15.10.2012

Später Star

Später Star
Sie galt bei ihren Landsleuten als unscheinbar und langweilig: Danuta Walesa, 63, Ehefrau des Friedensnobelpreisträgers Lech Walesa, 69, die zu Hause acht Kinder großzog, während ihr Mann an der Spitze der Gewerkschaft Solidarnoś ć das Regime der Kommunisten ins Wanken brachte und 1990 Staatspräsident wurde. Doch nun ist Danuta ein Star: Am Donnerstag vergangener Woche hatte das Theaterstück "Danuta W." in Danzig Premiere, eine Adaption ihrer Autobiografie "Träume und Geheimnisse". Das Buch, mehr als 370 000-mal verkauft, ist ein Bestseller. Darin beschreibt Frau Walesa offen, wie ihre Liebe zu Lech langsam verblasste, als dieser Geschichte schrieb: "Nachdem die Solidarnoś ć gegründet war, verschwand er als Vater und als Ehemann", heißt es. Die Botschaft seiner Frau scheint bei Lech Walesa angekommen zu sein. "Er unterhält sich öfter mit uns, aber auch mit Mama", berichtete kürzlich sein jüngster Sohn Jaroslaw. Zur Premierenfeier in Danzig erschienen die Walesas gemeinsam.

DER SPIEGEL 42/2012
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