29.10.2012

AFFÄRENBernies Gesetze

Formel-1-Herrscher Bernard Charles Ecclestone muss damit rechnen, in München angeklagt zu werden. Viele sähen ihn gern vor Gericht. Mit 82 Jahren kämpft er um sein Lebenswerk.
Der Mann, der Bernie Ecclestone zu Fall bringen könnte, hat über sein eigenes Leben die Kontrolle verloren. Gerhard Gribkowsky plagen seit Monaten Schmerzen in der Schulter, auch zum Zahnarzt müsste er mal. Aber er kann zur Untersuchung nicht einfach in eine Praxis gehen. Er muss Anträge stellen, auf Genehmigungen hoffen. Und warten. Bis erlaubt wird, dass ein Arzt kommt. Gribkowsky selbst darf seine Unterkunft nicht verlassen. Es ist die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.
In seinem früheren Leben ist Gribkowsky als Banker viel in der Welt des Geldes unterwegs gewesen. Jetzt, mit 54 Jahren, sitzt er im Gefängnis, weil ihm das Geld zu Kopf gestiegen war. Verurteilt wurde er Ende Juni zu achteinhalb Jahren wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung. Danach hoffte er auf Milde, zum Beispiel darauf, als Freigänger eine Weile draußen bleiben zu können, wenigstens so lange, bis das Urteil des Landgerichts München I rechtskräftig wird. Gericht und Staatsanwaltschaft war das Risiko der Flucht zu hoch. Antrag abgelehnt.
Nun teilt er sich eine Zelle mit wechselnden Häftlingen, einer war dem Selbstmord nahe. Gribkowsky redete mit ihm, damit er sich nicht aufhängt, wie es in Nachbarzellen wiederholt geschieht. Um den Knastalltag zu ertragen, bleibt Gribkowsky der Gefängnisseelsorger.
Er hätte gern ein paar Zugeständnisse, die ihm die Haft erleichtern oder sogar verkürzen. Zu verlieren hat er ohnehin nichts mehr. Und er weiß angeblich viel. Das macht ihn zum idealen Kronzeugen der Münchner Staatsanwaltschaft.
Sie bereitet derzeit eine Anklage gegen Bernard Charles Ecclestone vor, den Boss der Formel 1, und schon im November könnte es so weit sein. Belastet wird Ecclestone vor allem von Gribkowsky. Dessen Aussagen sollen helfen, den Briten der Bestechung zu überführen. Der Bestochene soll auf den Bestechenden zeigen, und es sieht so aus, als ergreife Gribkowsky diese Chance, seine Lage zu verbessern.
Käme es vor dem Landgericht tatsächlich zum Prozess, dann wäre das Verfahren gegen Gribkowsky bloß der Auftakt gewesen für das wahre Spektakel: Ecclestone vor dem Richter. Im Saal säße ein greiser Unternehmer als Angeklagter, klein an Statur und groß an Einfluss, ein Milliardär, der seinen Reichtum mit Cleverness angehäuft hat und es gewohnt ist, nach eigenen Gesetzen zu handeln, Bernies Gesetzen. Es ginge, ganz praktisch, darum, ob Ecclestone weiterarbeiten könnte als oberster Manager der Formel 1 oder seinen Posten aufgeben müsste.
Hinter dem Kronzeugen Gribkowsky steht ein ganzer Schwarm: Juristen, Banken, Politiker, Geschäftsleute und Konzerne haben jeweils ihr eigenes Interesse daran, dass Ecclestone vor Gericht zappelt. Sie wollen sich mit ihm als Beute schmücken, sie wollen etwas von seinem Geld abhaben oder ihn loswerden, weil seine Methoden ihnen nicht passen.
Am Ende stünde die Frage: Was bleibt übrig vom Lebenswerk des 82-Jährigen?
Seit 40 Jahren kümmert sich der Brite um die Formel 1, mit viel List hat er aus einem Wanderzirkus die ertragreichste Roadshow der Welt gemacht. Er versteht es, die Gier der Menschen für seine Zwecke einzusetzen. So hat es immer funktioniert. Bis jetzt.
Ecclestone und seine Familienstiftung hatten Gribkowsky 44 Millionen Dollar gezahlt, und der kassierte das Geld, heimlich über eine eigene Stiftung in Österreich und vorbei am deutschen Fiskus. Als Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, der BayernLB, hatte er 2005 dafür gesorgt, dass deren Anteile an der Formel-1-Holding bei einem Käufer landeten, der dem Chefmanager genehm war. Ecclestone hatte im vergangenen November als Zeuge vor Gericht eingeräumt, Gribkowsky all die Millionen gegeben zu haben, sagte aber, er habe sich von ihm erpresst gefühlt. Das halten die Ermittler für eine Ausrede. Sie glauben, was Ecclestone weiterhin bestreitet: dass er den Banker schlicht geschmiert habe.
In seinem eigenen Prozess hat Gribkowsky zum Schluss so ziemlich alles zugegeben, was ihm vorgeworfen wurde, und dafür ein milderes Urteil bekommen. Drei Wochen nach seiner Verurteilung erweiterte er seine Aussagen sogar um einen wichtigen Punkt - diesmal als Zeuge gegen Ecclestone. Fünfmal vernahmen ihn die Staatsanwälte in dieser Sache, innerhalb von nur zwei Wochen. Am 18. Juli gab Gribkowsky in Raum C 530 zu Protokoll, Ecclestone habe ihn mehrmals als "civil servant" oder "civil servant banker" bezeichnet. Und die Bank gern als "Beamtenladen".
Die BayernLB gehört teilweise dem Freistaat, und Gribkowsky behauptet auf einmal, der Formel-1-Chef habe das gewusst. Würde das stimmen, dann hätte Ecclestone laut Staatsanwaltschaft einen Amtsträger korrumpiert. Ecclestone allerdings will Gribkowsky nie so bezeichnet haben. Vorerst steht Aussage gegen Aussage. Aber die Staatsanwälte sehen darin Grund genug, die Anklage gegen Ecclestone voranzutreiben.
Dass die Münchner so eifrig ermitteln, liegt womöglich auch daran, dass ihr Ruf etwas gelitten hat. Die Strafverfolger führten in den vergangenen Jahren einige Korruptionsverfahren gegen Großkonzerne wie MAN, Siemens oder Ferrostaal, die allesamt mit großer Bugwelle begannen. Meist endeten sie mit Geldbußen. Das spülte zwar Millionen in die Staatskasse, zu Haftstrafen verurteilt wurde jedoch kaum einer der Bosse.
Im bayerischen Justizministerium schaut man deshalb interessiert auf die Arbeit der Münchner Ermittler. In der Behörde heißt es, vor den Landtagswahlen im nächsten Jahr solle der Eindruck vermieden werden, "Großkopferte" wie Ecclestone könnten sich mit Geld vor einem Prozess drücken. Und falls Ecclestone im Fall einer Verurteilung zusätzlich etwas zahlen müsste, könnte sich das Finanzministerium auch gleich freuen.
So viele Feinde. Und es sind noch mehr. Nicht nur die Politik, sondern auch frühere Eigentümer der Formel 1, die sich geprellt fühlen, setzen Ecclestone zu. Seit 2000 ist die Rennserie durch viele Hände gegangen. Zuerst hatte sich die New-Economy-Sternschnuppe EM.TV eingekauft, dann übernahm die Kirch-Mediengruppe, und als die pleiteging, landeten die Anteile bei Kirchs Hauptgläubiger, der BayernLB. Vielen aus diesem Kreis käme es sehr gelegen, wenn Ecclestone vor Gericht gezerrt würde. Sie wittern eine Chance, an sein Geld heranzukommen.
Es geht so weit, dass die Constantin Medien AG mitmischt, eine Produktionsfirma von Filmen und Sportsendungen, die kaum etwas mit der Formel 1 zu tun hat. Doch weil sie aus EM.TV entstand und somit als Rechtsnachfolgerin gilt, erhebt auch sie Ansprüche. In London hat sie Ecclestone auf Schadensersatz in Höhe von 171 Millionen Dollar verklagt. Nun hofft sie darauf, dass die Ermittlungen gegen Ecclestone in München zu ihren Gunsten ausgehen. Inzwischen hat sie dort Akteneinsicht bekommen, auf monatelanges Drängen ihres Anwalts hin: Peter Gauweiler, des Nächsten aus dem Schwarm von Ecclestones Feinden.
Der Münchner CSU-Politiker hat beste Kontakte, und er macht Druck, wo er nur kann. So hatte er der Staatsanwaltschaft ein Schreiben geschickt, das offenbar gewirkt hat. Gauweiler wies darauf hin, dass sich die BayernLB ja vielleicht der Untreue schuldig mache, wenn sie Ecclestone nicht auf Schadensersatz verklage und damit womöglich auf Millionen verzichte, die ihr zustünden. Die Staatsanwaltschaft fand das ebenfalls nicht abwegig und leitete ein Prüfverfahren ein.
Seit voriger Woche möchte die BayernLB, Gribkowskys frühere Bank, sehr viel mehr Geld von Ecclestone sehen, als sie lange Zeit gefordert hatte: nun insgesamt 416 Millionen Dollar. Fast alles davon, 350 Millionen, als Schadensersatz für einen zu geringen Verkaufspreis der Formel 1. So hat sie es angekündigt.
Denn auch sie durfte inzwischen in die Vernehmungsprotokolle blicken, die Staatsanwaltschaft hatte zugestimmt. Nun weiß auch die Staatsbank, was Gribkowsky nach seiner Verurteilung plötzlich so alles eingefallen war. Und dass er sich dabei in einem Punkt korrigierte, der die BayernLB betrifft. Mit seinem "Wissen von heute", so hatte Gribkowsky es am 18. Juli ausgesagt, sei die Formel 1 zum Zeitpunkt des Verkaufs an den Finanzinvestor CVC deutlich mehr wert gewesen als damals angesetzt. Bezogen auf deren Anteile wären das für die BayernLB knapp 350 Millionen Dollar zusätzlich gewesen. Deshalb hätte er als Bankvorstand eigentlich versuchen müssen, "einen höheren Preis zu erzielen".
Tatsächlich hatte die BayernLB damals 837 Millionen Dollar für die Formel 1 kassiert. In seinem eigenen Prozess hatte Gribkowsky noch darauf bestanden, damit das Optimum für seine Bank herausgeholt zu haben. Knapp einen Monat später gibt er an, es sei viel mehr drin gewesen. Was soll denn nun stimmen?
Ecclestone hat seinen Gegnern immer offen ins Gesicht geschaut. Auch einem Showdown auf der Anklagebank, mit Gribkowsky gegenüber, sehe er "gewohnt kampfeslustig" entgegen. Sagen Vertraute von Ecclestone.
Er betont seine Unschuld. Die 44 Millionen Dollar, die er Gribkowsky zuschanzte? Ecclestone bleibt dabei, er habe sich von dem Banker unter Druck gesetzt gefühlt. Es sei zu befürchten gewesen, dass Gribkowsky den britischen Finanzbehörden andeute, mit Ecclestones Familienstiftung Bambino stimme etwas nicht. Natürlich sei dort alles rechtens, behauptet Ecclestone nach wie vor, allein der Verdacht jedoch hätte für Unannehmlichkeiten sorgen können. Das Finanzamt habe ihn zu jener Zeit ins Visier genommen, und vielleicht wären die Steuerfahnder durch Hinweise von Gribkowsky auf die Idee gekommen, nachträglich mehr als zwei Milliarden Pfund zu verlangen.
Fraglich ist nur, ob das Münchner Landgericht dieser Version in einem möglichen Prozess gegen Ecclestone Glauben schenken würde. In dem Verfahren gegen Gribkowsky tat es das nicht. Richter Peter Noll sagte in der Urteilsbegründung, Ecclestone sei "kein taugliches Erpressungsopfer".
Wie immer, wenn ihm andere an den Kragen wollen, hat Ecclestone sich die besten Anwälte genommen. Die Kanzlei, die ihn nun gegen die Anschuldigungen des Hauptbelastungszeugen Gribkowsky verteidigt, wird geleitet von Sven Thomas, 64. Der Düsseldorfer Jurist gehört zu den scharfsinnigsten Strafrechtlern der Republik.
Ecclestones Verteidiger verfolgen das Ziel, einen Prozess zu verhindern. Denn käme es zu einer Anklage, könnte ihr Mandant die Formel 1 womöglich nicht weiterführen, wenigstens so lange, bis alle Vorwürfe geklärt wären. Das könnte Jahre dauern, und so arbeiten sie offenbar auf einen Deal mit den Strafverfolgern hin, damit das Verfahren gegen Zahlung einer Millionenbuße eingestellt wird, sei sie auch empfindlich hoch.
Erst Anfang Oktober ging bei der Staatsanwaltschaft ein weiteres Schreiben ein, knapp 150 Seiten dick. Darin erwidern Ecclestones Anwälte die Bestechungsvorwürfe und bieten auch an, dass der Formel-1-Boss "nach vorangehender Absprache" zu einer Vernehmung nach München käme. Mit einiger juristischer Brillanz und Spott versuchen sie, Gribkowskys Glaubwürdigkeit zu zerpflücken. Der verurteilte Banker wird als notorischer Lügner dargestellt, der aus Raffgier selbst beste Freunde hintergangen habe.
Dem Kern von Gribkowskys Anschuldigungen, dass Ecclestone ihn als Amtsträger wahrgenommen habe, widmen sich die Anwälte intensiv. Warum habe Gribkowsky diesen Vorwurf nicht bereits in dem Prozess gegen sich zur Sprache gebracht? Wieso habe sich Gribkowsky erst am 18. Juli, bei seiner dritten Anhörung als Zeuge, an den Begriff erinnert? Weshalb tauche die Passage so seltsam unvermittelt in dem neunseitigen Protokoll auf, ohne erkennbaren Zusammenhang zu Gribkowskys weiteren Aussagen?
Unterschwellig fragen sie damit: Hatte Gribkowsky sich erst Hafterleichterungen zusichern lassen, bevor er Ecclestone belastete und sein Vorwurf an beliebiger Stelle im Protokoll landete? Diesen Verdacht weisen die Staatsanwälte von sich.
Viel kann Ecclestone nicht daran gelegen sein, die Auseinandersetzung vor Gericht zu suchen. Vielleicht kämen die Ankläger dann auf die Idee, grundsätzlich nach Ecclestones Geschäftsgebaren zu fragen. Zeugen könnten im Gerichtssaal aufmarschieren und munter über Ecclestones Methoden plaudern, weil sie es für ganz normal halten, wie er die Formel 1 führt.
Als Ecclestone Anfang der siebziger Jahre den Rennzirkus übernahm, hatte er es mit Teamchefs zu tun, die lieber an ihren Autos als an Vertragsklauseln herumschraubten. Ecclestone verschaffte ihnen Geld, indem er die lästigen Verhandlungen mit den Betreibern von Rennstrecken und Fernsehsendern führte. Dass dabei Millionen um Millionen bei ihm hängenblieben und er nur ein paar Prozente weiterreichte, nahmen sie lange hin. Sie verdienten ja immer noch genug.
Egal wem die Formel 1 gehörte, Ecclestone blieb der Boss, der Mann, der die Dinge regelt. Er spielt Leute gegeneinander aus und schafft Abhängigkeiten in einem System aus Geschäft und Gegengeschäft. "Je näher man ihm ist, desto mehr hat er einen in der Hand", sagt ein Teammanager. "Wenn er etwas für dich tut, solltest du schnell etwas für ihn machen, um quitt zu sein."
Sogar als Autokonzerne sich in großem Stil in der Formel 1 engagierten und mehr von den Einnahmen abhaben wollten, scheiterten sie an Ecclestones Gerissenheit. Vor ein paar Jahren drohten die Hersteller, eine Konkurrenzserie aufzuziehen. Ecclestone köderte daraufhin Ferrari mit einem Bonus von 100 Millionen Dollar. Teuer, aber effektiv: Ferrari nahm das Angebot an und blieb. Damit war die Front von Ecclestones Gegnern gesprengt.
Doch die Welt um die Formel 1 hat sich geändert, und die Frage ist, wie sehr Ecclestone das kapiert. Ob überhaupt.
Korruption ist ein Delikt, das in vielen Ländern mittlerweile streng verfolgt wird. Daimler, mit der Marke Mercedes in der Formel 1 am Start, bekommt das gerade zu spüren. Der Autohersteller ist in den USA von Börsenaufsicht und Justizministerium der Korruption in 22 Ländern beschuldigt worden und hat sich mit den
Behörden auf eine vorläufige Buße geeinigt. Daimler zahlte 185 Millionen Dollar und verpflichtete sich, künftig unsaubere
Geschäftspraktiken zu verhindern. Es könnte sogar deutlich teurer werden.
Denn noch steht Daimler unter Bewährung. Verstößt der Konzern in nächster Zeit gegen die Auflagen, droht ihm eine Milliardenstrafe. Deshalb fürchtet er den geringsten Anlass, der ihn mit Korruption in Verbindung bringen würde. Womöglich reicht es schon aus, wenn sein Geschäftspartner Ecclestone in München überführt werden würde. Bereits bei einer Anklage sähen sich die Stuttgarter zum Handeln gezwungen. Einen Prozess, gar ein Urteil, wollen sie nicht abwarten. "Wir würden vorher reagieren", sagt ein Spitzenmanager. Es bliebe nur die Wahl, aus der Formel 1 auszusteigen - oder Ecclestones Absetzung zu fordern.
Nicht einmal in seinem Inner Circle gilt Ecclestone noch als unantastbar. Wie die Londoner "Times" berichtet, soll Formel-1-Hauptaktionär CVC Headhunter beauftragt haben, einen Nachfolger ausfindig zu machen für den Fall, dass Ecclestone vor Gericht landet. Zudem macht es die Wirtschaftskrise in Europa und Amerika den Teams schwer, Sponsoren aufzutreiben. Auch die Rennwagentechnik ist zu teuer. Um die Kosten zu begrenzen und das Überleben zu sichern, müssten sich alle Teamchefs auf verbindliche Limits einigen. Das misslingt. Einen Rennstall wie Red Bull interessiert es wenig, Geld zu sparen, weil in seinem Fall genug Geld da ist.
Ecclestone unternimmt nichts, um dieses Problem zu lösen. Er könnte die Teams dazu bringen, klare Regeln für alle aufzustellen, dazu hätte er die Macht. Aber dazu müsste er sich komplett anders verhalten, als er es immer getan hat. Er müsste die Teams einen, statt sie wie üblich aufeinander losgehen zu lassen und so seine Position abzusichern. Er spielt sein altes Spiel weiter.
Offen Kritik zu äußern traut sich keiner. Kaum jemand kann sich recht vorstellen, dass es eines Tages eine Formel 1 ohne den Paten geben könnte, der mit ein paar leisen Worten Millionen verschieben und Karrieren fördern oder zerstören kann. Ecclestone kann es sich ja selbst nicht vorstellen. "Ich werde hier bleiben, arbeiten, bis ich sterbe", sagte er vor einem Jahr, zu der Zeit, als er als Zeuge gegen Gribkowsky aussagte. "Der Tag, an dem ich nicht im Büro auftauche, ist der Tag, an dem sie mich in mein Grab runterlassen."
Oder es ist der Tag, an dem er nach München zurückkehrt, weil ihm dort der Prozess gemacht wird.
(*) Mit Partnerin Fabiana Flosi 2011.
Von Dinah Deckstein, Detlef Hacke, Dietmar Hawranek, Conny Neumann, Jörg Schmitt und Michael Wulzinger

DER SPIEGEL 44/2012
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