31.12.2012

KINO IN KÜRZEParadies: Liebe“.

Dem Zuschauer wird wenig erspart in diesem Film über die etwa 50-jährige alleinerziehende Mutter Teresa (Margarethe Tiesel), die sich zu ihrem Geburtstag einen Urlaub in Kenia schenkt. Sie sucht hier weniger Erholung als das Erlebnis, begehrenswert zu sein und geliebt zu werden. Sie glaubt, sie sei zu dick und zu alt, um dieses Gefühl bei einem weißen Mann zu Hause in Österreich zu finden. Regisseur Ulrich Seidl zeigt erbarmungslos genau, wie Teresa und drei andere weiße Frauen die um sie buhlenden schwarzen Männer demütigen. Doch kaum haben sie einen gefunden, in dessen Armen sie sich wohl fühlen, verwandeln sich die Frauen in hilflose Einsamkeitsmonster. Dies ist der erste Teil von Seidls Paradies-Trilogie, er zeigt die Hölle; die anderen beiden Teile heißen "Glaube" und "Hoffnung".

DER SPIEGEL 1/2013
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