08.07.1996

WerbungKampagne gestoppt

Der Zigarettenmulti Philip Morris bekommt nun auch in Deutschland Ärger wegen der in neun europäischen Ländern geschalteten Werbekampagne "Passivrauchen im rechten Licht". Darin vergleicht Philip Morris die Ergebnisse verschiedener Studien: Der Verzehr von einem Keks pro Tag, der häufige Genuß von Pfeffer oder das Trinken von ein bis zwei Gläsern Milch berge, statistisch gesehen, größere Risiken für die Gesundheit als Passivrauchen. Nun beantragt die deutsche Niederlassung des Kekskonzerns General Biscuits eine einstweilige Verfügung gegen die Werbung: Sie sei wettbewerbswidrig und interpretiere die Studien grob irreführend. Die Firma Bahlsen moniert, die Studie basiere auf US-Daten aus den siebziger Jahren, die 1993 neu aufgelegt worden waren. Auch Bahlsen klagt und fordert Zeitungen auf, die Anzeigen nicht mehr zu drucken - FAZ und Süddeutsche sagten dies bereits zu. Zuvor hatten Gerichte in Frankreich und Belgien die Werbung untersagt, in den Niederlanden zog Philip Morris freiwillig zurück.

DER SPIEGEL 28/1996
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