03.09.2012

KARRIERENAlpträume eines Riesen

Es war einmal ein imposantes Talent, aus dem der machtversessene und machtvergessene Kanzler Helmut Kohl wurde. Aber wie kam es dazu? Davon erzählt eine voluminöse Biografie, die nun auf den Markt kommt. Von Gerhard Spörl
Er war sehr groß und schlank, das Haar schon etwas schütter, die Stimme um Hochdeutsch bemüht. Er war jemand, der Beachtung verdiente, denn mit Ende dreißig schon Ministerpräsident zu sein war damals noch ungewöhnlicher als heute.
Früh schon reiste Günter Gaus, der bald Chefredakteur des SPIEGEL werden sollte, zur Begutachtung dieses neuen Typus eines konservativen Politikers nach Mainz und schrieb über die Begegnung: "Er gab sich zeremoniös beim Öffnen der Flaschen, Beriechen der Korken, Schnuppern der Blume. Von Zeit zu Zeit stand er auf und wechselte eine Kassette mit Barockmusik."
Später wollte der Großverleger Axel Springer wissen, was es mit diesem jungen Herrn Kohl auf sich habe, über den man so viel Gutes hörte, und so schickte er seinen "Welt"-Chefredakteur Herbert Kremp nach Mainz, der seine Eindrücke so schilderte: "Das ganze Ambiente, der gutmütig-raue Umgang mit seiner stets missgelaunten Frau, die den an sich harmlosen Koloss gern ins Rustikal-Biedermeierliche domestizieren würde, verraten Schlauheit. Er personifiziert nicht die Tür, die zuknallt oder aufgeht, sondern die Angel, in der sie sich bewegt."
Neues über Helmut Kohl? Eigentlich glaubt man, alles zu wissen über den Kanzler der Einheit und der Parteispenden. Der späte Kohl, drei Zentner schwer, das Gesicht zerfurcht, das Gemüt voller Misstrauen, ist so dominant, dass sich die naheliegende Frage kaum noch stellt, warum er so geworden ist, wie er ist.
Es ist ja auch wahr, dass Helmut Kohl früh schon unübersehbar Helmut Kohl war. Das Genießerische und die Vorliebe für Vivaldi, dazu die Jovialität des Machtmenschen, der fast naiv selbstbezogen wirkt - diese Eigenschaften gehören zu ihm, als wären sie ihm angeboren. Auch die Begrenzungen fallen den ersten Besuchern des Mainzer Ministerpräsidenten auf. Für ihn sind Menschen wichtiger als Inhalte. Originalität strebt er nicht an, er bewegt sich in den Bahnen, die andere geebnet haben.
Aber am frühen Kohl fällt auch die Leichtigkeit des übergroßen Talents auf. Er strahlt Optimismus aus und besitzt die Aura der Selbstgewissheit. In der Generation der um 1930 Geborenen ist er die größte Begabung, und deshalb stehen auch unabhängige Köpfe wie Richard von Weizsäcker oder Kurt Biedenkopf in seinem Bann. Denn damals ist Kohl ein entschlossener Reformer, der aus der katholischen Honoratioren-CDU eine moderne Volkspartei schmiedet und ihr eine neue Richtung gibt.
Zu den Rätseln dieses Lebens gehört die Verwandlung des jungen begabten Herrn Kohl in "Birne", den Provinzler mit dem pfälzischen Idiom, von dem Franz Josef Strauß in bebender Verachtung sagte, er sei "total unfähig" und werde "nie Kanzler werden". Seltsam ist auch, wie schnell Kohl den Faden verliert, als er Kanzler geworden ist, und immer wieder schwere Fehler begeht, die den Zweifel an seiner Eignung zum Regieren vertiefen. Erst bei der Wiedervereinigung macht er vieles richtig, weshalb Rudolf Augstein in einem vielzitierten Kommentar schreibt: "Glückwunsch, Kanzler!"
Ein pralles Leben in der Politik und für die Politik. Eine Fülle von kleinen und großen Dramen. Deutsche Geschichte, die in Weltgeschichte übergeht. Kohl ist der bedeutendste deutsche Bundeskanzler neben Konrad Adenauer, wobei beiden der Abschied in Würde grandios missglückt. Bei Helmut Kohl kommt noch die späte Familientragödie um seine Frau und die entfremdeten Söhne hinzu.
An Büchern über Kohl mangelt es nicht, aber erst jetzt erscheint eine klassische Biografie, die Person und Werk einordnet und deutet. Geschrieben hat sie Hans-Peter Schwarz, 78, ein Doyen unter den deutschen Historikern. Er lehrte in Bonn, von ihm stammen Studien über die Anfänge der Bundesrepublik und Konrad Adenauer, über Ernst Jünger und Axel Springer. Nun kommt seine voluminöse Kohl-Biografie auf den Markt(*).
An seinem Buch hat Schwarz drei Jahre lang gearbeitet, dafür hat er 50 Politiker interviewt. Besonders ergiebig seien Heiner Geißler, Horst Teltschik und Rupert Scholz gewesen, sagt er. Walther Leisler Kiep und Kurt Biedenkopf stellten ihm unveröffentlichte Tagebücher zur Verfügung. Er besuchte Helmut Kohl in Oggersheim. So entstand eine detailreiche und meinungskräftige Biografie.
Ihre Stärke liegt im Übergang zur Mentalitätsgeschichte, in der Beschreibung, wie sich das historische Bewusstsein und die Lebenshaltung der Kriegskinder ausprägen, zu denen Helmut Kohl gehört. "Der Krieg und die propagandistische Verführung durch das NS-Regime bilden
eine Urerfahrung seiner Generation", schreibt Schwarz. "Auch Riesen vergessen die Traumata der jungen Jahre nicht." So schließt die Biografie eine Lücke, denn der Kanzler Kohl sprach zwar fast obsessiv über die deutsche Geschichte, aber seine Erlebnisse in der Hitler-Zeit tauchen nur anekdotisch auf.
Helmut Kohl war knapp drei Jahre alt, als sich Hitler die Macht nahm. Er war 15, als Deutschland bedingungslos kapitulierte. Er war zu jung, um Soldat werden zu müssen. Er war aber zu alt, um nicht zu verstehen, was in Hitler-Deutschland und im Krieg vor sich ging. Sein Vater nahm am Krieg im Osten teil. Zu Hause sagte er über die Kriegsverbrechen in Polen: "Wenn wir das büßen müssen, was wir dort anrichten, dann haben wir nie mehr etwas zu lachen."
Die Familie Kohl lebte in Ludwigshafen. Auf die Stadt fielen 40 000 Sprengbomben und 800 000 Brandbomben bei 124 alliierten Luftangriffen. Kohl schreibt in seinen Memoiren, dass die Angst, die ihn damals erfüllt habe, zu einem beherrschenden Lebensgefühl geworden sei.
Kohl gehörte dem Jungvolk der Hitler-Partei an. Seit September 1944 half er beim Löschen der Brände nach den Fliegerangriffen, beim Bergen der Verschütteten und beim Ausgraben der Leichen. Sein Bruder Walter, der zur Wehrmacht eingezogen wurde, starb mit 19 Jahren bei einem Tieffliegerangriff.
Eindringlich schildert der Historiker Schwarz, was solche Erfahrungen für die Generation Kohl bedeuten: "Die meisten dieser Kinder haben in jenen Jahren mehr erlebt als die später Geborenen in einem ganzen langen Leben: die tägliche Sorge um die Familienangehörigen bei der Wehrmacht, Entsetzen über die Todesanzeigen, Wellen von Angst in den Luftschutzkellern und Hochbunkern, Hass auf die Feinde und zunehmenden Zynismus gegenüber dem NS-Regime."
Schwarz reiht Kohl und seine Generation unter die "Alt-45er" ein. Hitler hat sie um ihre Jugend gebracht.
Der Kanzler Kohl hat später einen anderen Begriff geprägt: die "Gnade der späten Geburt". Dafür hat er Hohn und Spott geerntet. Was er aber damit gemeint hat, bleibt bis heute unklar. Sein Biograf Schwarz meint, Kohl habe sagen wollen, dass Kriegskindern wie ihm kein Vorwurf gemacht werden dürfe. Aber wer wollte das? Nicht einmal die 68er-Generation hat die Generation Kohl für Hitler oder Auschwitz verantwortlich gemacht.
Mit seinen Erfahrungen hätte Kohl eigentlich eine eindrucksvolle Rede über die Kriegserlebnisse der Kriegskinder halten können. Er hat es nicht, vermutlich hält er Selbstreflexion bis heute für nutzloses Tun. Darin ist er Helmut Schmidt oder Hans-Dietrich Genscher ähnlich, die auch nur episodisch von ihren Kriegserfahrungen berichtet haben. Die großen Ausnahmen bilden Willy Brandt und Richard von Weizsäcker. Es war Weizsäcker, der 1985 die überfällige große Rede über die Deutschen und das Kriegsende hielt - über den Grundwiderspruch, dass die Kapitulation auch Befreiung bedeutete.
Als die Bundesrepublik gegründet wurde, war Helmut Kohl 19 Jahre alt. Desillusionierte Kriegskinder wie er übernahmen allmählich das neue Koordinatensystem. Auch dafür findet der Biograf Schwarz erstaunlich drastische Formulierungen: Dieser Generation seien alsbald der demokratische Rechtsstaat, die Einbindung der Republik in den Westen und der Abscheu vor totalitären Systemen genauso geläufig gewesen wie zuvor der Nationalismus und der nationalsozialistische Glaube an die deutsche Sendung.
Schon als Schüler treibt es Kohl in die Politik. Noch ist die CDU eine bürgerlich-katholische Partei, beherrscht von der Weimarer Generation. Jetzt rollt er sie systematisch auf, erst in Ludwigshafen, dann in Mainz und endlich in Bonn, der Hauptstadt der Westrepublik.
Er ist eine Kraftnatur, bürgernah und unkonventionell. Er schwingt sich auf zum Matador der Kriegskinder in der CDU. Er liegt gut im Wind, denn auf Bundesebene ist die CDU/CSU 1969 aus der Regierung gefallen. Die Zeit der Mitläufer und NSDAP-Mitglieder ist abgelaufen. Die CDU braucht neue Gesichter mit frischer Biografie. Sie sucht nach einer neuen Strategie gegen die sozial-liberale Koalition, gegen Brandt und Schmidt.
Sie findet Kohl, einen ideenreichen Jungspund, der dem SPIEGEL im Jahr 1970 imponiert: "Helmut Kohl ist ein Würdenträger, der das Lachen verbeißt, wenn pathetische Momente nahen. Theaterlust glitzert in seinen Augen, ehe er vor Honoratioren mit Sonntagsröcken in gespieltem Ernst erhebende Lehrformeln hersagt."
Die Zäsur in Kohls Leben liegt im Jahr 1976. Damals ist er Kanzlerkandidat der CDU/CSU und gewinnt die Wahl mit 48,6 Prozent gegen Helmut Schmidts 42,6 Prozent. Dennoch bleibt Schmidt Kanzler, weil die FDP den Koalitionswechsel noch nicht wagt. Kohl verlässt seine Festung Mainz und geht nach Bonn. Und dort wird dem vitalen Talent der lebenslustige Optimismus ausgetrieben.
Kohl zerbricht fast an zwei Gegnern, denen er intellektuell unterlegen ist. Der eine Gegner ist Helmut Schmidt, der Bundeskanzler. Er kann vieles, was Kohl nicht kann: Er ist ein Virtuose der Selbstinszenierung im Fernsehen, dem neuen Medium. Er ist ein Experte der Weltwirtschaft und Nuklearstrategie, dazu ein vorzüglicher Redner mit Ausstrahlung ins bürgerliche Lager hinein.
Der andere Gegner, der Kohl bis aufs Messer bekämpft, ist Franz Josef Strauß. Strauß ist ein brütender und brodelnder Macht-Vulkan. In seiner berühmten "Wienerwald-Rede" wütet er vor seinem Hofstaat gegen Kohl: "Ich sage auch jetzt hier eines verbindlich, a) ich will nicht und werde nie Kanzler werden, b) Herr Kohl, den ich trotz meines Wissens um seine Unzulänglichkeit unterstützt habe, wird nie Kanzler werden. Er ist total unfähig, ihm fehlen die charakterlichen, die geistigen und die politischen Voraussetzungen. Ihm fehlt alles dafür."
In diesen zügellosen Machtkämpfen verliert Kohl das Leichte und Unkonventionelle. Er schnurrt auf den Kern seiner Existenz zusammen, und der liegt im Pfälzischen. Mit provozierender Selbstverständlichkeit spricht er jetzt den heimischen Dialekt, der den Menschen dort armsdick aus der Kehle springt. Die Pfalz, historisch hin- und hergerissen zwischen Deutschland und Frankreich, wird Kohl zu "einer Art Mikrokosmos der Reichsgeschichte, vieldeutig, spannungsreich, zwischen Katastrophen und Aufschwüngen wechselnd", schreibt Schwarz. Fortan schleppt er Staatsgäste auf das Hambacher Schloss, in den Speyrer Dom und in den "Deidesheimer Hof" zum Saumagen-Essen.
Kohl, verschrien als Provinz-Heini, strengt sich an, seine Schwäche in Stärke zu verwandeln. Aus dem menschenfreundlichen Jungtalent schält sich der machtversessene, machtvergessene Kanzler heraus. Der Reformer gefällt sich plötzlich im Antimodernen und propagiert die "geistig-moralische Wende" gegen den linken Zeitgeist.
Die Angst ist wieder da. Diesmal ist es die Angst vor dem Machtverlust, vor dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit.
Für Kohl ist diese Häutung nötig, damit er "den langen Marsch durch die Wüste Gobi" überlebt, wie er die Jahre der Anfeindung nennt. Am 1. Oktober 1982 ist er am Ziel. Davon gibt es ein Foto, auf dem ihm das Glück ins Gesicht geschrieben steht: Helmut Kohl ist gerade als Kanzler vereidigt worden und sitzt zum ersten Mal auf der Regierungsbank. Selig lächelt er in sich hinein. Er ist ganz bei sich. Was er menschlich verloren hat, hat er politisch gewonnen.
Als Kanzler wirkt Kohl in seinen schlechten Phasen wie einer, der es nie richtig lernt. In seinen guten Phasen ist er ein geachteter Staatsmann, im Ausland mehr noch als im eigenen Land. Ruhiges Regieren ohne Peinlichkeiten stellt sich in den 16 Amtsjahren so gut wie nie ein.
Als sich die Chance zur Wiedervereinigung ergibt, ist er der richtige Kanzler zur richtigen Zeit. Jetzt zahlt sich aus, dass er für den amerikanischen Präsidenten eine berechenbare Größe ist. Margaret Thatchers und François Mitterrands verzweifelte Versuche, das Rad der Geschichte anzuhalten, bewirken nichts mehr. Kohls Meisterleistung besteht darin, dass Deutschland in der Nato und damit im Westen verankert bleibt. Es bleibt alles beim Alten.
Fast alles. Denn damals legt die Regierung Kohl auch die Grundlagen für das neue Europa. Europa ist seine Leidenschaft, darin liegt die einzige Konstante in seinem politischen Leben. Europa gewährleistet aus der Sicht des Kriegskindes, dass die Länder nicht mehr in Kriege und Nationalismus zurückfallen.
Schon im Jahr 1976 setzt er in der CDU ein bemerkenswertes Europa-Manifest durch. Darin steht, das Ziel sei ein europäischer Bundesstaat mit einem "von allen Bürgern gewählten Parlament, eine europäische Regierung, die allein diesem Parlament verantwortlich ist, eine europäische Staatenkammer, ein europäischer Gerichtshof". Diese Institutionen sollen nach und nach gebildet werden. Kohls vereintes Europa ist dem politischen System der Bundesrepublik nachgebildet.
Als Deutschland wiedervereint ist, greift Kohl das Ziel auf und will Europa politisch vorantreiben. Dagegen aber sträubt sich Frankreich. Mitterrand und auch Jacques Delors, der Präsident der Brüsseler Kommission, wollen nur die neue gemeinsame Währung, den Euro, nicht aber ein politisch geeintes Europa nach deutschem Vorbild.
Ein Machtkampf bricht aus, in dem Kohl eigentlich viele Trümpfe hält. In den Jahren nach der Wiedervereinigung ist er die mächtigste Führungspersönlichkeit in Europa, der jetzt sogar "neo-bismarckische Qualitäten" zugeschrieben werden. Aber er macht nicht viel daraus.
Eine Weile kämpft er für seine Idee vom politisch geeinten Europa, dann fügt er sich: "Wieder einmal hat ein französischer Präsident demonstriert, dass der Euro nicht primär ein großer Schritt zum vereinten Europa ist, sondern ein Instrument, um die Dominanz der D-Mark zu beseitigen", schreibt Schwarz.
Der Historiker beschreibt die Jahre bis zum Maastricht-Vertrag ebenso spannend wie Kohl-kritisch. Dabei schöpft er aus unveröffentlichten Aufzeichnungen, die ihm Kurt Biedenkopf überlässt.
Biedenkopf ist damals der Gegenspieler des Kanzlers. Er erinnert daran, was Kohl aufgibt: "Eine Währungsunion ohne politische Union macht keinen Sinn." In einem SPIEGEL-Interview im Juli 1997 sagt Biedenkopf fast prophetisch, ihn beunruhigten die heterogenen EU-Volkswirtschaften, weil so einige Länder "mit in den Strudel gerissen werden", falls das System nicht funktioniere. Am Ende hat der Kanzler Not, die neue Währung in der eigenen Partei durchzusetzen.
Was bleibt von diesem Kanzler? Die Wiedervereinigung. Europa, das für die Kriegskinder wichtiger ist als für deren Erben. Fast 60 Jahre Leben in der Politik vom Kriegsende bis zur Jahrtausendwende. Herrschaft über die CDU, von der seine Nachfolgerin nur träumen kann. Ein Kanzler, der ebenso wenig wie Adenauer loslassen konnte. Aber auch die Zerstörung seines Werks, weil er sein Ehrenwort über das Recht stellte und die Millionenspender nicht nennen mochte. Als die Partei nicht amüsiert war, gab er seinen Ehrenvorsitz ab. Alte Weggefährten brachen mit ihm.
Ein trostloser Ausklang.
Heute ist Helmut Kohl 82 Jahre alt und ein kranker Mann in Oggersheim. Patriarch und Partei wünschen sich ein bisschen Frieden miteinander. Wann immer sich ein unverdächtiges Jubiläum bietet, feiern Angela Merkel, sein Ziehkind, und die Partei, die jetzt ein Merkel-Produkt ist, ihren längstdienenden Bundeskanzler.
Am 1. Oktober ist es wieder so weit, dann jährt sich seine Wahl zum Kanzler zum 30. Mal. Gefeiert wird im Deutschen Historischen Museum in Berlin, das Kohl bauen ließ. Angela Merkel hält die Würdigungsrede, und auch Jacques Delors wird das Wort ergreifen.
Sie werden von seinen Verdiensten reden. Vom Erfüllten dieses Lebens, zu dem auch das Unerfüllte gehört, das die Nachkommen heute bis zum Zerreißen beschäftigt. ◆
(*) Hans-Peter Schwarz: "Helmut Kohl. Eine politische Biografie". dva, München; 1056 Seiten; 34,99 Euro.
Von Gerhard Spörl

DER SPIEGEL 36/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 36/2012
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

KARRIEREN:
Alpträume eines Riesen

  • "Lady Liberty": Demokratie-Aktivisten errichten Statue in Hongkong
  • Filmstarts: "Man kriegt, was man verdient hat."
  • Webvideos der Woche: Kajakfahrer entgehen Felssturz knapp
  • Historische Bestmarke: Marathon in unter zwei Stunden