22.12.2012

Helmut Roewer

Helmut Roewer, 63, ehemaliger Präsident des Thüringer Landesamts für Verfassungsschutz, kommt in seinem umstrittenen Buch "Nur für den Dienstgebrauch" zu eigenartigen Erkenntnissen: Zum Großbrand in der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 schreibt der Ex-Geheime, die berühmte Bibliothek sei "abgefackelt" worden. Das sei geschehen, "als mit dem Nutzungsbeginn der millionenschweren neuen Magazine eine Inventur unabweisbar auf der Agenda" gestanden habe. Ein gelegtes Feuer, um Diebstähle zu verdecken? Ein Gutachten des Bundeskriminalamts hatte 2005 einen unentdeckten Kabelbrand als wahrscheinlichste Ursache angenommen. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen daraufhin ein. Michael Knoche, Direktor der wiederaufgebauten Bibliothek, hält Roewers These für "Unsinn". Der Autor selbst, in dessen Amtszeit die Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe untertauchten, lässt mitteilen, er wolle sich "zu dieser Sache" nicht mehr äußern.

DER SPIEGEL 52/2012
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