15.07.1996

VerbrechenHolmes bei Freud

Er hat nie gelebt, und er wird niemals sterben: Sherlock Holmes, der Detektiv aller Detektive. Im Sussex-Städtchen Crowborough, wo der Holmes-Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle Golf spielte und vor 66 Jahren starb, erhob am vorletzten Wochenende eine Vielzahl von Sherlocks das Haupt mit der komischen Mütze, trat zu Golf und Cricket an und gedachte des Schöpfers: Das erste "Sherlock Holmes Festival" zog Fans und Krimi-Profis auf die grünen Hügel, auch multikulturelle Abgesandte der global tätigen "Sherlock Holmes Societies" (679 stehen im Internet) und damit jene skurrilen Scholastiker, für die der Detektiv leibhaftig durch Londons Unterwelt schnürte und schwarze Löcher in seiner Biographie hinterließ. Lückenfüllende Erkenntnisse aus den vorgelegten Büchern: Holmes war, weil er sich nie um Jack the Ripper scherte, womöglich selbst der Frauen-Killer, seine Kokainsucht kurierte er bei Dr. Sigmund Freud in Wien, und die Baker-Street-WG mit seinem Biographen Dr. Watson blieb hetero. Per TV geht das Paar nun rund um die Welt: Seine neue, 41teilige Holmes-Serie hat Britanniens Granada-TV an 83 Länder verkauft.

DER SPIEGEL 29/1996
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