06.08.2012

TV-KONZERNESenderchef begründet Abgang mit Kostendruck

Vorige Woche verkündete der kriselnde Sender Sat.1 den Abgang seines Chefs Joachim Kosack, 47, der zum Filmproduzenten Ufa wechselt. Zwei Tage später meldete der Mutterkonzern ProSiebenSat.1 steigende Gewinne und eine enorm hohe operative Rendite von über 30 Prozent. Die guten Ergebnisse kommen seit Jahren auch durch einen erheblichen Kostendruck beim Programm zustande. Mit diesem Sparzwang hat Kosack nun intern seinen Ausstieg begründet. Vor Mitarbeitern sagte der Senderchef, er wolle kein Programm machen, hinter dem er nicht aus voller Überzeugung stehe. Bei der Ufa heißt es, man habe ihm eine Rückkehr schon vor zwei Jahren in Aussicht gestellt. Kosack hatte bereits von 1996 bis 2006 für das Potsdamer Unternehmen gearbeitet. Den Job als Sat.1-Geschäftsführer hatte er erst vor zehn Monaten angetreten; er ist der fünfte Senderchef binnen fünf Jahren. Kosack war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

DER SPIEGEL 32/2012
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Senderchef begründet Abgang mit Kostendruck

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