11.08.1997

FLÜCHTLINGESpendabler Minister

Mit einer generösen Geste hat Verteidigungsminister Volker Rühe einen peinlichen Finanzstreit von Kabinettskollegen gelöst. Außenminister Klaus Kinkel (FDP) und Innenminister Manfred Kanther (CDU) hatten sich wochenlang um die Berufung eines Beauftragten der Bundesregierung für die Rückführung der Bosnien-Flüchtlinge gestritten. Erst ging es um die Person, dann um die Zuständigkeit und die Kosten von 300 000 Mark. Da platzte Rühe der Kragen. "Ich hab' die Faxen dicke, dann übernehme ich eben die 300 000 Mark." Kinkel ließ es sich trotzdem nicht nehmen, den Flüchtlingsbeauftragten Dietmar Schlee (CDU) Ende Juli medienwirksam in Sarajevo ins Amt einzuführen - die Fremdfinanzierung würdigte Kinkel mit keinem Wort. Die Rückkehr der Bürgerkriegsflüchtlinge wird durch direkte Hilfen gefördert. Neben dem Reag-Programm, das die Rückreise finanziert, und dem Garp-Programm für den Start vor Ort leisten einzelne Länder zusätzliche Hilfen.
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Rückkehrhilfen für Bosnien-Flüchtlinge
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Rückkehrhilfen für Bosnien-Flüchtlinge
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Von Pörtner, , Szandar und

DER SPIEGEL 33/1997
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