikum, außerhalb der bestehenden politischen Parteien" und dem "Experiment mit der Kommune, zusammenleben, zusammen wirtschaften ... mal sehen, was daraus wird".
Tatsächlich kapiert damals kein Mensch, warum ein Haufen junger Menschen, wenn nicht aus Geldgründen, sich eine Wohnung teilen soll. Teufel weiß es offenbar auch nicht: Aber es hat die Zeit begonnen, in der man erst mal loslegt und später alles ausdiskutiert.
Im März ''67 ziehen Teufel und seine Kumpel - Rainer Langhans, Ulrich Enzensberger, einer ist stolz darauf, kein Abitur zu haben, und heißt Dieter Kunzelmann - in eine riesige, verwohnte Altbauwohnung am Stuttgarter Platz. Ihre Ziele formuliert die Kommune 1 (K1), von Anfang an auf Medienrummel bedacht, wie folgt: "Revolutionierung des Alltags, Abschaffung des Privateigentums, Brechung des Leistungsprinzips, Proklamation des Lustprinzips". Vater Teufel schreibt zurück: "Natürlich verstehen wir Dich nicht. Mach Dir das Leben nicht schwerer als nötig."
Der Teufel von 1997, zu Hause in einer finsteren Wohnung: "Wir waren der Anlaufpunkt, wo alle, die nicht ganz so bierernst bei den Demos sein wollten, sich getroffen haben. Vorne gab''s einen Eingang, hinten einen, und ständig hat''s geklingelt."
Unter Kommunarden wurde lieber gequatscht als diskutiert: "Es ging um Vietnam, um Theorie, die wir nur halb gelesen, angeblich aber voll verstanden hatten, Marx, Horkheimer, Adorno. Ich sage im nachhinein: Wir hatten von nichts eine Ahnung und wußten alles besser." Der Alltag wurde revolutioniert, also sah jedes Zimmer wie die Revolution aus: "Über meine Matratze habe ich ,antiautoritäres Lager'' geschrieben. Im Flur stand unser ,Roter Print'', die Druckmaschine. Über Aktionen hat man auf den verwanzten Sesseln im Eckzimmer diskutiert. Und sonntags gab''s, wenn Teufel Laune hatte, Teufels berühmten Schweinerollbraten."
Eines Abends im April ''67 - B-52-Bomber der Amerikaner fliegen über Nordvietnam, Hubert Humphrey, der US-Vizepräsident, hat sich für einen Berlin-Besuch angekündigt - schleichen drei Kommune-Jungs mit Plastiktüten durch die Dämmerung im Berliner Grunewald. Die Tüten sind mit einem Gemisch aus der Gemeinschaftsküche angefüllt: Schokopudding, Joghurt, Rauchpulver.
Kunzelmann probiert die Puddinggeschosse an Baumstämmen aus. Die anderen zwei kichern und bitten, wenn Radfahrer klingeln, um Entschuldigung. Polizisten seilen sich aus dem nachtschwarzen Himmel ab. Die drei werden festgenommen, über Nacht alles, was sich in den Räumen der K1 bewegt. Die BERLINER ZEITUNG hat ihre Schlagzeile: "Geplant - Berlin: Bombenanschlag auf den US-Vizepräsidenten".
Die deutsche Presse heult auf. Der Richter läßt von einem Haftbefehl gegen die Kommunarden ab. Die BILD-Zeitung stellt Ordnung her: "Mit diesen Bombenlegern werden wir fertig! Die Mehrheit der Deutschen hat Verständnis mit dem Kampf der Amerikaner in Asien."
Kein Mensch würde sich heute noch an das Schwachsinnsattentat erinnern, wären damit nicht zwei Gegenspieler, Handlungsträger für einen Krimi, festgelegt: Der durchgedrehte Staat, also Polizei, Justiz und Presse, formieren sich auf der einen Seite. Der durchgedrehte Teufel zwischen Sitzstreik, Anklagebänken und Gefängniszellen: Das soll die andere Seite sein. Der Krimi könnte "Deutschland, wie ein Staat seinen Verstand verlor" heißen. Teufel schlägt "Dämonen" als Buchtitel vor und als Untertitel "Denn sie wissen nicht, was sie tun". Den Satz gibt es auf englisch. Da heißt er "Rebel Without a Cause".
Fritz Teufel trägt Nickelbrille und einen Vollbart. Die werden Markenzeichen. Der Kleidungsstil der Kommunarden liegt irgendwo zwischen Lumpensammler, Gartenzwerg und südamerikanischer Revolutionär: Der paßt. Der geht als Vorbild durch. Den finden die meisten Menschen schlichtweg ekelhaft.
Es ist der Mai ''67, als Teufel und seine Kumpel unter Druck geraten, etwas wirklich Verwegenes zu tun. In Brüssel brennt das Kaufhaus "A l''Innovation": Das ist keine gute Nachricht. Über 300 Menschen finden in den Flammen ihren Tod. Die K1 verteilt Flugblätter vor der Mensa der Freien Universität.
Schlagzeile: "Wann brennen die Berliner Kaufhäuser?" Zitat: "Unsere belgischen Freunde haben endlich den Dreh heraus, die Bevölkerung am lustigen Treiben in Vietnam zu beteiligen: sie zünden ein Kaufhaus an, dreihundert saturierte Bürger beenden ihr aufregendes Leben, und Brüssel wird Hanoi. Burn, warehouse, burn!" Darf man nicht denken, so was, nicht aufschreiben und als Flugblatt verteilen: Skandal.
Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen "Aufforderung zur menschengefährdenden Brandstiftung". Im Wortlaut klagt der Staat wegen "Anstiftung zum vorsätzlichen Inbrandsetzen von Räumlichkeiten, welche zeitweise dem Aufenthalt von Menschen dienen, und zwar zu einer Zeit, während welcher Menschen in denselben sich aufzuhalten pflegen." Der SDS distanziert sich von der Tat.
Der Teufel von 1997: "Das war ein Scherz! Ein Scherz! Geht das bis heute nicht in die Köpfe rein?"
Ein Scherz hat sich also strafbar gemacht. Von Anfang an also Mißverständnisse, absurde Anklagen, ein lustiges Rollenspiel, und mittendrin Fritz Teufel, der Clown. Es kommt der 2. Juni ''67.
Gegen halb acht abends fährt der Bundespräsident vor der Deutschen Oper in Berlin vor, 20 Minuten später der Schah von Persien und die Kaiserin. Teufel setzt sich mit Studenten auf die Straße: "Plötzlich wurde ich an den Haaren gezogen, mit Knüppelhieben und Fußtritten traktiert. Meine Brille ging zu Bruch. Ich wurde weggetragen. Jemand rief: ,Das ist ja der Teufel! Der war bei dem Sprengstoffattentat auf Humphrey mit dabei!''" So erklärt das Teufel Monate später vor Gericht.
Durch eine Kugel aus der Dienstpistole des Kriminalobermeisters Karl-Heinz Kurras, 39, stirbt der Student Benno Ohnesorg, 27. Der Todesschütze sitzt nicht einen Tag in Untersuchungshaft. Er wird freigesprochen. Teufel hat einen Stein geworfen, er hat als "Rädelsführer" Demonstranten "aufgehetzt" und "Notstandsübung" gerufen - so erinnern sich zwei Polizisten. Teufel sitzt als Untersuchungshäftling in der Haftanstalt Moabit ein. Da bleibt er sitzen, mit einigen Unterbrechungen, bis zum 22. März ''68.
Der Teufel von 1997 erinnert sich an 1967 und wie das mit dem ersten Toten der Studentenbewegung war: "Wir haben nicht viel an den Menschen Ohnesorg gedacht. Man kannte ihn kaum. Aber daß er einer von uns war, war klar. Ein Blutrausch hat sich eingestellt: Wenn die uns umbringen, auf uns schießen, müssen wir uns überlegen, was wir dagegen tun. In Gedanken war das schon die Geburtsstunde der Guerrilla."
Mindestens drei Teufel saßen im Juni ''67 in Untersuchungshaft - glaubt man der finsteren Gestalt im Wohnzimmersessel, die heute ihre Geschichten gern mit "Was denn?", "Wie bitte?" und "Weiß nicht mehr!" auf den Kopf stellt, so, als wär''s so aufregend alles nicht gewesen.
Teufel, Haßobjekt der Polizei: "Die trugen ausrasierte Nacken und Lederstiefel. Polizei! SA! SS! Das war der Studentenruf, und die sahen damals tatsächlich aus wie die SS in Polen. Man hat sich hingesetzt und ist nicht aufgestanden. Dann kamen die schon mit Tütata. Die Polizei hat ja erst für Happenings gesorgt. Die waren einfach unersetzlich. Ein Garant dafür, daß es lustig werden konnte."
Teufel, Liebling der Medien: "Die Springerleute waren unsere Mitarbeiter. Wir brauchten die. Die brauchten uns. Die haben Feindbilder aufgebaut, Anarchismus und Terror herbeigezaubert, wo nur Farbeier geflogen sind. Die haben uns als Gegner akzeptiert. Die sagten, Wirrköpfe, Spinner, Utopisten. Stimmte alles."
Teufel, Held der Studentenbewegung: "Solidarität, das ist eine Droge, die high macht, andererseits auch abhängig. Man war im Dauerrausch. Vor den Gerichten sind die Wasserwerfer aufgefahren. Das war ein Kick, aber auch zuviel Ehre für einen jungen Mann."
Der Teufel, der einfach Angst hat, sich seine Zukunft mit Blödsinn zu verbauen, mit Gefängnis, mit noch mehr Blödsinn, mit einer noch endloseren Gefängnisstrafe, den gibt es nicht. Den gab''s wahrscheinlich nie. Schon möglich, daß Teufel gerne im Gefängnis saß: "Ich fand es hinnehmbar. Die müssen dich rauslassen, dachte ich. Steinewerfen, was soll der Unsinn. Auch später: Ich wußte immer, ich komme da wieder raus."
In Untersuchungshaft, am 17. Juni ''67, wird Fritz Teufel 24 Jahre alt. Er ist ab sofort: Popstar. Seine Mutter kommt kaum mit der Geburtstagstorte durch. Dafür bekommt Teufel Post von sich solidarisch erklärenden Studenten und Mädchen, die Fotos und Blümchen mitschicken, aber noch zu klein zum Steinewerfen sind.
Teufel und die Justiz: Sie müssen sich respektiert haben - sonst hätten sie es miteinander nicht so weit gebracht. Der Schaukampf, in dem die Justiz ihre Würde verliert und der Angeklagte seine Freiheit, bloß nicht seinen Humor, dauert neun Monate. Er läßt sich kaum in Worte fassen. Man spricht vom "Moabiter Volkstheater". Ein Kritiker wird Teufel die Auszeichnung verleihen, der "bemerkenswerteste deutsche Theatermacher der sechziger Jahre" gewesen zu sein. Auszüge aus Teufels Theaterstück:
6. Juli ''67: Der Brandstifter-Prozeß gegen Teufel und Langhans wird in Saal 500 im Landgericht Berlin unter Polizeischutz eröffnet. Rentner und Studenten wollen die Angeklagten sehen. Im Gerichtssaal kommt es auf den überfüllten Zuschauerbänken zu Tumulten: "Grüß dich, Fritz!" - "Wir verstehen kein Wort!" - "Denunziant! Denunziant!" - "Sie werden hier Idiot genannt, Herr Vorsitzender!"
7. Juli ''67: Zweiter Prozeßtag. Die K1 verteilt Flugblätter: "Ihr Murmelgreise und Schleimscheißer des Rechts. Wir werden euch die Ohren abschneiden, ihr Rechtsdiener." Das Gericht schlägt vor, die Angeklagten psychiatrisch untersuchen und begutachten zu lassen. Teufel: "Einverstanden. Falls Staatsanwalt und Richter sich ebenfalls untersuchen lassen."
13. Juli ''67: Zweite Anklage des Generalstaatsanwalt beim Landgericht in Moabit, die Teufel den Steinwurf gegen einen Polizisten vorwirft. 24 Entlastungszeugen werden nicht angehört. Teufels Verteidigung droht mit einem Anruf bei der Europäischen Kommission zum Schutz der Menschenrechte.
7. August ''67: In der Nacht zum 8. August legen Unbekannte eine Rauchbombe in der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. An den rauchenden Kartons kleben Plakate mit der Aufschrift "Freiheit für Teufel". Teufel schreibt einen Brief an seinen Kommune-Genossen: " ... und laßt in künftigen Briefen Sachen, die doch besser unter uns bleiben (die Ermordung des amerikanischen Präsidenten), unerwähnt. Ich finde, ich sitze lange genug im Knast. Euer Fritz."
10. August ''67: Haftverschonung für Teufel, er soll seine Personalpapiere abgeben und sich zweimal wöchentlich bei der Polizei melden. Teufel: "Ich werde den Auflagen unter Protest nachkommen. Wenn mir nichts Besseres einfällt."
13. August ''67: Rund tausend Studenten feiern auf dem Ku''damm, zwischen Gedächtniskirche und Café Kranzler, ein "Love-In" unter dem Motto: "Man muß den Teufel feiern, solange er los ist." Passanten flippen aus: "Schlagt sie tot! Vergast das Pack!"
18. August ''67: Teufel will freiwillig in die Untersuchungshaft: "Ich werde der Meldepflicht nicht nachkommen. Ich ziehe es vor, mich zum weiteren Vollzug der U-Haft zu melden." Ein Sprecher der Justiz: "So einfach ist das nicht."
8. September ''67: Die Haftverschonung ist aufgehoben, Teufel meldet sich nicht, wird von der Polizei gesucht.
15. September: Teufel begeht seine rituelle Verhaftung im Schöneberger Rathaus in Berlin. Mit bürgerlicher Kleidung und abrasiertem Bart verschafft er sich mit rund 230 Studenten Zutritt zum Plenarsaal, wo das Stadtparlament zu Fragen der inneren Sicherheit tagt. Studenten-Ruf: "Wir wol-
len diskutieren!" Teufel erneut in Untersuchungshaft.
28. Oktober: Teufel organisiert von seiner Zelle aus die sogenannte kleine Vietnam-Demo, tippt über 2000 Flugblätter: "Amis raus aus Vietnam! Nazis raus aus der Justiz!" Häftlinge verteilen die Zettel, schwenken selbstgemalte Vietkong-Fahnen. Teufel wird daran gehindert, eine Rede zu halten, und unter Buhrufen in seine Zelle abgeführt. Seine Schreibma-schine wird beschlagnahmt.
27. November ''67: Beginn des Prozesses gegen Teufel. SDS-Sprecher Rudi Dutschke hat zu "radikalen Maßnahmen gegen Justizwillkür und Terror" aufgerufen. Studenten finden sich unter schwarzen und roten Fahnen zu einem Autokorso ein. Die Polizei riegelt alle Eingänge des Justizgebäudes ab. Man spricht von "umfangreichsten Sicherheitsmaßnahmen seit Kriegsende". Teufel trägt ein lila Hemd, frischgewaschene Haare und den alten Rauschebart: "Ich kann mit Sicherheit sagen, daß ich keinen Stein geworfen und auch nicht dazu aufgefordert habe."
Der Richter: "Haben Sie Handlungen gegen Polizisten begangen?" Teufel: "Als sie mich an den Haaren hochzogen und wegtrugen, habe ich ,Aua'' geschrien." Richter: "Nein, ich meine: getreten? Gebissen?" Teufel: "Ich werde mich hüten, einen Polizisten zu beißen. Wir haben nichts gegen die Polizei: im Gegenteil. Ich glaube, ein Polizist würde viel lieber, statt Studenten zu verprügeln, seinem Vorgesetzten in den Arsch treten."
29. November: Zweiter Tag der Hauptverhandlung. Der Angeklagte liest Zeitung. Auf die Aufforderung des Gerichts, sich zu erheben, antwortet er: "Wenn es der Wahrheitsfindung dient." Als Teufel aufsteht, schwebt er über den Dingen: Fünf Worte haben ihm Flügel verliehen. Dem Prozeß wird Teufel aus phantastischen Höhen beiwohnen und - Zeit seines Lebens - keine Bodenhaftung mehr aufnehmen. Abends läuft die Szene in der "Tagesschau". Konservative Politiker und Bürger sehen in Teufel jetzt nicht nur ein Schwein, sondern ein intelligentes Schwein. Polizisten sagen aus: "Wir haben nicht gesehen, daß Teufel einen Stein geworfen hat."
THE GUARDIAN, LE MONDE und NEW YORK TIMES bringen ausführliche Berichte über den angeklagten Kommunarden. Die Moskauer LITERATURNAJA GAZETA: "Zu Helden der Prügelszenen in West-Berlin wurde ein Lumpenpack unter Führung eines gewissen Fritz Teufel. Eine Reihe von ekelerregenden Obszönitäten begleiten die Szenen der Rowdys."
30. November: Teufel zum Staatsanwalt: "Sie haben die Chance, vom Kurs der Rechtsbrechung zum Kurs der Rechtsprechung überzugehen." Vier Tage Ordnungshaft für Teufel.
1. Dezember: Teufel kommt überraschend und ohne Auflagen frei. Entlassungs-Happening vor dem Moabiter Gefängnisportal: Teufel raucht Zigarre. Hippie-Mädchen beschenken Polizisten, die die Ansammlung zerstreuen sollen, mit Blumen. Mutter Teufel umarmt ihren Sohn: "Verbrennt mir bloß den Teufel nicht."
Die INTERNATIONAL HERALD TRIBUNE: "Tausende junge Europäer teilen Mr. Teufels leidenschaftliche Überzeugung, daß das Leben auf dem Kontinent von autoritären Strukturen unterdrückt wird." BILD AM SONNTAG: "Mao Tse Teufel, dieser merkwürdige weiße Chinese mit den roten Apfelbäckchen, hat monatelang hinter Gittern gesessen. Ihn auf Staatskosten zu beherbergen und abfüttern zu lassen sollte eigentlich den Bund der Steuerzahler zu Protesten veranlassen."
Am 8. Januar ''68 wird Teufel wegen Werfen von Feuerwerkskörpern festgenommen, am 22. Januar ruft er in einem Gerichtssaal "Scheiße! Scheiße!", am 25. Februar wird er wegen Diebstahl einer Polizeimütze zu zwei Monaten Haft verurteilt. Am 4. März erscheint Teufel zur Fortsetzung des Brandstifter-Prozesses in einem orangenen Gewand mit lila Manschetten. Am 20. Juli klatscht Teufel dem Wirt einer Schwabinger Gaststätte eine Portion Leberkäse mit Ei ins Gesicht: Der Mann hatte Teufels Freunde als "verwahrlost" bezeichnet. Die Aktion geht als "Schwabinger Leberkäskrawalle" in die Geschichte ein. Am 3. Oktober kündigt Teufel seine Mitgliedschaft in der K1. Vor einem Schöffengericht erklärt der Angeklagte: "Ich stehe zu meinen Untaten und verlange die Höchststrafe für meine Verbrechen."
Bleiben noch heute einige Fragen an den Theatermacher der Revolution: "Haben Sie sich als Revolutionär gefühlt?" Teufel im Wohnzimmersessel: "Nee. Als Knalldepp." Was hat ein Knalldepp für Eltern? Jetzt kommen die Geschichten dran, die Teufel Freude machen: "Alfred und Lotte, die haben ja eine Wahnsinnsfamilie auf die Beine gestellt: Sechs Kinder. Ich war der letzte, der Nachkömmling, also vollkommener Luxus." - "Und? Ihr Vater? Ein netter Mann?" - "Ein Liberaler. Aber ungeheuer mitteilsam: Wie meine Mutter sagte, jedes Wort ein Taler, jedes Lächeln fünf Mark. Er mußte ja auch den ganzen Tag kleine Zahlenreihen zusammenaddieren." - "Man fragt sich, ob einer wie Sie eine glückliche Kindheit hatte." - "Aber ja! Mein Bruder Hans hieß das Kinozerus. Er ist immerzu ins Kino gerannt und hat mich, den Kleinsten, mitgenommen. Ich durfte alle Filme mit Caterina Valente, Peter Alexander, Conny und Peter erleben. Später dann Zorro und Brigitte Bardot."
Sieht nett aus - wie Teufel plötzlich Lust hat zu erzählen: "Ich habe den Alfred schon sehr kritisch gesehen. Es gab da so eine Äußerung von ihm über die Dritte Welt: ,Je mehr von dene Gelbe und Schwarze verrecke, desto besser isch doch für uns.'' Über den Spruch habe ich schon lange gegrübelt. Oder: ,Wenn''s doch dene Fidel Caschtro endlich fidel kaschtriere dädet.'' War eben auch schon ein Sprücheklopfer, der Alfred."
Wie wird man ein Linker? Muß das eine Reaktion auf die Eltern sein? Liegt das in den Genen? "Wir sind zu den Nazi-Prozessen nach Stuttgart gefahren, und das Fürchterliche war diese Verwechselbarkeit von Angeklagten und Richtern. Für mich waren das auf beiden Seiten: Spießer. Die einen hatten furchtbar Menschen gequält und massenhaft umgebracht, die anderen dabei zugesehen. Ja, wieso? Wieso beeindruckt einen das?" Der Teufel wippt - mit ihm der Wohnzimmersessel: "Es ist nicht unser Verdienst, daß wir nicht im KZ gelandet sind. Es hätte leicht passieren können, in einer anderen Zeit."
Um was ging es ihm also - dem Studenten, Clown, Theatermacher? Teufel verschwindet im Dunkeln. Reglos. Sprachlos. Dann erst kann es weitergehen: "Mein Genre waren die witzigen Beiträge. Ironie, die zu oft nicht verstanden wurde. Die Schweigen auslöste. Widerspruch. Empörung." - "Aber all die Aktionen, die können doch nur die Form gewesen sein: Was war der Inhalt?" - "Ach, man hat von einem Tag in den anderen gelebt. Es ging darum, sich keine Vorschriften machen zu lassen. Sich nicht dumm kommen zu lassen von Polizei und Justiz." - "Es ging Ihnen ..." - "Um nichts. Sie haben''s erfaßt, junger Mann."
Am 16. Februar ''70 erklärt Fritz Teufel dem verdutzten Reporter eines Fernsehmagazins: "Der Clown Teufel ist tot. Jetzt muß es krachen, diese Gesellschaft muß zerbrechen." Es sieht ernst aus: Teufel hat den Journalisten an einen konspirativen Ort bestellt. Er trägt eine Sonnenbrille. Sein Bart ist abrasiert. Von Anarchisten gelegte Bomben explodieren - die RAF ruft zum bewaffneten Kampf auf. Mit einigen Unterbrechungen hat Teufel zu diesem Zeitpunkt mehr als drei Jahre im Gefängnis gesessen.
Im Sommer ''72 wird Teufel aus der Haftanstalt Landsberg entlassen, da hat er zwei Jahre Isolationshaft wegen angeblichem Zündeln in einem Münchner Amtsgericht hinter sich. Für das Einwohnermeldeamt ist er fortan "unbekannt verzogen", für Polizei und Verfassungsschutz "in den Untergrund abgetaucht". Am 10. November ''74 richtet die "Bewegung 2. Juni" Berlins Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann hin, ein Unfall, seine Entführung hatte nicht geklappt. Am 27. Februar ''75 verschwindet der Berliner CDU-Vorsitzende Peter Lorenz für fünf Tage in einem "Volksgefängnis" - fünf Inhaftierte werden freigepreßt: "An einem schönen Donnerstag, es hatte gerad'' getaut, da wurde Peter Lorenz aus Zehlendorf geklaut."
Dieser Spottvers wird Fritz Teufel zugeschrieben. Bei Banküberfällen hinterläßt der "2. Juni" Angestellten und Kunden Kartons mit Negerküssen: "Es ist nicht euer Geld. Laßt es euch schmecken!" Für die Kripo glasklare Hinweise: "Da hat der Leibhaftige Regie geführt."
Teufel wird als fünfter von insgesamt sechs Tatverdächtigten verhaftet - nach Ronald Fritzsch, Gerald Klöpper, Till Meyer, Ralf Reinders und Andreas Vogel. Gegen ihn sprechen: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Körperverletzung, Mord, erpresserischer Menschenraub, unerlaubter Waffenbesitz. Aber Teufel ist in fast allen Punkten unschuldig. Fünf Jahre Untersuchungshaft vom September ''75, dem Tag seiner Verhaftung, bis zum Mai ''80, der Wende im Lorenz-Drenkmann-Prozeß, hätten als größter Triumph Teufels in die Geschichte eingehen sollen. Aber es sollte anders kommen.
Teufel war kein Waffennarr. Sagt er heute: "Ich habe mich damals gefühlt, als hätte ich ein Holzbein. Einmal bin ich von einem Betrunkenen angerempelt worden. Der ist mir voll gegen die Hüfte - da hing das Ding. Das muß dem furchtbar weh getan haben, er wollte auf mich los, da hat ihn seine Alte festgehalten. Die Waffe ist eine ständige Gefahrenquelle. Bumms, steckst du in einer Schießerei drin und weißt nicht, warum und wieso."
Teufel war kein Bankräuber: "Ein wichtiger Job ist der Türsteher, der Schmiere steht, die Leute in Schach hält, die reinkommen. Ein furchtbarer Job. Man hält ein Schießeisen in der Hand. Was soll man machen, wenn einer ausrastet? Ich weiß es nicht."
Teufel war nicht für den Untergrund gemacht: "Sie verfolgen mal diese Spur, mal jene. Du hast hier eine Wohnung, mal da eine, die du auflösen mußt: Die ganze Zeit Koffer rumschleppen. Die Angst, in Paranoia zu verfallen. Mir war das zuviel." Und Teufel hat die Gefängniszelle, logisch, gehaßt: "Man muß nicht in den Knast, um seinen Frieden zu finden, das geht auch anderswo. Das Schlüsselklappern. Das Radioprogramm. Von morgens sechs bis abends werden einem irgendwelche Hans Rosenthals in die Zelle gejagt, man konnte ''s nicht abstellen. So wird man zum Frühaufsteher. Was sich die Gefangenen gegenseitig angetan haben, war am schlimmsten, diese ständige Aufforderung zum Hungerstreik. Holger Meins, der sich zu Tode gehungert hat: ein fürchterliches Bild."
Am 27. Mai ''80, dem 178. Prozeßtag, nimmt der Teufel seine Verteidigung selbst in die Hand: "Hören Sie mich? Okay. Ich habe ein Alibi."
Vom April ''74 bis Mai ''75 habe Teufel im Ruhrpott Klodeckel hergestellt: Als einfacher Arbeiter unter falschem Namen - seine Identität habe er sich von einem Kumpel ausgeborgt. Zur Schicht sei er jeden Morgen mit dem Mofa gefahren, sein Monatsgehalt habe tausend Mark betragen. Im Betrieb habe Teufel "als Revolutionär versagt". Es sei ihm "nicht gelungen, einen herzlichen Kontakt zu seinen Kollegen herzustellen". Von der Lorenz-Entführung habe er in seiner Hinterhofwohnung aus dem Radio erfahren: "So führte ich, wie geschildert, ein viel alltäglicheres Leben als die mir unbekannten Entführer, deren einfacher Fan ich bin."
Den angeblichen Gewaltverbrecher erkennen Fabrikarbeiter der "Presswerk AG" aus Essen-Frintrop als ihren ehemaligen Arbeitskollegen; die Staatsanwaltschaft steht dem Angeklagten erst mit Skepsis gegenüber, dann mit Hochachtung, Mitleid, Ratlosigkeit, in dieser Reihenfolge, und der Angeklagte muß sich abermals verteidigen - diesmal gegen den Vorwurf, mit seinem Sinn für Gerechtigkeit gegen sich selber vorgegangen zu sein: "Mein Schweigen hat mich Kraft und Ausdauer gekostet. Es ging mir darum, überzeugend die Methoden des Staatsschutzes und der Justiz bloßzustellen."
Außerdem will Teufel, der Prozeßprofi, einfach keine Zeit mehr hinter Gittern verplempern: Fünf Jahre saß er unschuldig. Eine Staatsanwaltschaft, die jetzt noch eine Klage wegen angeblicher Beteiligung an Banküberfällen durchziehen wolle, führe einen "politischen Prozeß" - so meldet sich drohend die Presse. Teufel hat die Richter huckepack genommen.
Teufel präsentiert der entnervten Staatsanwaltschaft sein "B-Libi": ein Alibi minderer Qualität, das der Angeklagte nicht beweisen und das Gericht nicht widerlegen kann. "In der fraglichen Zeit war ich rauschgiftsüchtig und in Köln. Deshalb die Bitte an meine Todfeinde vom BKA und an die Bundesanwaltschaft, an Axel Springer und Eduard Zimmermann: Laßt Eure Apparate spielen! Helft mir, unverdächtige Zeugen zu finden, die bestätigen können: Des Teufels B-Libi ist sein Alibi!"
Am 30. Oktober 1980 wird Teufel rechtskräftig zu fünf Jahren Haft wegen illegalen Waffenbesitzes und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt - und kommt am selben Tag frei: Mit der Untersuchungshaft ist die Haftstrafe abgegolten.
Man könnte noch erzählen, daß Teufel einen Bundesfinanzminister mit Zaubertinte bespritzt hat und einer Lebensmittelabteilung Honig und Marmelade im Wert von 30,33 Mark gestohlen hat, daß er in besetzten Häusern lebte und von der Sozialhilfe und - daß er es vor gut zehn Jahren als Fahrradkurier versuchte. Das blieb er. Der Teufel von ''97, politischer Frührentner, verdient kaum Geld, aber immerhin fährt er durch den Schmutz der Straße. So geht''s. So kann man überleben.
Unendlich lang ist das her: Da hat ein Teufel noch riesige Staubwolken in Deutschland hinterlassen. Dieser Teufel hatte phantastische Vorstellungen von der Revolution. Er hat seine Rechnung mit Revoluzzern gemacht, die den Ernst einer Aufgabe nur mit Spaß bei der Aktion ertragen können. Das konnte niemand besser als er.
Zwischen dem Traum von der Revolution und dem Alptraum der Guerrilla liegt ein schmaler Pfad: Rechts davon stehen Gefängniszellen, links liegen die Gräber.
Teufel ist, Entschuldigung, kein Revolutionär: Ein Revolutionär redet nicht von "Spaßguerrilla", nachdem er jahrelang im Gefängnis saß. Ein Revolutionär bringt Menschen um. Und bringt es fertig, Menschen zu finden, die ihm glauben. Auf geht''s. Wir tun das für eine bessere Welt.
Man fragt sich, hat man das Leben des Teufels einigermaßen kapiert: Was will er denn? Wo wollte er hin, der Teufel?
Der Teufel, der im Wohnzimmersessel sitzt, will jetzt Fahrrad fahren. Sofort. So schnell ein Schrotthaufen, den man Drahtesel nennt, einen Teufel tragen kann. Der Wedding liegt unter zauberhafter Nachmittagssonne, die Wege führen durch Beton und Morast, durch eine Parklandschaft mit Kiefern und Mülleimern - da fährt der Fahrradkurier Fritz Teufel seiner legendären Vergangenheit davon. Zwischendrin kann man Teufel Fragen zurufen - es geht um Schuld, die man nicht absitzen kann.
"Ich habe mich ans Steuer von Kraftfahrzeugen gesetzt, das war sehr fahrlässig. Ich bin mit einem Schießeisen rumgelaufen, das ist keine gute Sache, erst recht nicht, Leute damit zu bedrohen." - "Klingt nicht so schlimm." - "Na ja. Es gibt eine Reihe Leute, die möglicherweise nie bei der RAF gelandet wären, wenn sie nicht zu meinem Bekanntenkreis gehört hätten. Die Irmgard Möller, die hat der Teufel auf den Trip gebracht." - "Sind Sie schuldig?" - "Weiß nicht! Meinen Sie?" - "Also nicht schuldig?" - "Im Zweifel für den Angeklagten." Tritt in die Pedale. Und weg ist er.
Im nächsten Heft
Wie die Revolte von ''68 die politische Klasse der Bundesrepublik bis heute prägt, treibt und lähmt
Das Bild von Michael Ruetz (o.) ist dem Buch "1968" entnommen, das im November bei 2001 erscheint. * Mitglieder der "Bewegung 2. Juni": Gerald Klöpper, Ronald Fritzsch, Ralf Reinders.
Von Moritz von Uslar

DER SPIEGEL 24/1997
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