19.11.2012

AUTOMOBILINDUSTRIEMercedes lernt Chinesisch

Die Konzernspitze von Daimler bekommt Zuwachs: Der Vorstand des Autokonzerns wird von sieben auf acht Mitglieder vergrößert. Ein Manager, der aus dem Unternehmen ins oberste Führungsgremium aufrückt, soll künftig das China-Geschäft steuern. Die Einführung des Ressorts soll auf der nächsten Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. Es ist eine späte Reaktion auf das bisherige Missmanagement in der Region. Audi und BMW fahren in China seit Jahren Absatzrekorde ein. Im Vergleich zu ihnen fällt Mercedes-Benz auf einem der größten Automärkte der Welt immer weiter zurück. Konzernchef Dieter Zetsche kann sein Ziel, bis 2020 weltweit mehr Autos zu verkaufen als Audi und BMW, nicht erreichen, wenn er die Stellung in China nicht stärkt. Im Stuttgarter Vorstand fühlte sich niemand dafür verantwortlich. Ein Grund für die Schwäche in China: Daimler hat dort zwei Vertriebsorganisationen, die mehr gegen- als miteinander arbeiten. Die eine Organisation verkauft Fahrzeuge aus einem deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, das Mercedes-Modelle in China produziert. Die andere Gesellschaft bietet Fahrzeuge an, die aus Deutschland eingeführt werden.

DER SPIEGEL 47/2012
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Mercedes lernt Chinesisch