06.08.2012

Altes Land, alte Ideen

Italiens Jugend ist der große Verlierer der Krise. Aus Akademikern werden Nesthocker, viele fliehen ins Ausland, wenige wagen sich zurück. Ein Streifzug durch ein Land im Umbruch.
Ein heißer Sommertag in Rom, auf den Hügeln über der Stadt treffen sich Europas Politiker, wieder einmal. Sie stehen in einer Medici-Villa, unter dem Wandfresko des Polyphem, des einäugigen griechischen Riesen, und lassen verlauten, wie sie Europa retten wollen: mit "Wachstum" und "Disziplin", mit "Hausaufgaben" und ohne Visionen.
Die Zukunft sieht düster aus derzeit, sie ist voller Versprechen und Beschwichtigung. Doch eine Zahl ist schmerzhaft konkret, sekundenlang hallt sie durch den Festsaal: "36 Prozent", Italiens neues Rekordhoch bei der Jugendarbeitslosigkeit. Ministerpräsident Mario Monti spricht sie aus. Er findet sie "inakzeptabel".
Am Ende des Treffens, im Labyrinthgarten aus Buchsbaumhecken, gruppieren sie sich zum Familienfoto: vier Europäer vor römischen Statuen, Angela Merkel, Mario Monti, François Hollande, Mariano Rajoy, Durchschnittsalter 60,25 Jahre. Junge Europäer misstrauen diesen Bildern wie diesen Protagonisten. Ihre Zukunft steht auf dem Spiel.
Am selben Abend füllt sich unten in der Stadt der alte Schlachthof in Testaccio. Dort gibt es ein Nachbarschaftszentrum mit Biomärkten und Büros für ethisch korrektes Leben. "L'altra economia" nennen sie es, Parallelwirtschaft.
Gustav Hofer und Luca Ragazzi, zwei Filmemacher, bauen ihre Leinwand auf. Sie zeigen ihren Film "Italy: Love It Or Leave It", in Italien ist er noch nicht oft gelaufen. Es geht um die sehr persönliche und ebenso politische Frage, ob man als junger Italiener das Land verlassen sollte oder nicht, es geht um Italiens Zukunft.
International war der Film ein Überraschungserfolg. Seit Monaten läuft er auf Filmfestivals in aller Welt, ist immer ausverkauft, immer Publikumsliebling. Bei den anschließenden Diskussionen sind Hofer, 36, und Ragazzi, 41, zu Kummerkästen geworden für Exil-Italiener, die das Heimweh plagt.
Der Film wurde vor zwei Jahren gedreht, als Silvio Berlusconi noch das Land regierte. Sie hatten es nicht geplant, aber jetzt, mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise, ist es, als stellten sie die richtige Frage am richtigen Ort. "Italien ist zum Symbol geworden", sagt Hofer, "hier entscheidet sich die Zukunft einer Generation für ganz Europa."
Hubschrauber kreisen jetzt am Abendhimmel, die Regierungschefs fliegen zurück in ihre Länder, im Film beginnt die Reise durch Italien. Nach Gründen zu bleiben fahnden ein Mönch, ein Dichter, ein schwuler Politiker, streikende Arbeiter, protestierende Frauen. Man sieht Berlusconi im Wahlkampf, Tittenfernsehen und jede Menge Tristesse. Man weiß nicht, ob man Italien noch mögen soll.
Und dann stellt sich eine junge Frau aus dem Publikum in den Lichtstrahl des Abspanns. Gehen oder bleiben, das sei nicht mehr die Frage, sagt sie. Sie habe Italien so viele Chancen gegeben, aber "Italien hat mich nicht gewollt". Ihre Stimme scheint zu brechen, sie sagt, Anfang August werde sie nach London auswandern, "für immer, ich habe keine Wahl".
Am nächsten Tag fährt diese Frau, Alessandra Bertolini, auf ihrem himmelblauen Fahrrad durch Rom. Sie sagt, sie werde das Plätschern der römischen Brunnen vermissen, die Gerüche des Essens in den Gassen, das Knattern der Motorini. Heimweh zerreißt ihr jetzt schon das Herz, darin ist sie sehr italienisch.
Alessandra Bertolini ist 36 Jahre alt, sie lebt noch bei ihren Eltern. Sie erfüllt das Klischee der italienischen Nesthocker - wider Willen.
Sie hat Architektur studiert, mit Bestnote abgeschlossen, war bald Jungunternehmerin, leitete Bauprojekte. Zuletzt war sie angestellt in einem Ingenieurbüro und vergeudete ihr Talent damit, Straßenbauprojekte so lange herunterzurechnen, bis die Sparversion umgesetzt wurde. Seit sechs Monaten bekommt sie kein Gehalt mehr, ihr Arbeitgeber steht vor der Pleite. Bei über 200 italienischen Firmen hat sie sich beworben, kein Wort gehört. Aber plötzlich, vergangene Woche, ging alles ganz schnell: drei Zusagen, aus Dubai und London, doppeltes Gehalt. "Ihnen gefiel, was so vielen an uns Italienern gefällt", sagt Bertolini und klingt gar nicht stolz. "Wir sind flexibel und belastbar, wir haben bewiesen, dass wir 'l'arte di arrangiarsi' beherrschen", die Kunst des Sich-Durchwurstelns. Sie steigt jetzt wieder auf ihr Fahrrad und sagt, dass sie es als persönliche Tragödie empfinde, zu einer Zeit gehen zu müssen, "in der mich mein Land am meisten braucht".
Die neuesten Zahlen sind tatsächlich alarmierend. Wer jung ist in Italien, wird nicht als Ressource gesehen, sondern als Last. Die Arbeitslosenquote von unter 25-Jährigen lag lange bei etwa 20 Prozent, jetzt ist sie auf 36 Prozent hochgeschnellt, das ist die Zahl, die Mario Monti so alarmiert. Im Süden, in einigen Städten Siziliens und Kalabriens, liegt sie bei über 50 Prozent, so hoch wie in Spanien und Griechenland.
Das liegt an Italiens extrem ungerechtem Arbeitsmarkt, der 50- bis 60-Jährige durch feste, nahezu unkündbare Verträge schützt. Junge hingegen werden miserabel bezahlt, mit befristeten Verträgen vertröstet und in Krisenzeiten als Erste entlassen. Kein Wunder also, dass zwei von drei Italienern unter 35 Jahren "mammoni" sind, Muttersöhnchen, die noch bei den Eltern wohnen. Anders ist es nicht möglich bei einem Einstiegsgehalt unter 1000 Euro und horrenden Wohnungsmieten.
Die Jungen bleiben also Statisten, ewige Praktikanten, ihnen wird wenig zugetraut. "Es fehlt der Hunger auf die Zukunft", schreibt die liberale Zeitung "La Stampa". Die Elterngeneration müsse einen Schritt zurücktreten, das wäre "das einzige wahre Geschenk" an den Nachwuchs. Oder, um es mit den Worten von Fußball-Nationaltrainer Cesare Prandelli zu sagen: "Italien ist ein altes Land mit alten Ideen. Vielleicht sind wir einfach noch nicht bereit zu gewinnen."
Italiener lieben ihre Heimat, aber sie hadern auch mit ihr, es wird viel gejammert und wenig angepackt. Die Zukunft, so heißt es, ist überall, nur nicht zu Hause. Und so ist in Italien ein Phänomen zu beobachten, das eher typisch für Entwicklungsländer ist: der Exodus der Elite, "la fuga di cervelli", die Flucht der Gehirne. Bis zu 60 000 junge Italiener verlassen das Land jedes Jahr, die Hälfte der 100 besten Wissenschaftler, so wird geschätzt, forscht im Ausland.
Eine der Ersten, die gingen, war Sandra Savaglio. Sie floh "in andere Universen", erst in die USA, dann nach Bayern ans Max-Planck-Institut. Nach Italien kommt sie nur noch der Kulisse wegen, in die Ferien oder zu internationalen Kongressen, wie jetzt im Juli. Sie steht vor einer verlassenen Abtei in der Toskana, eine zierliche blonde Süditalienerin in stockdunkler Nacht. Sie wendet den Kopf nur kurz von den Sternen und sagt, sie verdanke ihre Karriere den Steinen, die man ihr in den Weg gelegt habe. In Italien wäre sie nie so weit gekommen.
Sandra Savaglio ist ein Super-Brain, Astrophysikerin, eine der besten der Welt. Sie ging, weil ihr das widerfahren war, was Zehntausende junge Italiener hier so oft erleben. Nur dass sie den Mut besaß, es einem US-Journalisten zu erzählen. Vom Titelbild des "Time"-Magazins blickte sie damals stolz, die Sterne der Europaflagge trug sie wie eine Dornenkrone, darunter die Zeile: "Wie Europa seine Wissenschaftsstars verlor". Das war im Jahr 2004, sie war 36. Auf Kritik aus dem Ausland reagieren Italiener empfindlich, heute ist Savaglio berühmt in Italien, als Nestbeschmutzerin.
An der Sternwarte Monte Porzio bei Rom war sie das Mädchen aus Kalabrien, vielversprechend, aber nicht wichtig. Sie ging, weil ein Vorgesetzter sagte: "Sie wollen ihre Ergebnisse veröffentlichen? Gern, aber nur unter meinem Namen." Savaglio ging, weil sie eine Forschungsstelle bekommen hatte, aber von einem Vater verklagt wurde, der seine Tochter auf dieser Stelle wollte. Der Prozess dauerte vier Jahre, die Beklagte bekam ihre Stelle zurück - forschte aber längst an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Vor drei Jahren machte sie mit Kollegen eine Entdeckung, die weltweit für Aufsehen sorgte. Am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik lieferte sie den Nachweis, dass Galaxien im frühen Universum wesentlich weiter entwickelt waren als angenommen. Sandra Savaglio hat Italien längst hinter sich gelassen, aber sie macht sich Sorgen um den Nachwuchs. "Energie ist vorhanden", sagt sie, "aber sie wird nicht gebündelt. Italien fehlt der Fluss, der Austausch von Ideen und Menschen. Alle gehen, niemand kommt."
Italien verliert eine gesamte Generation, die junge Elite. In den fünfziger und sechziger Jahren zogen ungelernte Arbeiter mit Pappkoffern von der Stiefelspitze über die Alpen, heute flüchten Akademiker mit Diplom und Laptop. Aufgewachsen ist diese Elite mit einer Staatsverschuldung von jetzt 2000 Milliarden Euro, mit Korruption und Vetternwirtschaft.
Die "Generazione Mille Euro" ist immer noch gut ausgebildet, aber sie bekommt keinen Kredit von der Bank und kann keine Wohnung finanzieren. Noch hält sie still, Ausbruch liegt ihr näher als Widerstand. Wenn ihr aber nicht bald die 50- bis 60-Jährigen Platz machen, droht ein Generationskonflikt: Wütende Prekäre ziehen auf die Straßen gegen satte, auf ihren Posten Wurzeln schlagende Alte.
Callcenter als typische Arbeitsplätze sind ein Symbol dieser Generation, Billigflieger als Fluchtmöglichkeit das andere. In den Goethe-Instituten des Landes werden Deutschkurse längst "Nichts wie weg"-Kurse genannt und sind ausgebucht. In Oxford gibt es einen Think-Tank, in dem sich junge italienische Wissenschaftler Gedanken über römische Politik machen. Warum holt sie keiner zurück, mit Jobangeboten und Steuervorteilen?
Italiener haben zwei Erklärungen für ihr Dilemma: "gerontocrazia", Herrschaft der Alten, und "raccomandazioni", Empfehlungen. Beides führt dazu, dass Jobs an Familie oder Freunde vererbt werden. Universitäten, eine Bildungsinstitution, die hier erfunden wurde und Italiens Weltruhm mitbegründete, sind heute geistig verwaist. Nicht zuletzt wegen der prähistorischen "concorsi", der Auswahlverfahren für leitende Stellen an Schulen und Universitäten, bei denen die Bewerber in Turnhallen gepfercht werden und Aufsätze schreiben müssen wie in der Grundschule.
Kulturverfall, auch daran kranke das Land, sagt die Physikerin Savaglio. Diese fast pubertäre Anarchie, nicht vor roten Ampeln zu halten, weil das niemand tut, dieser lähmende Fatalismus, das war schon immer so, was will man machen. "Wir suhlen uns in unserer glorreichen Vergangenheit. Aber wem nutzen die alten Römer, wenn der Bus nicht fährt?" Was fehle, seien Respekt und Bürgersinn, Mitmenschen, die sich nicht nur für sich selbst verantwortlich fühlen, sondern für das Gemeinwohl, die "res publica".
Stattdessen die Flucht ins Ausland: Seit drei, vier Jahren wächst die Exilgemeinde in Berlin. Tausende junge Italiener ziehen jedes Jahr an die Spree, es gibt eine Kulturszene, Künstler, Filmemacher, die Neuankömmlingen beim Einleben in "la deutsche vita" beistehen. Zur Europameisterschaft trafen sie sich in der Kulturbrauerei, geladen hatte Andrea D'Addio, 30 Jahre alt, Römer mit Weblog und Gründer einer Fußballmannschaft im Lieblingsviertel der Exilanten: Prenzlauer Berg.
Von Berlin aus betrachtet, sagt D'Addio, wirke Italien wirklich trist und unbeweglich. Es gebe dieses Aufatmen am Flughafen Schönefeld, sagt er. Dieses Gefühl, endlich frei und ohne Erfolgsdruck und ohne Eltern leben zu können, an einem Ort, an dem Respekt zähle und Loyalität. Ja, sagt D'Addio, er sei fertig mit Italien, nach drei Jahren Berlin sei die Distanz zu Rom unüberwindbar. Nein, ihn plage es nicht, das schlechte Gewissen, nicht dabei zu sein bei der Krisenbewältigung in der Heimat.
Barbara Labate ist 35 Jahre alt, eine dunkle Sizilianerin und eine der wenigen, die den Mut hatten zurückzukehren. Sie steht vor einem weißen Klinkerbau in Catania, im Hintergrund der wolkenlose Ätna. Sie kam aus New York nach der Lehman-Pleite. Sie hatte an der Columbia-Universität studiert, wie ihre Tante, eine berühmte Archäologin, die nie mehr zurückwollte ins kaputte Europa.
Ihre Nichte wollte. Sie kam mit Heiligenbildchen, die ihr die Mutter vor jeder Reise in den Koffer gesteckt hatte, die heilige Barbara, dazu Madonnen, damit sie die Tochter beschützten.
Die hat mobile Downloads aus den Devotionalien gemacht. Sie wusste, sie hatte es geschafft, als sie Heiligabend vor vier Jahren vor dem Petersdom stand und von CNN interviewt wurde. Denn der Vatikan hatte Labates Bilder für "geschmacklos" befunden, eine bessere Werbung war nicht möglich. Fortan hielt sie fest an ihrer Idee, italienische Traditionen in die Moderne zu übersetzen.
Heute hat Labate Büros in Mailand und Catania, zehn Angestellte und eine viertel Million Kunden. Ihr Durchbruch war ein Rezept gegen die Krise, es kam ihr in einem sündhaft teuren Delikatessengeschäft im New Yorker Stadtteil Soho. US-Firmen boten ihr viel Geld für ihre Geschäftsidee, aber die Jungunternehmerin fand, Italien brauche sie dringender.
"Risparmiosuper" heißt ihre Erfindung, Supersparmarkt. Ein Portal, das Preise für Lebensmittel vergleicht und den Kunden Einkaufslisten erstellt, mit denen sie bis zu 50 Prozent sparen können. Gerade wurde sie von Italiens führender Wirtschaftszeitung für die beste Innovation des Jahres ausgezeichnet, und sie sondiert bereits den nächsten vielversprechenden Markt - den griechischen.
Labate sagt, Italienern mangle es an Ernsthaftigkeit und Tempo, sie reagierten allergisch auf alles Neue. Sie stöhnt über die vielen Behördengänge, die Rekordsteuerlast von bis zu 55 Prozent und 60-jährige Vorstandschefs, denen sie erklären muss, was Facebook ist. Sie sehnt sich ins Silicon Valley, wohin sie manchmal noch fliegt, weil sie dort "in einem Monat mehr gebacken kriegt als in Italien in einem halben Jahr". Warum kehrte sie trotzdem zurück? "Weil die Krise Italiens eine Chance ist", sagt sie. Weil es befriedigender sei, Zitronen in der eigenen Erde wachsen zu sehen, und sei die noch so karg. "Wer fortbleibt, überlässt nur denjenigen den Platz, vor denen er einst geflüchtet ist."
Auch Pier Luigi Celli hat sich eingemischt, Präsident der Luiss-Universität in Rom, einer der besten des Landes. Ende 2009 schrieb er einen Brief an seinen Sohn. "La Repubblica" veröffentlichte ihn und provozierte damit eine landesweite Debatte. Ausgerechnet der Chef einer Elite-Schmiede riet seinem Sohn, das Weite zu suchen. "Dein Ehrgeiz, Fleiß und Gerechtigkeitssinn", schrieb der Vater, zählten nicht mehr in diesem streitsüchtigen, mittelmäßigen Land. "Schau dich doch um, Italien verdient dich nicht, mach dein Examen und geh!"
Heute, zweieinhalb Jahre später, sitzt Celli an seinem Schreibtisch in Rom und klingt enttäuscht. Er sagt, sein Sohn sei in Italien geblieben. Mattia sei halt ebenso dickköpfig wie seine Schwester, die wurde Nonne und lebt im Konvent. Celli junior ist jetzt 26 Jahre alt, hat sein Ingenieursexamen gemacht, will in die Raumfahrt. Noch klebt er am Boden als einer der prekären Dauerpraktikanten.
Wenn der Vater sich jedoch heute umschaut in Italien, empfinde er trotzdem so etwas wie Hoffnung, sagt er. Die Leidenschaft seiner Studenten, wenn sie ihm von ihren Start-up-Plänen berichten, eine Regierung aus Fachleuten, die ungeahnten Reformeifer an den Tag legen: heraufgesetztes Rentenalter, liberalisierter Arbeitsmarkt, gelockerter Kündigungsschutz. Das ist mehr, als Montis Vorgänger in all ihren Amtsjahren geschafft haben. Das ist ein anderer Ton als der von Berlusconi, der einer Studentin auf die Frage, wie sie ohne Job eine Familie gründen soll, riet: "Heiraten Sie doch einen meiner Söhne!"
Auch wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt verheerend sei, sagt Celli, würde er den Brief an seinen Sohn heute so nicht mehr formulieren. Es werde noch Jahre dauern mit den Reformen, "aber die Gefahr, dass Italien bald Entwicklungsland ist", die sei gebannt.
Bislang also träumt Mattia von einer Zukunft in Rom, Barbara spart in Catania, Alessandra baut in London, Sandra forscht in Bayern. Und die Filmemacher Gustav und Luca sammeln weiter Geschichten einer verlorenen Generation. Ihre Absicht, nach Berlin zu ziehen, haben sie vertagt. Sie seien Chronisten in einem Land im Umbruch, sagen sie, sie müssten bleiben. Das klingt nach Neuanfang, nach gutem Stoff für einen nächsten Film.
Von Fiona Ehlers

DER SPIEGEL 32/2012
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