29.10.2012

RückspiegelZitate

Die "New York Times" zum SPIEGEL-Bericht "Made aus China" über verseuchte Lebensmittel aus China (Nr. 42/2012):
Zhou Li, Lebensmittelexperte und Dozent an der Renmin-Universität in Peking, sagte dem SPIEGEL, dass die chinesischen Bauern früher das Gleiche aßen, was sie anbauten und verkauften. Jetzt, nachdem ihnen der schädliche Einfluss von Pestiziden und Düngern, Hormonen und Antibiotika bewusst sei, produzierten sie nach wie vor einen Teil ihrer Produkte für den Markt und einen Teil für die eigenen Familien. Der einzige Unterschied sei der, dass sie die Nahrungsmittel für ihre Familien auf traditionelle Weise anbauten.
Der frühere rheinland-pfälzische und thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) in einem Beitrag für die "Welt" zur SPIEGEL-Affäre 1962:
Der SPIEGEL, seit Jahren das Kampfblatt gegen Adenauer und die Union, wollte uns in Misskredit bringen, wollte die demokratisch legitimierte Regierung stürzen. Aber bald wurde ich nachdenklich. Ein Sturm der Entrüstung brach los. Franz Josef Strauß hatte das Parlament belogen. ... 50 Jahre später erscheint für den Historiker das damalige Geschehen in einem anderen Licht. Die SPIEGEL-Krise erweist sich heute als die erste wirkliche Nagelprobe unseres demokratischen Verfassungsstaates, nicht nur als Vorspiel kommender Entwicklungen. Die Bundesrepublik hat diese Krise bestanden. Sie ist gestärkt aus ihr hervorgegangen. Fast sollte man Franz Josef Strauß im Rückblick dankbar sein, dass er den Rechtsstaat und die Pressefreiheit als eine seiner Grundlagen auf die Probe gestellt hat.
Die "Bild"-Zeitung über ein Interview von SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo mit Altkanzler Helmut Schmidt anlässlich der Vergabe des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises:
Mascolo spielt auf Schmidts "Wegelagerer"-Zitat über Journalisten an.
Antwort Schmidt: "Das waren Fernsehjournalisten, die einem auf dem Weg zum Lokus aufgelauert haben! Da sagte ich: Schert euch zum Teufel, ihr Wegelagerer! Dass daraus dann ein geflügeltes Wort wurde ..."
Mascolo: "Printjournalisten sind also nicht gemeint."
Schmidt: "Ich würde sie nachträglich durchaus miteinbeziehen."

DER SPIEGEL 44/2012
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