18.08.1997

Der Makler der Agenten

Geheimdienst-Diplomatie (II): Nach jahrelanger Vorarbeit des DDR-Anwalts Wolfgang Vogel kam es Mitte 1985 an der Glienicker Brücke zu einem Rekord-Austausch von Spionen - 25 West- gegen 4 Ostagenten. Wenig später hüpfte dort UdSSR-Dissident Schtscharanski über den Grenzstrich in die Freiheit. Von Norbert F. Pötzl
Am 18. März 1982 empfing der Ost-Berliner Anwalt Wolfgang Vogel zwei Amerikaner in seiner Kanzlei. Jeffrey Smith, Rechtsberater des State Department, und Richard C. Barkley, Botschaftsrat an der Bonner US-Botschaft, besuchten den Spezialisten für internationalen Agenten-Austausch.
Smith legte dem Anwalt eine von Außenminister Alexander Haig unterzeichnete Vollmacht vor. "Darin werden", so Vogel in einem Vermerk, "Mr. Smith und Mr. Barkley ausdrücklich ermächtigt, mit mir als dem Beauftragten der DDR-Regierung Austauschfälle zu besprechen und rechtsverbindlich zu verhandeln, auch soweit sie Drittländer - vor allem die UdSSR - betreffen." Washington erkannte damit offiziell den Ost-Berliner Anwalt als Bevollmächtigten seiner Staatsführung an.
Am 28. April teilte Vogel in einem Brief an Smith als erste Reaktion auf das "sehr nützliche und offene Gespräch hier in Berlin" mit, daß Interesse an einem Polen namens Marian Zacharski bestehe. Der Direktor der polnisch-amerikanischen Gesellschaft Polamco in Los Angeles war im Juni 1981 festgenommen und ein halbes Jahr später von einem kalifornischen Bezirksgericht wegen Spionage zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Am 26. Mai schrieb Vogel erneut an Smith, diesmal mit einer "Antwort auf zwei Ihrer mir am 18.3.1982 übergebenen Xnon-papers''". Daraus ist ersichtlich, daß die USA von der Sowjetunion sieben Gefangene forderten, aber nur bereit waren, zwei in den USA Inhaftierte freizulassen. Der im März 1977 in Moskau festgenommene Computerspezialist Anatolij Schtscharanski führte die Wunschliste an.
Der Programmierer am Moskauer Institut für Erdöl- und Erdgasforschung hatte sich seit 1973 öffentlich für die jüdische Auswanderungsbewegung in der UdSSR eingesetzt. Bei Protestdemonstrationen der "Refjusniks", wie ausreisewillige Juden in der Sowjetunion genannt wurden, lernte er seine spätere Frau Avital kennen. Sein Antrag, ausreisen zu dürfen, wurde abgelehnt, der seiner Verlobten jedoch überraschend schnell genehmigt. Einen Tag vor Avitals Abreise 1974 konnte das Paar noch heiraten.
(c) 1997 SPIEGEL-Buchverlag, Hamburg. - Das Buch "Basar der Spione. Die geheimen Missionen des DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel" von Norbert F. Pötzl, dem diese Auszüge entnommen sind, erscheint am 22. August (542 Seiten; 49,80 Mark).
Im Jahr 1975 verlor Schtscharanski seinen Arbeitsplatz, ein Jahr darauf schloß er sich dem gerade gegründeten Moskauer "Helsinki-Komitee" an, das die Einhaltung der Menschenrechte in der Sowjetunion nach der KSZE-Schlußakte beobachten wollte. Weil Schtscharanski gut Englisch sprach, wurde er zur gefragten Kontaktperson der in Moskau akkreditierten ausländischen Journalisten. Er organisierte Interviews und betätigte sich als Übersetzer für Andrej Sacharow, den mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Atomphysiker und Regimekritiker.
In einem offenen Brief, der am 4. März 1977 in der Regierungszeitung ISWESTIJA veröffentlicht wurde, beschuldigte der jüdische Arzt Sanja Lipawsky Schtscharanski, gemeinsam mit Angehörigen der US-Botschaft in Moskau einen Spionagering gebildet zu haben. Der Denunziant war kurzzeitig ein Zimmernachbar Schtscharanskis gewesen.
Lipawsky selbst hatte, nachdem sein eigener Ausreiseantrag von den sowjetischen Behörden abgewiesen worden war, dem US-Geheimdienst CIA Einzelheiten über geheime wissenschaftliche Einrichtungen zugetragen, in der Hoffnung, die Amerikaner würden ihm zur Emigration verhelfen. Offenbar verdingte sich Lipawsky für beide Seiten, und jetzt war er dem KGB zu Diensten.
Als Beweisstück gegen Schtscharanski diente vor allem eine empirische Fleißarbeit. Um herauszufinden, wie viele Strafanstalten und Gefangenenlager es in der ganzen Sowjetunion gibt, hatte der Kybernetiker einen Fragebogen entworfen mit der Absicht, 1300 betroffene Sowjetbürger zu interviewen. Teilergebnisse seiner Arbeit ließ Schtscharanski dem Journalisten Robert Toth von der LOS ANGELES TIMES zukommen. Das KGB erklärte den Reporter daraufhin zum Agenten der CIA - eine vielfach erprobte Methode, um den eigenen Staatsbürger zum Späher einer fremden Macht stempeln zu können.
Durch Austausch freibekommen wollten die Amerikaner auch den Sowjetdiplomaten Anatolij Filatow, der am 14. Juli 1978 als Agent zum Tod durch ein Erschießungskommando verurteilt worden war. Sowjetbotschafter Anatolij Dobrynin hatte Präsident Carter 1979 zwar versichert, daß das Urteil nicht vollstreckt werde, aber seither hatte Washington keine Nachricht mehr erhalten.
Diplomat Filatow war 1974 an seinem Dienstort Algier in eine "Honigfalle" getappt, wie das im Geheimdienst-Jargon heißt: Die CIA hatte ihn mit einer Frau in verfänglicher Pose fotografiert und dann erpreßt.
Nach der Enttarnung ihres Informanten konnte die CIA rekonstruieren, daß Filatow im März 1977 durch einen Verräter aufgeflogen war: durch Sanja Lipawsky, den gelegentlichen CIA-Zuträger, der zur selben Zeit auch Anatolij Schtscharanski denunziert hatte.
Von alledem wußte Vogel nichts. Für ihn war Filatow nur einer von sieben Namen auf einer Wunschliste der Amerikaner. Der Anwalt reichte das Papier an seinen Stasi-Kontaktmann Heinz Volpert weiter, von dem er dann eine lapidare Absage bekam. Deshalb konnte Vogel in seiner Antwort auf die Smith-Anfrage nur pauschal mitteilen, daß in allen sieben Fällen ein Austausch nicht möglich sei. Er wisse aber aus Erfahrung, "daß oftmals nur langer Atem der Schlüssel des Erfolgs ist".
Zäh schleppten sich die weiteren Verhandlungen hin. Es wurde gefeilscht und geschachert. Wie Gewichte wurden Namen mal in die eine, mal in die andere Waagschale gelegt. Aber auf dem Agenten-Markt gab es keine gemeinsamen Eichmaße.
"Wir haben immer gesagt: eins zu fünf", so Vogels Faustregel, "statt zehn Jahre im Osten hätte man für gleichwertige Delikte im Westen zwei Jahre gekriegt." Doch auch dieser Wechselkurs unterlag Schwankungen, je nach Angebot und Nachfrage. Und im Moment hatte die Sowjetunion ein reichhaltiges Sortiment in ihren Gefängnissen, während in den USA Knappheit an außer Dienst gestellten Ostspionen herrschte.
Auch die Verhaftung von Penju Kostadinow, Handelsattaché an der bulgarischen Botschaft in Washington, im September 1983 verschob die Gewichte kaum. Der bulgarische Diplomat war in flagranti erwischt worden: Ein V-Mann des FBI hatte ihm geheime Atomdokumente angeboten, bei dem Übergabetreff war er gestellt worden.
Vogels Hinhaltetaktik änderte sich schlagartig am 3. November 1983. An diesem Tag wurde im Foyer des Sheraton Boston Hotels der ostdeutsche Physiker Alfred Zehe, der seit 1976 als Gastprofessor im mexikanischen Puebla gelehrt hatte und zu einem wissenschaftlichen Kongreß in die USA gekommen war, unter Spionageverdacht festgenommen. Vorangegangen waren zwei Jahre dauernde Observationen durch das FBI und den Marine-Geheimdienst NIS ("Naval Investigative Service").
Am 21. November suchten die Unterhändler Barkley und Smith erneut Vogel in Ost-Berlin auf. Anschließend berichteten sie dem stellvertretenden Unterstaatssekretär Tom Niles in Washington, daß der Anwalt sich erkundigt habe, "was unsere Wünsche im Gegenzug für Zehe und Kostadinow seien". Die beiden Besucher hatten erwidert, daß auf jeden Fall Schtscharanski in den Tausch einbezogen werden müsse.
Vogel kündigte an, er wolle möglichst schon am 24. November nach Boston kommen, um mit Zehe zu sprechen. Der Anwalt drückte aufs Tempo, weil er "aus Erfahrung wußte, daß man nichts auf die lange Bank schieben durfte". Es konnte "ja immer politisch etwas dazwischenkommen".
Ohne weiter auf Zehe einzugehen, sprachen die beiden Amerikaner den mysteriösen Fall Filatow an. Sie bestünden darauf zu erfahren, ob er tot oder lebendig sei. Vogel versprach, bei den Sowjets auf eine klare Aussage zu drängen.
Als Vogel beim nächsten Treffen mit Smith herumdruckste, es gebe ein Problem mit Filatow, war der Amerikaner das Versteckspiel leid. Ohne eine Freigabe Filatows oder wenigstens eine Antwort auf die nun wiederholt gestellte Frage, ob Filatow noch am Leben sei, werde sich die US-Regierung auf keinerlei Handel einlassen, erklärte Smith sehr bestimmt. Vogel wand sich: Die Sowjets ließen ihm keine Antwort auf diese Frage zukommen, aber aus der Art, wie sie darüber sprächen, ziehe er den Schluß, daß Filatow tot sei.
Unter dem Datum vom 29. November 1983 verfaßte Richard Burt, der stellvertretende Leiter der Europa-Abteilung im State Department und spätere US-Botschafter in Bonn, für Außenminister George Shultz ein Memorandum, in dem er den Stand der Verhandlungen um Schtscharanski darlegte:
"Wie Sie wissen, haben wir mehrere Jahre lang einen indirekten Kontakt mit der Sowjetunion durch die Vermittlung eines ostdeutschen XAnwalts'', Dr. Wolfgang Vogel, unterhalten mit dem vorrangigen Ziel, die Entlassung von Anatolij Schtscharanski sicherzustellen." Die Möglichkeit, Schtscharanskis Freilassung auf dem Vogel-Kanal zu erreichen, habe sich "radikal verändert", nachdem das FBI einen DDR-Agenten in Boston verhaftet habe. "Vogel wurde nach Zehes Verhaftung sofort aktiv und zeigte deutlich, daß sich das Verhandlungsumfeld verändert hatte."
Selbst Erich Honecker zeigte auffallendes Interesse am Fall Zehe. Der Staatsratsvorsitzende kümmerte sich sonst nie um einzelne Agenten-Schicksale, doch nun schärfte er seinem Unterhändler ein: "Daß mir auch der Professor aus Dresden dabei ist." Der DDR-Staatschef brannte darauf, nach einem erfolgreichen Agenten-Deal zwischen den USA, der Sowjetunion und der DDR in die USA eingeladen zu werden.
Mitte Dezember gab es eine neue Komplikation: Bonn meldete einen eigenen Wunsch fürs internationale Tauschpaket an. Smith schrieb Vogel einen Brief, in dem im Gegenzug für Zacharski, Zehe und Kostadinow insgesamt 17 Inhaftierte vom Osten gefordert wurden, darunter - auf besonderen Wunsch der Bundesrepublik - Christa-Karin Schumann, die Lebensgefährtin des 1980 in der DDR hingerichteten BND-Informanten Winfried Baumann.
"Wir sind uns im klaren", schrieb Smith weiter, "daß wir eine Menge verlangen, aber wir meinen, daß wir gute Karten haben und sie ausspielen sollten." Doch die Amerikaner hatten das Spiel überreizt. Die Verhandlungen zum Austausch von Zehe, Kostadinow und Zacharski gegen Schtscharanski und andere Häftlinge im Osten kamen das gesamte Jahr 1984 über nicht voran.
Am 8. Dezember bat Tom Niles vom State Department die Ost-Berliner US-Botschaft um einen diskreten Dienst "in einer sehr heiklen Angelegenheit". Niles wollte, "ohne daß ein DDR-Bürger davon erfährt", Erkundigungen über Zehes Ehefrau einziehen lassen: "a) Hat sie ein Ausreisedokument? b) Könnte sie, wenn wir ein Visum ausstellen, dies in Empfang nehmen und die DDR verlassen? c) Könnten Sie, wenn die Umstände es erfordern, mit ihr direkt in Kontakt treten, ohne Vogel einzuschalten?"
Die Amerikaner planten einen Coup, von dem Vogel keinesfalls vorab erfahren durfte: Zehe sollte überredet werden, in die USA überzulaufen. Niles vermutete durchaus richtig, daß Vogel unter Hinweis auf die in der DDR lebenden Angehörigen versuchen würde, Zehe von einem solchen Schritt abzuhalten.
Am 21. Januar 1985 war es dann soweit. Zehes US-Anwalt Harvey Silverglate und Vertreter des Justizministeriums unterzeichneten eine Vereinbarung, wonach der Agent die Seiten wechselte. Als Silverglate der DDR-Botschaft mitteilte, daß sich sein Mandant in die Obhut des FBI begeben habe, schrillten in Ost-Berlin die Alarmglocken. Stasi-Aufpasser Volpert bat Vogel, sofort nachzuforschen, was in den USA schiefgelaufen war.
Ein Anruf Vogels bei seinem Kollegen Silverglate brachte keinen Aufschluß. Daraufhin rief der Ost-Anwalt einen Bekannten in New York an, der Kontakt zu dem Physik-Professor hatte. Mit warnendem Unterton sagte Vogel, es sei "nicht gut für Zehe, in Amerika zu bleiben", denn er habe eine Frau in der DDR, die ihren Mann sehr liebe.
Der Entscheidung, seinen Entschluß zu revidieren, wurde Zehe durch die US-Regierung enthoben. Die stufte den Überläufer plötzlich als wenig vertrauenswürdig ein und verweigerte ihm Asyl.
Nun befand sich der Professor in einer Zwickmühle: Er konnte vor Gericht auf "nicht schuldig" plädieren und auf seine Bereitschaft zum Überlaufen verweisen - das hätte ihn in der DDR endgültig zum Verräter gestempelt. Oder er bekannte sich, in der Hoffnung auf ein mildes Urteil, schuldig und versuchte, mit Ost-Berlin irgendwie klarzukommen.
Vogel übermittelte Zehe das Versprechen, daß er sich weiterhin für seine Freilassung im Rahmen eines Austauschs einsetzen wolle. Wenn Zehe zur Rückkehr entschlossen sei, könne er, Vogel, garantieren, daß er in der DDR keine Nachteile zu befürchten habe.
Am 21. Februar schwenkte Zehe wieder um. Er bekannte sich in allen acht Punkten der Anklage schuldig. Und Vogel setzte sich sofort wieder für den Wankelmütigen ein, als sei nichts passiert. Über Ludwig Rehlinger, Staatssekretär im Innerdeutschen Ministerium in Bonn, ließ er den Amerikanern eine Liste übergeben, in der er für Zehe, Zacharski, Kostadinow und Alice Michelson, eine im Herbst 1984 festgesetzte KGB-Kurierin, 21 inhaftierte Westagenten anbot. Der angebliche CIA-Informant Schtscharanski, um den die Amerikaner sich so lange bemüht hatten, war jedoch nicht darunter.
In den folgenden Wochen einigten sich die Unterhändler, daß der Osten sogar 25 Tauschpartner für seine 4 Geheimdienstler liefern würde. Nur den Dissidenten Schtscharanski gaben die Sowjets nach wie vor nicht her.
Am 10. Juni - einen Tag vor dem vereinbarten Tauschtermin - arbeitete der aus Washington angereiste Niles mit Vogel ein detailliertes Drehbuch für die Übergabe der insgesamt 29 Häftlinge auf der Glienicker Brücke aus. "Angesichts der möglichen Komplikationen dieser Prozedur, die durch Unklarheit oder menschliches Versagen entstehen könnten, verpflichten sich beide Seiten zu einer flexiblen und barmherzigen Durchführung", sorgten die beiden Unterhändler für unvorgesehene Ereignisse vor.
Anderntags ging alles viel schneller als geplant. Unterstaatssekretär Burt vom State Department wartete bereits auf der Brücke, als Vogel mit seinem goldfarbenen Mercedes an dem Schauplatz eintraf. Der Anwalt hatte sich in Tempelhof persönlich davon überzeugt, daß die vier Häftlinge aus den USA eingeflogen worden waren. Der Schlagbaum hob sich, Vogel und Burt fuhren zusammen auf die Ostseite, um nachzusehen, ob auch diese Gefangenen bereitstanden. Dann kehrten sie zurück, und Vogel gab das Startzeichen für die Austauschprozedur.
Von der westlichen Seite aus fuhr ein orange-rot-braun gestreifter Bus vor - ein BND-Fahrzeug, das die Häftlinge aus dem Osten abholen sollte. Gleichzeitig stoppte ein dunkelblauer Chevrolet-Kastenwagen, in dem Zehe, Zacharski, Michelson und Kostadinow saßen. Um 13.oo Uhr - fünf Stunden früher als geplant - überquerten die beiden ungleich großen Gruppen die Grenze.
Es war der größte Agenten-Ringtausch, der je stattgefunden hat. Mitten im amerikanisch-sowjetischen Clinch um Raketen- und Weltraumrüstung hatte der Osten 25 Westspäher gegen nur 4 eigene Agenten hergegeben und dazu noch die Familienzusammenführung der Freigelassenen garantiert.
Ihre vom Feind erwischten "Kundschafter des Friedens" feierten die Kommunisten als Märtyrer, obwohl der westliche Strafvollzug relativ kommod war. In den Ostknästen hingegen wurden Agenten des Westens, tatsächliche oder fälschlich beschuldigte, als Werkzeuge der imperialistischen Kriegshetzer besonders fies behandelt.
Valdice, ein zur Festung ausgebautes ehemaliges Kartäuserkloster nordöstlich von Prag, zählte zur Lager-"Kategorie 3", wo Schwerstverbrecher ihre Strafen verbüßten: Verurteilte, die bei ihren Taten besonders brutale Gewalt angewandt hatten; solche, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hatten; oder Gefangene, die als Staatsfeinde galten.
Valdice-Häftling Jaroslav Javorski mußte an einem Schmelzofen Glasperlen schleifen. Später, als er die Hitze nicht mehr aushielt, hatte er Glasperlen im Akkord auf Fäden aufzuziehen. Nach einem Bruch des rechten Fußes wurde die Verletzung so unzureichend versorgt, daß der Fuß verkrüppelte.
Javorski, damals 31, war im Dezember 1978 von einem Prager Militärgericht wegen Spionage zu 13 Jahren Umerziehungslager verurteilt worden. An dem jungen Tschechen übte das Prager Regime Sippenhaft. Die Kommunisten rächten sich an ihm für seinen abtrünnigen Vater. Jirí Javorski, einst ein international bekannter Tennisspieler, war Anfang der siebziger Jahre von einem Turnier in der Bundesrepublik nicht mehr heimgekehrt.
Jaroslav, der später legal in den Westen nachgekommen war, versuchte alles, um auch seine Braut Anna, die noch in Prag war, zu sich zu holen. Für sich und seine Verlobte kaufte er in der Münchner Unterwelt miserabel gefälschte bundesdeutsche Pässe. Mit dem Orientexpress wollte das Pärchen von Prag nach Istanbul fahren, doch an der bulgarisch-türkischen Grenze fielen die falschen Papiere auf. Die beiden Reisenden wurden verhaftet und nach Prag zurückgebracht.
Die junge Frau erhielt ein erstaunlich mildes Urteil - zehn Monate Haft mit zweijähriger Bewährung. Daß er von seiner Freundin reingelegt worden war, mochte Jaroslav dennoch nicht glauben.
Kurz vor Weihnachten 1983 schrieben die in Heilbronn lebenden Eltern Jaroslavs an Wolfgang Vogel. Sie flehten den Anwalt an, ihren Sohn aus der Haft zu befreien. Aber Vogel mußte eingestehen, daß er nichts unternehmen könne: "Für einen Austausch ist dieser Fall von Bonn aus nicht vorgesehen." Auf den Wunschlisten, die hinüber- und herübergereicht wurden, stand der Name Javorski nicht.
Nachdem die Familie im Juli 1984 erreicht hatte, daß Jaroslav die BRD-Staatsbürgerschaft erhielt, wandte sich die Mutter erneut hoffnungsvoll an Vogel. Doch der konnte ihr noch weniger helfen als zuvor: Da der Sohn nun Bundesbürger sei, bestehe für die DDR "in dieser Angelegenheit keine Zuständigkeit".
Nach dem großen Ringtausch auf der Glienicker Brücke am 11. Juni 1985 nahm sich Ludwig Rehlinger vom Innerdeutschen Ministerium des Falles an. Am 13. August versicherte Vogel der Mutter Javorski, der Bonner Staatssekretär habe "die Dinge in Bewegung gebracht", klarer werde man im November sehen. "Vielleicht", orakelte der Anwalt, "gibt es eine gute Weihnachtsüberraschung."
Zwölf Tage vor Heiligabend wurde Vera Javorski klar, daß der Weihnachtstraum wie eine Glaskugel zerbarst. In einem Telefongespräch konnte Vogel nur versprechen, "daß ich keine Möglichkeit auslasse, um Ihre Familie 1986 zu vereinen".
Gleich im Januar ging es im Fall Javorski zügig voran. Und auch für Anatolij Schtscharanski, um den Vogel und seine amerikanischen Verhandlungspartner seit beinahe neun Jahren gerungen hatten, öffneten sich die Gefängnistore plötzlich fast wie von selbst.
Im März 1985 hatte das Moskauer Politbüro den Wunschkandidaten des KGB, Michail Gorbatschow, zum Nachfolger des verstorbenen KP-Generalsekretärs Konstantin Tschernenko gewählt. Durch den maroden Zustand der sowjetischen Wirtschaft war das Land im Vergleich mit dem Westen immer mehr ins Hintertreffen geraten.
Nur durch einen Wechsel in der sowjetischen Führung, glaubte das KGB, gebe es eine Chance, die ökonomischen Probleme des Landes in den Griff zu bekommen. Unfähig zu begreifen, daß die eigentlichen Fehler im sowjetischen System selbst lagen, erhoffte sich die KGB-Führung von Gorbatschow neuen Schwung.
Die erste Begegnung zwischen Michail Gorbatschow und dem amerikanischen Vizepräsidenten George Bush, der anstelle des gerade krebsoperierten Präsidenten Ronald Reagan zur Tschernenko-Beisetzung nach Moskau gekommen war, verlief indes nicht eben verheißungsvoll. Als Bush bei dem neuen Kremlherrn die Einhaltung der Menschenrechte anmahnte und ihn konkret auf Schtscharanski und Sacharow ansprach, lief Gorbatschow rot an und rief erregt, er wolle "gern über berufene Menschenrechtsverfechter nachdenken, um mit ihnen über diese Frage zu diskutieren". Die USA jedoch, so Gorbatschow, "verletzen Menschenrechte nicht nur auf ihrem eigenen Territorium, sondern auch jenseits ihrer Grenzen".
Trotz der anfänglichen Dissonanz begann Gorbatschow bald, sein Land von störendem Ballast zu befreien. Dazu gehörte auch, den lästigen Fall Schtscharanski, den der Westen zum Symbol für die Menschenrechtsfrage gemacht hatte, endlich zu bereinigen.
Schon wenige Wochen nach dem Rekord-Austausch im Juni 1985 flog Vogel nach Bonn, um Staatssekretär Rehlinger mitzuteilen, daß der Osten an einem raschen Abschluß des Falles Schtscharanski interessiert sei. Die Nachricht wurde sogleich nach Washington weitergeleitet.
Die Amerikaner stellten wieder Listen mit ausgemusterten Agenten zusammen - solchen, die man fordern, und solchen, die man loswerden wollte. In Bonn tagte ein Sonderstab, dem, unter Vorsitz von Rehlinger, Mitarbeiter des Kanzleramts sowie des Außen-, Innen- und Justizministeriums angehörten. Regelmäßig konsultierte Rehlinger Anwalt Vogel und die Bonner US-Botschaft, um die östlichen und westlichen Agenten-Kataloge aufeinander abzustimmen.
Honecker zeigte sich ebenfalls an einem neuen Agenten-Austausch interessiert. Gegen sein Ministerium für Staatssicherheit setzte der Staatsratsvorsitzende die Freigabe zweier Agenten durch. Das MfS hatte sich gesperrt, den westdeutschen Kaufmann und BND-Spion Dietrich Niestroj sowie den DDR-Ingenieur und CIA-Mann Wolf-Georg Frohn nach Westen ziehen zu lassen.
Der Osten konzentrierte sein Interesse auf drei in der Bundesrepublik inhaftierte Spione:
Detlef Scharfenorth, ein Diplomvolkswirt aus Ost-Berlin, hatte unter diversen Alias-Namen mindestens seit 1968 für das MfS in der Bundesrepublik gearbeitet. Er hatte Studenten mit monatlich 200 Mark "Unterstützung für ein bestmögliches Examen" geködert. Die Nachwuchs-Späher sollten, als Perspektivagenten, Stellen bei der Deutschen Bank oder in Bonner Ministerien anstreben. Die westdeutsche Spionageabwehr war auf Scharfenorth aufmerksam geworden, als der bei der studentischen Jobvermittlung der Universität Köln "Marktforscher" suchte. Der Agent wurde im September 1984 in Köln festgenommen und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
Der im März 1985 verhaftete Jerzy Kaczmarek hatte noch nicht vor Gericht gestanden. Der polnische Geheimdienstoffizier war in das Bremer Amt für Aussiedler und Spätheimkehrer eingeschleust worden, um zu erkunden, wie die Behörden in der Bundesrepublik Sicherheitsüberprüfungen bei Einwanderern aus Polen praktizierten.
Jewgenij Semljakow, Mitglied der sowjetischen Handelsmission in Köln, war von einem Düsseldorfer Gericht zu drei Jahren Haft wegen Spionage verurteilt worden. Er war dabei ertappt worden, wie er sich elektronische Präzisionsmeßinstrumente, Richtfunkantennen und Hochfrequenztransistoren verschaffen wollte - lauter Geräte, die auf der Embargoliste der Nato standen.
Unterbrochen wurden die Schtscharanski-Verhandlungen durch den Genfer Gipfel im November 1985: Gorbatschow fürchtete, eine Entlassung des Bürgerrechtlers vor dem Treffen mit US-Präsident Reagan könne ihm als Schwäche ausgelegt werden. Nachdem die Begegnung der beiden mächtigsten Männer der Welt harmonisch verlaufen war, durften die Austausch-Unterhändler fix zum Abschluß kommen. Kurz vor Weihnachten stand fest, welcher Häftling auf jeder Seite entlassen werden sollte.
Obwohl die Glienicker Brücke in der Austausch-Vereinbarung bereits als Schauplatz der Übergabe festgeschrieben war, versuchten die Amerikaner plötzlich, von diesem Ort wieder abzurücken. Sie schützten organisatorische Probleme vor, um eine Alternative zu der schon symbolträchtigen Agenten-Schleuse durchzusetzen. An der Glienicker Brücke, die von West-Berlin her nur über die alte Reichsstraße 1 zu erreichen war, werde es "einen entsetzlichen Medienrummel" geben, argumentierte Francis Meehan, Washingtons Botschafter in Ost-Berlin.
Längst war durchgesickert, daß der inzwischen weltbekannte Schtscharanski beim nächsten Austausch dabeisein werde. Und die US-Regierung wollte dem Regime-Kritiker partout ersparen, wie ein gemeiner Agent über die Brücke abgeschoben und dabei gefilmt zu werden.
Das Aufsehen, das der Austausch erregen würde, brachte die DDR-Führung nun erst recht dazu, an der Glienicker Brücke festzuhalten. Als Vogel dem SED-Chef von den Änderungswünschen der Amerikaner berichtete, fertigte Honecker seinen Vertrauten flapsig ab: "Das lassen wir so." Damit war für Vogel klar: "Diesmal wollte Honecker den Rummel."
Niemand hatte Anatolij Schtscharanski gesagt, was ihm bevorstand. Am 22. Januar 1986 war er plötzlich aus dem Arbeitslager bei Perm im südlichen Ural herausgeholt und in eine Sondermaschine nach Moskau gesetzt worden. Er kam ins Lefortowo-Gefängnis. Am Morgen des 10. Februar gab man ihm einen grauen Anzug, der für den schmächtigen Mann ein paar Nummern zu groß war, aber noch immer keine Erklärung. Mit einem KGB-Fahrzeug wurde er zum internationalen Flughafen Scheremetjewo gefahren und in eine Aeroflot-Maschine gesetzt.
Nach der Landung versuchte Schtscharanski erst einmal zu ergründen, wo er sich befand. Er las den Schriftzug "Interflug" an den parkenden Flugzeugen und die Buchstaben "DDR" und wußte nun, daß er in Ost-Berlin angekommen war.
Das Empfangskomitee in Ost-Berlin, bestehend aus zwei Stasi-Leuten und einem KGB-Offizier, brachte Schtscharanski sogleich zu Vogel. Während die Begleiter im Auto blieben, führte der Anwalt seinen Gast ins Haus, wo er ihn mit US-Botschafter Meehan bekannt machte. "Ich mußte ihm sagen, daß es sich um einen Austausch handelt, und habe ihm klargemacht, daß die anderen Agenten waren", erinnert sich Meehan. "Ich habe Schtscharanski
aber auch gesagt, daß wir, die US-Regierung, in den Verhandlungen darauf bestanden haben, den Vorgang so zu arrangieren, daß er allein vorneweg über die Brücke geht."
Seit Tagen drängelten sich auf der Westseite der Glienicker Brücke Hunderte von Fotografen, Kameraleuten und Reportern aus aller Welt. Eine Wohnwagen-Karawane lagerte vor dem Übergang von West-Berlin nach Potsdam - genau so, wie es Meehan prophezeit hatte.
Am Morgen des 11. Februar brachte eine amerikanische Militärmaschine jene fünf Häftlinge, die der Westen freigab, nach Tempelhof. Doch unmittelbar nach der Landung trat eine unerwartete Schwierigkeit auf. Der zuständige US-Marshal bestand darauf, daß der tschechische Spion Karel Köcher, der zusammen mit seiner Frau in den USA enttarnt worden war und nun ausgetauscht werden sollte, gemäß amerikanischer Vorschrift beim Verlassen des Flugzeuges mit Handschellen gefesselt werden müsse. Für die Ehefrau, die bereits in den USA auf freien Fuß gesetzt worden war, und für die drei Austausch-Häftlinge Scharfenorth, Kaczmarek und Semljakow aus der Bundesrepublik konnte diese Regel nicht gelten.
Das bedeutete eine Sonderbehandlung für einen einzelnen Gefangenen, die völlig ungerechtfertigt war. Aber der US-Marshal blieb hart. Der Tscheche mußte sich Handschellen anlegen lassen, um von Bord zu kommen.
Im Konvoi fuhren die Unterhändler mit den Austausch-Agenten anschließend zur Glienicker Brücke: ein Funkwagen mit Blaulicht vor Vogels goldfarbenem Mercedes, dann Meehan in seinem Buick-Dienstwagen, dahinter Burt, der inzwischen Botschafter in Bonn war, und Rehlinger in der Limousine des Bonner US-Diplomaten, schließlich zwei dunkelblaue Kleinbusse der US-Luftwaffe mit den fünf Gefangenen sowie weitere Begleitfahrzeuge.
Um 10.42 Uhr kam die Wagenkolonne an der Grenze an. Vogel und Meehan fuhren mit ihren Autos auf die Potsdamer Seite, um Schtscharanski und die anderen östlichen Gefangenen abzuholen. Auf die Glienicker Brücke geführt, fragte Schtscharanski: "Wo ist die Grenze?" - "Genau hier, dieser dicke weiße Strich", erhielt er zur Antwort.
Mit einem Freudensprung hüpfte der befreite Dissident über die Linie. In diesem Moment rutschte die zu große Hose, die nur von einer dünnen Schnur gehalten wurde. Schtscharanski mußte das Beinkleid mit einer Hand festhalten.
Wenige Minuten später durften die weniger prominenten Gefangenen auf die Brücke. Jaroslav Javorski, der wegen seines verkrüppelten Fußes humpelte, trug einen unförmigen Filzhut, um seinen im Lager kahlgeschorenen Kopf zu verdecken.
In Gegenrichtung ging zuerst das tschechische Agenten-Paar Köcher über die Grenzlinie, dann folgten der Russe Semljakow und der Pole Kaczmarek. Einer nach dem anderen wurde von den Abgesandten der Heimatländer in Empfang genommen, der Pulk auf der Brücke zerstreute sich.
Zuletzt stand nur noch der Stasi-Spion Detlef Scharfenorth mutterseelenallein herum. Da brauste Vogels Mercedes rückwärts auf ihn zu. Der Anwalt stieg aus und brummte kopfschüttelnd: "Herr Scharfenorth, Sie haben wir beinahe vergessen."
Um 11.31 Uhr wurden die Schlagbäume geschlossen. Auf der Glienicker Brücke kehrte wieder der stille, graue Alltag ein.
+++
ENDE
(c) 1997 SPIEGEL-Buchverlag, Hamburg. - Das Buch "Basar der Spione. Die geheimen Missionen des DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel" von Norbert F. Pötzl, dem diese Auszüge entnommen sind, erscheint am 22. August (542 Seiten; 49,80 Mark). * Marian Zacharski (l.), Alfred Zehe (M. vorn), Alice Michelson. * Im Vogel-Album mit einem Foto der Feier nach dem Agenten-Austausch 1985.
Von Norbert F. Pötzl

DER SPIEGEL 34/1997
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Der Makler der Agenten

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