21.01.2013

LATEINAMERIKAEnde der Ölgeschenke?

Nicht nur die Anhänger von Präsident Hugo Chávez, sondern auch seine Verbündeten in der Region bangen um die Genesung ihres krebskranken Idols. Denn bislang gehörte es zur Politik des Caudillo, befreundete Regierungen mit subventionierten Öllieferungen zu unterstützen. Sollte er sterben, so fürchten sie, könnte sein Nachfolger weniger spendabel sein. Staaten wie Kuba, Nicaragua, Jamaika und die Dominikanische Republik hängen am venezolanischen Tropf und bezahlen unter anderem mit Nahrungsmitteln wie Bohnen, Zucker, Fleisch und Milch. Zurzeit erhalten 17 Länder Lateinamerikas täglich rund 243 000 Barrel Öl, das sind etwa acht Prozent der venezolanischen Produktion. Kuba verkauft das verbilligte Öl zu Weltmarktpreisen weiter, auf diese Weise sichert das Castro-Regime sein wirtschaftliches Überleben. Ohne die Subventionen dürften viele Volkswirtschaften in der Region in Not geraten.

DER SPIEGEL 4/2013
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LATEINAMERIKA:
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