04.03.1996

Kalter KriegDonner, Blitz und Teddy

Es ist ein strahlender Sonnenmorgen, Hans Wax wird sich noch Jahrzehnte später genau an diesen Tag im Mai erinnern. Die Zöllner an der innerdeutschen Grenze bei Helmstedt aber werden nie erfahren, was am Pfingstsonntag 1956 vor ihren Augen geschieht.
In seinem schicken Mercedes 190 SL rollt der Berliner Autohändler Wax von Westen kommend an den Schlagbaum heran. Das Heck seines Wagens schaukelt gefährlich knapp über dem Asphalt, der Benz ist schwer beladen. Auf dem Beifahrerplatz sitzt ein etwas nervös wirkender Mann mit Brille.
Am westdeutschen Kontrollhäuschen lenkt Wax sein Auto auf den Mittelstreifen, steigt aus und begrüßt die Grenzbeamten per Handschlag. Den offenbar gutbetuchten, knapp 30jährigen Geschäftsmann aus West-Berlin kennen sie hier bestens; mit seinem 190 SL, dem Traumauto jener Jahre, passiert er häufiger den Kontrollposten. Meist kommt der korpulente Mann vom Autorennen auf dem Nürburgring, oder er hat irgendwo Ersatzteile für seine Werkstatt gekauft. Woher er diesmal angereist ist, wird sein Geheimnis bleiben.
"Na, Chef, Sie haben aber heute ganz schön geladen", spricht ihn ein Zöllner auf die schwere Wagenlast an. "Das sind die neuen Motorteile aus Italien", erklärt der Dicke, "ich brauche sie fürs Rennen nächste Woche." Dann verteilt _(* Anfang der achtziger Jahre. )
er ein paar Freikarten für den Nürburgring und reicht eine Zigarrenkiste herum, Marke "Handelsgold".
Die Grenzer danken und wünschen gute Fahrt, in den Kofferraum schauen sie nicht. So schaukelt, von Kontrollen unbehelligt, unter der Heckhaube des Mercedes eine Fracht gen Osten, nach der westdeutsche Ermittler bald an allen Grenzposten fahnden werden.
Denn der Autohändler hat diesmal keine Ersatzteile im Kofferraum. Statt dessen sind in zwei Seesäcken unzählige Pappkärtchen in seinem Wagen versteckt: die komplette Agentenkartei des amerikanischen Militär-Spionagedienstes MID (Military Intelligence Division). Wax und sein Begleiter haben sie aus dem streng gesicherten MID-Hauptquartier in Würzburg gestohlen.
Den Coup hat das ostdeutsche Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eingefädelt, ein beispielloser Schlag gegen den Westen. In den folgenden Tagen nehmen die Volkspolizisten über 140 US-Agenten auf dem Ost-Territorium fest. Wenig später stellt DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl der Öffentlichkeit stolz den angeblichen Hauptakteur der tolldreisten Tat vor. Ein ehemaliger MID-Mitarbeiter sei zur DDR übergewechselt; als Zeichen "seines guten Willens" habe er einen Tresor voller Akten mitgebracht.
Gemeint ist der Beifahrer aus dem 190 SL, ein gewisser Horst Hesse, der in der DDR fortan als "Kundschafter des Friedens" gefeiert wurde. Für den West-Berliner Geschäftsmann Wax aber, der das Gaunerstück in Wahrheit vollführte, gab es nie eine öffentliche Belobigung. Bis zuletzt hütete das MfS seine Identität; allzu heikel waren die Aufträge, die Wax als Geheimer Mitarbeiter (GM) der Stasi erledigte.
Mal jagte der Mann einen antikommunistischen Propagandasender in die Luft, mal kidnappte er gegnerische Geheimdienstleute oder geflohene Abtrünnige der Stasi im Westen. Möglich, daß er auch manchen Verräter aus den Reihen der Staatssicherheit aus dem Weg geräumt hat, getreu seinem Lieblingsspruch: "Lieber 100 Prozent zuviel Sprengstoff als zuwenig."
Im Westen wie im Osten gaben sich die Geheimdienstler nicht zimperlich in jener Zeit, da mit dem Neuanfang nach Kriegsende die alten Vorurteile zwischen Kommunismus und Kapitalismus wiederauferstanden waren. Agenten und Aufwiegler auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs schmiedeten immer neue Pläne, um das befeindete System zu schwächen. Heerscharen von Spionen wurden in Marsch gesetzt, Sabotagetrupps auf den Weg geschickt.
Die Stasi hatte bald eine richtige Söldnerarmee an der unsichtbaren Front des Kalten Krieges stehen. Da wurden Hunderte von geheimen Mitarbeitern unerkannt gegen den Klassenfeind in Stellung gebracht; oftmals erfüllten sie kriminelle Aufträge im Westen. Einer der Spitzenleute, eine Art 007 im Stasi-Sold, war der Kfz-Ingenieur, Technikbastler und Draufgänger Hans Hubert Wax.
Seine Biographie ist ein Nachkriegskrimi, wie ihn John le Carre nicht besser hätte erfinden können. Nach außen gab sich Wax als normaler Bürger, hinter der Fassade seiner Autowerkstatt bereitete er jedoch die waghalsigsten Einsätze vor. Erst jetzt läßt sich, aus Berichten von Zeitzeugen und Aktenfunden der Gauck-Behörde, die geheime Karriere des Stasi-Kriegers Wax rekonstruieren: die Geschichte eines deutschen Doppellebens im Kalten Krieg, rätselhaft bis zum Ende.
Der Krimi beginnt in der Frontstadt des Ost-West-Konflikts, dem Berlin der _(* Im Juli 1959 auf dem Nürburgring. )
frühen fünfziger Jahre. Auf der Westseite blinken bereits die ersten Leuchtreklamen am Kurfürstendamm; im Osten mauern die Bauarbeiter gerade die Stalinallee hoch. Es gibt zwei Währungen in der Stadt, zwei Oberbürgermeister und jede Menge politischen Zündstoff zwischen den Sektorengrenzen.
An der Kantstraße im Westteil hat Hans Wax, ein junger Mann aus dem Saarland, eine Autowerkstatt eröffnet. Im fünften Stock der Kant-Garagen, Europas erstem Parkhaus, repariert er mit einem Dutzend Mitarbeitern italienische Autos der Marke Alfa Romeo, frisiert Motoren und baut Rennwagen.
Wax, Jahrgang 1927, hat bereits allerlei hinter sich. Erst saß er in amerikanischer Gefangenschaft, dann kam er für drei Jahre wegen Diebstahls und Schwarzmarktgeschäften in den Knast. Noch immer beteiligt der Kfz-Handwerker sich nebenbei an verbotenen Warenschiebereien, handelt mit großen Mengen an Kaffee und Nylonstrümpfen.
Als Wax 1954 versucht, einen gestohlenen Lastwagen in den Osten zu verhökern, begegnet er Paul Nitsch, einem gelernten Fleischer, der im Sowjetsektor auf dem Zentralviehhof an der Leninallee arbeitet. Nitsch, 35, kennt sich aus im Berliner Schwarzmarktmilieu, er verkehrt in den düsteren Trainingsschuppen der Boxer-Klubs und weiß, wer hinter den zwielichtigen Sparvereinen steckt, jenen zumeist in schummrigen Kneipen ansässigen Tarnorganisationen, in denen sich Berlins Berufsverbrecher zusammengetan haben.
Aber Nitsch kennt noch mehr Leute, seit kurzem ist er Resident der Staatssicherheit, sein Deckname lautet "Fred Thornau". Für die berüchtigte Hauptabteilung II, zuständig für Spionageabwehr und die innere Sicherheit im MfS, soll er Männer anwerben, die zu allem entschlossen sind.
Mit dem Autohändler Wax landet Thornau einen Volltreffer: "Der war ein Hartverpackter", erinnert sich der mittlerweile 77jährige, "er kannte keine Furcht." Schlohweißes Haar und strahlend blaue Augen, so sitzt der einstige Boxer Nitsch heute in seiner Berliner Plattenwohnung. Ein drahtiger Rentner in Jogginghosen, Typ Marlon Brando, nur schlanker.
In der Schrankwand hat Nitsch nahezu alle auf Video verfügbaren Boxkämpfe dieser Welt gesammelt. Ein paar Fächer weiter lagern alte Zeitungsausschnitte und vergilbte Aktenstücke - Erinnerungen an seine andere Vergangenheit. "Heute sehe ich das anders, aber damals war ich überzeugt von unserer Sache", sagt der Rentner und kratzt sich leicht verlegen den Bauch: "Ich dachte, Banditen müßten mit Banditen bekämpft werden."
Bei der Stasi-Hauptabteilung II gab es die richtigen Leute dafür. Anfangs saßen sie noch in der MfS-Zentrale Normannenstraße. Bald bildete sich jedoch ein Spezialtrupp, die Abteilung XXI, die fernab vom Zentrum auf einem Gelände der ehemaligen Reichsluftwaffe im Stadtteil Johannisthal residierte.
Hinter hohen Mauern, vergitterten Fenstern und einer streng gesicherten Eingangsschleuse knobelten dort Stasi-Mitarbeiter immer neue Aktionen gegen die verhaßten Konterrevolutionäre aus. Derweil vertraten sich auf der holperigen Pflasterstraße vorm Tor stets unauffällig gekleidete Späher des Erzfeindes Amerika die Beine.
Zu jener Zeit war der Johannisthaler Spezialtrupp der Stasi noch ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus trinkfesten Kriegsveteranen, verdienten Spanienkämpfern, Maul- und Frauenhelden. Die Gruppe leitete Oberst Josef Kiefel, ein Kommunist wie aus dem Bilderbuch. Schon in den Zwanzigern war er zunächst der KPD und dann der Roten Hilfe beigetreten, 1931 in die Sowjetunion emigriert und später als Partisan in Polen verwundet worden. Jetzt war der Mann Mitte 40, hinkte ein wenig, roch zumeist nach Knoblauch und sprach russisch besser als deutsch.
Über Männer wie Thornau rekrutierte Kiefel die Kandidaten für seine geheime Söldnertruppe. Das war nicht allzu schwer in jener Zeit, es gab genug Leute, die Arbeit brauchten oder eine schnelle Mark verdienen wollten.
Zum Beispiel den jungen Gemüsehändler, der um die Ecke vom Schlachthof einen kleinen Laden betrieb. Seine Freunde nannten den 25jährigen mit den braunen Knopfaugen "Teddy". Er fuhr einen Opel Blitz, und deshalb hatte er Benzinmarken zu bieten; daran war Thornau interessiert. Doch Teddys Geschäft mit dem Gemüse ging mäßig, und so willigte er offenbar in ein Angebot der Stasi ein - sie führte ihn fortan unter dem Decknamen "Teddy".
Bald war der Gemüsehändler dritter Mann in einem Trio, das regelmäßig mit Geheimaufträgen gen Westen fuhr. In der Gruppe arbeitete auch der Karosserieschlosser Walter Jacobs, 23 (Deckname: "Blitz"), aus West-Berlin, ein trinktüchtiger Hallodri, der sich sein Geld für die Einsätze stets am Bahnhof Friedrichstraße abholte. Chef des Unternehmens war der Geheime MfS-Mitarbeiter "Donner": So lautete mittlerweile der Deckname von Hans Wax.
Der Dreiertrupp avancierte zu dem wohl erfolgreichsten Terror- und Menschenraubkommando, das die Stasi je in Marsch setzte. Ob in München oder Bremen, Fulda oder Hannover - fast zehn Jahre lang spähten Donner und seine Kumpane potentielle Entführungsopfer in Westdeutschland aus und verschleppten einige davon, zumeist gegnerische Agenten und Abtrünnige der Stasi, in den Osten. "Wax war einfach Spitze", gerät der alte Nitsch noch heute ins Schwärmen, "den hätten zehn Peterwagen nicht stellen können."
Wie viele Leute das Trio insgesamt entführte, läßt sich kaum mehr ermitteln. Bereits im Frühjahr 1958 meldete ein Mitarbeiter aus der Kiefel-Abteilung in einem "Auskunftsbericht" an die MfS-Führung, daß Wax neben verschiedenen kleineren Einsätzen und dem spektakulären Coup von Würzburg schon drei Menschen gekidnappt habe. Ausweislich der Honorarrechnungen aber hatte Donner bereits weit mehr unternommen, Kiefel lobte seine Arbeit als "erstklassig".
Einer der ersten großen Aufträge der "Gruppe Donner" ist die Entführung des West-Agenten Werner Rieker, 34, im November 1955. Kiefels Abwehrspezialisten halten den Mann für einen Mitarbeiter der sogenannten Organisation Gehlen, aus der später der Bundesnachrichtendienst hervorgehen wird.
Ein Ost-Kundschafter mit Decknamen "Herbert" hat bereits detailliert die Lebensgewohnheiten des Agenten erforscht. Riekers Wohnung in der West-Berliner Wielandstraße, sein Schäferhund, die Pistole in der Aktentasche - über alles ist GM Herbert im Bilde. Er weiß auch von nächtlichen Alkoholgelagen in Etablissements wie der Schöneberger "Eva"-Bar oder dem Lokal "Raabe" zu berichten.
Dreimal versuchen Stasi-Mitarbeiter, Rieker zu kidnappen. Mal wird er zu einer Besprechung in eine fremde Wohnung gelockt, mal soll er Likör bei einem Kaffeekränzchen mit Ostbürgern trinken. Riekers Gattin Iris spürt jedoch stets die Gefahr und nimmt ihren Mann rechtzeitig mit nach Hause.
Auch der GM Herbert ist ihr suspekt. Er heißt in Wahrheit Gerhard Bernatzki und hat sich schon Monate vorher von Rieker als Spion anheuern lassen, nur um ihn besser ausspähen zu können. Am 17. November 1955 fliegen Rieker und Bernatzki nach Westdeutschland, sie wollen Agenten werben in einem Aufnahmelager für Ostankömmlinge nahe bei Kassel. Dort schlagen Wax und seine Leute zu.
Auf der Autobahn bei Alsfeld rammen sie Riekers Wagen, einer reißt den Wagenheber hoch, im Halbdunkel sieht das Gerät wie eine Maschinenpistole aus. Schüsse fallen, Rieker wehrt sich mit seiner Pistole - am Ende wird er krankenhausreif geprügelt, in den Kofferraum von Wax'' Mercedes verfrachtet und in die DDR verschleppt.
Das geschieht so geräuschlos, daß zunächst weder Riekers Auftraggeber noch seine Ehefrau von der Entführung erfahren. "Es hieß, sein Flugzeug könne wegen des schlechten Wetters nicht landen", erinnert sich die heute 75jährige Iris Rieker, "deshalb war ich nicht beunruhigt, als er am Abend nicht kam." Wenige Monate nach seiner Entführung wurde Rieker in Ost-Berlin zu 15 Jahren Haft verurteilt. Neun Jahre saß er im berüchtigten Gefängnis Bautzen II, dann kaufte ihn die Bundesregierung frei.
Rieker, der in Wahrheit für den dänischen Geheimdienst gearbeitet hatte, war nun ein kranker Mann. Er starb 1984 an einem Gehirntumor. Gegen den GM Herbert alias Bernatzki hat Riekers Frau nach dem Ende der DDR Anzeige erstattet. Der Mann gestand seine Schuld; das Berliner Landgericht verurteilte ihn im Juli 1994 zu zwei Jahren Haftstrafe auf Bewährung.
Die tatsächlichen Entführer ihres Mannes, das Stasi-Trio Donner, Blitz und Teddy, kennt Iris Rieker bis heute nicht. Dabei könnte sie, ohne es zu ahnen, einem der Kidnapper sogar auf der Straße begegnet sein - Hans Wax wohnte jahrelang keine 100 Meter von ihr entfernt an der Kantstraße.
Teddy ist seit der Wende auch nicht mehr allzuweit weg. Nahe beim alten Zentralviehhof, in seinem angestammten Revier an der wieder in Landsberger Allee umbenannten Leninallee, betreibt der alte Herr eine Reifenwerkstatt. In seinem kleinen Büro mit den ockergelben Wänden riecht es nach kaltem Gummi und längst vergangenen Zeiten. Mittendrin steht ein stämmiger kleiner Mann im dunkelblauen Schifferpullover; unter seinem weißen Bürstenhaarschnitt schauen zwei große braune Knopfaugen hervor.
"Teddy, ja, das war immer mein Spitzname, von Jugend an", sagt er gedehnt, und ein wenig zittern ihm die Hände dabei. Auch an den Hans Wax erinnert sich Teddy noch, "is keen jutes Thema". Stasi? Nein, damit habe er nie etwas zu tun gehabt.
Für damalige Verhältnisse waren sie Meister der Camouflage gewesen, Donner und seine Bande. Was immer die drei an Einsätzen hinter sich hatten, stets kehrten sie an ihre Arbeitsplätze zurück, als wenn nichts gewesen wäre. "Bei Wax hat man nie erfahren, was war", erzählt der einstige Stasi-Resident Nitsch, und in seinen Augen blitzt ein Fünkchen Stolz auf, "da stand nix in der Zeitung, und es gab auch keine internationalen Komplikationen."
Ganz anders waren, vor Donners Zeit, die Entführungen der ersten Jahre abgelaufen. Da wurde, im Juli 1952, der West-Berliner Anwalt Walter Linse von um sich ballernden Pistolenschützen in rasender Fahrt aus dem amerikanischen Sektor in die DDR verschleppt. Linse, der sich als Mitglied des Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen gegen Menschenrechtsverletzungen im Osten eingesetzt hatte, starb wenig später in russischer Gefangenschaft.
In der fragilen Berliner Viermächtewelt verschärfte der Fall Linse die Spannungen zwischen Ost und West. Vorm Schöneberger Rathaus demonstrierten 25 000 West-Berliner. Am Grenzübergang Schwelmer Straße im Süden Berlins, wo die Kidnapper mit ihrem Wagen durchgerast waren, wurden, einmalig in der Geschichte der geteilten Stadt, von der Westseite her Barrikaden errichtet. "Wie ein Stück friedliches Land gegen wildernde Wölfe", kommentierte die Wochenschau, müsse West-Berlin vor den Entführerhorden geschützt werden.
Auch im Ostteil der Stadt löste Linses Entführung Diskussionen aus. Soviel öffentliches Aufsehen konnte die politische Führung um SED-Chef Walter Ulbricht auf Dauer nicht gebrauchen.
Daran, das unmenschliche Kidnapping von für die DDR unbequemen Personen einfach einzustellen, aber war nicht zu denken: Es galt als wichtige Demonstration der kommunistischen Macht und mußte daher fortgesetzt werden, nur geräuschloser. Etwa 700 Menschen wurden insgesamt im Auftrag des MfS entführt (siehe Kasten Seite 52).
Stasi-Abtrünnige ließen die DDR-Machthaber mit besonderer Härte verfolgen, schon allein um Nachahmer abzuschrecken. "Die Macht der Arbeiterklasse ist so groß und reicht so weit", schrieb der Minister für Staatssicherheit Ernst Wollweber 1955 in einem Tagesbefehl, "daß jeder Verräter zurückgeholt wird oder ihn in seinem vermeintlich sicheren Versteck die gerechte Strafe ereilt."
Bis zum Fall Linse hatten häufig Berufsverbrecher die Entführungen ausgeführt, nach der Tat bekamen sie ein paar Geldscheine, meist zwischen 500 und 1000 Mark, in die Hand gedrückt. Die Gruppe Donner arbeitete weit professioneller, und vor allem ihr Anführer Hans Wax wurde auch sehr viel besser bezahlt.
Der Kfz-Bastler hatte sich alsbald einen Mercedes 220 zum Kidnapper-Auto umgerüstet, mit schußsicheren Reifen, vom Fahrer verriegelbaren Innentüren und einem schalldichten, gut verschließbaren Kofferraum. Die Stasi vergütete ihm allein diese Arbeit mit 4000 Mark West. Im Sommer 1958 erhielt Wax 15 000 West-Mark für eine Aktion in Sprendlingen bei Offenbach - damals eine immense Summe.
Im Alleingang hatte der Technikus nächtens einen von russischen Emigranten betriebenen Propagandasender in die Luft gesprengt. Der Zündsatz, den ihm seine Stasi-Auftraggeber mitgegeben hatten, war allerdings ein Versager gewesen; daraufhin kaufte sich Wax zwei Uhren und baute daraus einen neuen Zündmechanismus.
Der selbstgebaute Sprengsatz funktionierte, am 26. Juni 1958 flog der Sender mitsamt dem Gebäude in die Luft. Ein voller Erfolg. Freilich bekamen die Exilrussen, dank US-Unterstützung, schon wenige Wochen später einen mobilen Sendewagen zur Verfügung gestellt.
Ausweislich alter Quittungen, einige sind sogar vom Wollweber-Nachfolger Erich Mielke unterzeichnet, hat die Staatssicherheit Wax immer größere Geldsummen zugeschoben, bis 1961 bereits 165 000 Mark West. Der Ost-007, um den sich bald der stellvertretende MfS-Minister Bruno Beater persönlich kümmerte, erhielt höchste Auszeichnungen wie die Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee in Gold - Mielke belobigte Wax, er marschiere "unter den Ersten".
Den notorischen Geldmangel des Top-Agenten in seinem bürgerlichen Leben kann das MfS nicht ausgleichen. In seiner Werkstatt, wo der unermüdliche Bastler Wax inzwischen gemeinsam mit dem späteren Stardesigner Colani Kunststoffkarosserien für Rennwagen entwickelt, summieren sich die Verbindlichkeiten. Im Sommer 1961 hat der Kfz-Handwerker rund 250 000 Mark Steuerschulden aufgehäuft, überdies stehen Öl- und Benzinrechnungen in Höhe von etwa 150 000 Mark offen. Die Werkstatt ist nicht mehr zu halten, so beschließt die Stasi, den Mann in den Osten abzuziehen.
Mit einem Lancia samt Anhänger entschwindet Wax kurz vor dem Mauerbau im Juli 1961 durchs Brandenburger Tor gen Osten. Sorgfältig hat er die besten Werkzeuge eingepackt. Seine erste Ehefrau Margot Wax, mit der er seit 1955 verheiratet ist, läßt er zurück im Westen.
Im Ost-Berliner Stadtteil Biesdorf baut er sich eine neue Existenz auf; die Stasi führt unauffällig Regie. Wax-Mitarbeiter wundern sich über die tollen Autos, die auf dem Hof herumstehen: Volvos und Mercedes, BMW und sogar ein Jaguar werden repariert - operative Autos der Staatssicherheit, die bei Aktionen im Westen eingesetzt werden.
Bald hat Wax neben der Autowerkstatt eine kleine Fabrikhalle hochgezogen, in der er Boote aus Polyester baut. Der Laden floriert, 1969 beschäftigt er an die 100 Leute, die nachgerade fürstlich bezahlt werden - mit Stundenlöhnen von bis zu zehn Mark. Der Chef selber, vor seinen Leuten bezeichnet er sich gern als "Bolschewik", wohnt in einer kleinen Villa nebendran. Jeden Morgen springt der Kettenraucher in den beheizbaren nierenförmigen Swimmingpool, den er sich gebaut hat. Am Rande des Pools stehen die Hütten seiner vier Rottweiler, die Hunde hat sich Wax zu seinem persönlichen Schutz zugelegt. Ab und zu verschwindet er für ein paar Tage. Niemand aus seiner Umgebung weiß, daß er mal wieder einen streng geheimen Stasi-Auftrag im Westen ausführt.
Aber auch in der Biesdorfer Werkstatt geschehen allerlei Merkwürdigkeiten. Da rollt plötzlich mitten in der Nacht ein Lastwagen aus Westdeutschland an, beladen mit nagelneuen Booten. In Windeseile werden Gipsabdrücke von den Booten hergestellt; noch bevor der Morgen graut, ist der Lkw wieder in Richtung West-Berlin unterwegs.
Zuweilen bittet Wax auch einen Mitarbeiter, mit ihm ein Westauto abzuholen, das irgendwo an der Grenze steht. "Da hab'' ich den Wagen dann ohne Nummernschilder quer durch Berlin gefahren", erzählt ein ehemaliger Wax-Mitarbeiter: "Nie hat mich jemand gestoppt."
Allmählich aber versucht die Stasi doch, den ostdeutschen Neu-Unternehmer zu bremsen. Die enormen Umsätze, die sein Betrieb erzielt, die erheblich vom Einheitslohn abweichenden Gehälter, die er zahlt, und vor allem der schwunghafte Handel mit Westwaren aller Art, den er im Windschatten seiner Dienstleistungen für die Stasi begonnen hat, erregen bei der DDR-Bürokratie Anstoß.
Wax verhökert beinahe alles, was es in der DDR zu jener Zeit eigentlich nicht zu kaufen gibt: Nivea-Creme und Nylonstrümpfe, Westautos und Rasierklingen. Wie er an die begehrten Waren herankommt, erfährt selbst das MfS häufig nicht.
Anfang 1970 wird das Biesdorfer Unternehmen in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt. Wax sieht sich die Sache drei Wochen an, dann kündigt er wütend seinen Job als Technischer Leiter. Erstmals spielt er mit dem Gedanken, auszureisen. Mehr und mehr stört ihn, "daß man in der DDR in Mammutsitzungen philosophiert und Dogmatik betreibt", anstatt die Ärmel hochzukrempeln und die neue, bessere Gesellschaft aufzubauen.
Seit Mitte der Sechziger hat ihn die Stasi nicht mehr zu Einsätzen ins sogenannte Operationsgebiet geschickt. Es gab Gerüchte, daß er im Westen auf der Fahndungsliste stehe. Anstatt ruhiger zu treten, steckt der hyperaktive Wax daraufhin alle Energien in die Entfaltung seiner Bootsfertigung und die Entwicklung neuer Produkte. Wenn er schon seine Pistole abgeben muß und den Sozialismus nicht mehr gegen Verräter und Widersacher von außen verteidigen darf, will er wenigstens auf wirtschaftlichem Sektor alles tun, um den Westen zu überrunden und so "dem Feind eine Abfuhr zu erteilen".
So arbeitet Wax, der täglich 20 bis 30 Tassen Kaffee und an die 70 Marlboros konsumiert, rastlos wie immer: In seiner Wohnung stapeln sich die Baupläne und Konstruktionszeichnungen, Gipsformen liegen herum und glimmende Zigarettenkippen. Er baut Duschwannen aus Polyester und Radarschirme für die NVA, entwickelt einen beheizbaren Auto-Rückspiegel und fertigt offizielle DDR-Wappen, die alsbald am Roten Rathaus hängen und beinahe jeden DDR-Grenzübergang zieren. In der notorisch farbenarmen DDR hat es kein anderer Ostbetrieb fertiggebracht, die Wappenform aus Kunststoff mit einem so kräftigen Rot einzufärben, wie Wax dies gelingt.
Nebenbei entwickelt er Kunststoffabdeckungen für die Führerhäuschen von Lastkraftwagen. Solche Plastikdeckel, die den Fahrtwind ableiten, könnten der devisenschwachen Ostwirtschaft tonnenweise Benzineinsparungen bringen, rechnet er den DDR-Offiziellen vor. Doch die reagieren nicht. Für die behäbigen Bürosozialisten hat der Schraubenschlüssel-Anarchismus des Erfinders Wax langsam etwas Unheimliches - der Mann fügt sich einfach in keine Norm.
Indes verfolgen die Verantwortlichen bei der Stasi längst andere Interessen. Wax'' alter Gönner, der Polenpartisan Kiefel, ist entmachtet. Mielkes Stellvertreter Beater hat sein Herz für die Seefahrt entdeckt; er läßt sich von Wax ein luxuriöses Kajütenboot bauen. Nach und nach werden alle möglichen Beater-Freunde mit solchen Booten bedacht; der Mielke-Vize benutzt die schneidigen Polyesterschalen zum Ausbau seiner stasi-internen Günstlingswirtschaft.
Wax aber ärgert sich zunehmend über "diesen privaten Scheißdreck" der MfSler, die florierenden Bootsgeschäfte in Beaters Umgebung betrachtet er schlicht als Korruption. Wenn sich alle bedienen, will er auch nicht außen vor bleiben - Wax beschließt einen Millionendeal.
Zusammen mit seinem alten Kumpel Blitz aus West-Berlin, der ihm über die Jahre immer mal einen Dienst erwiesen hat, schafft Wax Ende 1972 einen gebrauchten Computer in den Osten. Für 3,5 Millionen Dollar bietet er das Gerät den DDR-Behörden an; angeblich sind darauf Daten des israelischen Geheimdienstes Mossad gespeichert.
Der Schwindel fliegt auf, Donner und Blitz landen im Gefängnis. Zwei Jahre bleibt Wax verschwunden. Einen Großteil davon verbringt er in der Stasi-Abteilung der berüchtigten Psychiatrie-Anstalt in Waldheim bei Chemnitz. Er bekommt allerlei Spritzen, später wird Wax erzählen, die Ärzte hätten versucht, sein "Gedächtnis zu spalten".
Ein ungeheuerlicher Verdacht. Doch es ist durchaus möglich, daß Wax mit Psychopharmaka traktiert wurde. Für den DDR-Staat stellt der einstige Stasi-Kämpe Wax längst ein Sicherheitsrisiko dar. Bis zum Jahr 1980 haben die Ostbehörden den Unternehmer praktisch dreimal enteignet, weil er ständig gegen irgendwelche Ostnormen verstieß. "Alle Versuche, seine Persönlichkeit in unserer Gesellschaftsordnung zu verankern", stellt das MfS entnervt in einem internen Vermerk fest, hätten "nicht zu dem erwünschten Erfolg geführt".
Überdies weiß der Mann zuviel. Und er redet darüber. Seit einiger Zeit hat Wax Kontakt zum russischen Geheimdienst KGB. Detailliert erzählt er den "Freunden" von den alten Zeiten, die Stasi schneidet alles auf Tonband mit. Was, wenn Wax auch gegenüber anderen Zuhörern plaudert?
Systematisch klopft die Stasi nach dem Gefängnisaufenthalt sein Wissen ab. Rund um die Uhr beschatten ihn MfS-Mitarbeiter, in der Wohnung seiner Lebensgefährtin wird eine Wanze plaziert, und beinahe wöchentlich quetschen Stasi-Offiziere Wax über die alten Zeiten aus. Seiten über Seiten werden in dem "Operativvorgang Donner" mit den ausgeschriebenen Tonbandprotokollen gefüllt - Wax erinnert sich noch an jede Einzelheit.
Wie sie beispielsweise in Würzburg die Aktion bei dem US-Militärspionagedienst MID 1956 von einem Tag auf den anderen verschieben mußten, weil sich der im MID plazierte DDR-Spion und später gefeierte Ostheld Horst Hesse "in die Hose gemacht hat vor Angst". Der Würzburger Coup lieferte den Stoff für einen der erfolgreichsten Defa-Filme, den Spionagestreifen "For eyes only". Doch schon das seinerzeit zwischen den Akteuren vor Ort und der Stasi-Zentrale in Ost-Berlin verabredete Signal für den verzögerten Aktionsbeginn hätte aus einem Groschenkrimi stammen können: "Tante Anna kommt erst morgen", lautete der Telegrammtext.
Später klingelten Donner und Teddy, mit Brille und Spitzbart verkleidet, doch noch bei der Würzburger Villa. Drinnen hatte Hesse die anwesenden drei Sekretärinnen bereits mit Likör außer Gefecht gesetzt und in Teppiche eingewickelt. Schwierig war bloß gewesen, mit dem schlechten Stasi-Werkzeug den im Auto mitgeschleppten Panzerschrank samt Agentenkartei zu knacken. Unterwegs bei Butzbach brach Donner deshalb eine Baubude auf, um mit den Werkzeugen daraus das Ding zu öffnen.
Als sie endlich in der DDR angelangt waren, wollte MfS-Vize Beater Donner wieder zurückschicken: Er sollte den Tresor holen, den sie bei Butzbach zurückgelassen hatten - zur Demonstration für eine internationale Pressekonferenz, die Wochen nach dem Coup veranstaltet wurde. Es war einer der ganz seltenen Fälle, daß sich Wax weigerte.
Den Auftrag in Ebingen bei Stuttgart hätte er hingegen gern noch ausgeführt. Dort, in der Danziger Straße, hatte sich 1961 ein geflohener Mitarbeiter der Stasi, der aus Halle stammende Paul Hesse, 37, häuslich niedergelassen. Jahrelang verfolgten Donner und zwei andere Stasi-Späher aus dem Westen quasi jede Bewegung des Mannes. Sie legten Skizzen an von seiner Wohnung (im ersten Stock links) und dem Standplatz seines Mopeds (Kennzeichen 53 USJ) im Keller und fotografierten die Baustelle, auf der Hesse als Kranführer arbeitete.
Ursprünglich sollte Hesse entführt werden. In der DDR erwartete den Stasi-Abtrünnigen das beinahe sichere Todesurteil. Nachdem jedoch Jahre vergangen waren ohne Gelegenheit zum Zugriff, entschied die Johannisthaler Stasi-Truppe um Kiefel und Beater anders. Nun sollte der Verräter gleich an Ort und Stelle umgelegt werden - "eine Rückführung", so die zynische Begründung, werde "durch das starke Körpergewicht des Hesse" erschwert.
"Mit der Durchführung der Aktion" wird, nach einem handschriftlich von Kiefel verfaßten "Vorschlag zur Liquidierung", der Geheime Mitarbeiter Donner beauftragt. Er gilt als fähig auch für diesen speziellen Einsatz, weil er "in der Vergangenheit ähnliche Aufgaben erfolgreich durchführte".
Donner arbeitet tatsächlich einen detaillierten Mordplan aus, in dem er vorschlägt, einen Sprengsatz unter den Sattel von Hesses Moped zu bauen. Wenn der Kranführer morgens sein Moped starte, werde der Zündfunke den Sattel mit Hesse darauf in die Luft jagen - seine "Vernichtung ist garantiert", prophezeit Donner.
Soweit kam es nicht, der Einsatz wurde abgeblasen. Möglich, daß Mielke, der solche Aktionen genehmigen mußte, nicht einverstanden war. Wahrscheinlicher aber scheinen Gründe der eigenen Sicherung des MfS: Im Dezember 1963 war einer der Stasi-Späher, die Donner beim Auskundschaften vor Ort behilflich waren, in Hamburg bei dem Versuch festgenommen worden, einen Matrosen in die DDR zu entführen. In dem Prozeß im November 1964 kam auch die Spioniererei in Ebingen zur Sprache, Hesse selbst sagte als Zeuge aus - das rettete ihm womöglich das Leben.
Um den einstigen Stasi-Kämpfer Wax aber liegt noch einiges im dunkeln. Hat er vielleicht in anderen Fällen für die Stasi getötet? Derlei Spezialeinsätze könnten die ungeheuren Geldsummen erklären, die ihm von der Stasi zugeschoben wurden, insgesamt rund 800 000 Mark in West- und Ostwährung. Donner hatte stets eine Pistole. Und er machte immer mal Andeutungen, daß er "in der letzten Konsequenz" gegen die kapitalistischen Widersacher gekämpft habe.
In den Gesprächen, die er vor seinem Tod mit russischen KGBlern führte, hat Wax erwähnt, daß er eine spezielle Technik zum Präparieren von Fahrzeugen entwickelt habe, um "Verräter in Feindesland zu liquidieren". Überdies behauptete er, früher auch mit Blausäurepatronen zu tun gehabt zu haben - solche hochgiftigen Kapseln waren in den fünfziger Jahren bei mehreren tödlichen Attentaten verwendet worden.
Mysteriös auch der Tod von Donners einstigem Kumpan Blitz. Der Karosserieschlosser Walter Jacobs "hatte Kraft, aber keinen Grips", erzählt der alte Nitsch, "und er machte alles, was Hanne Wax sagte". Doch Jacobs plauderte zuviel, er starb 1979 mit 47 Jahren. Viele Jahre zuvor hatte sich der Ex-Boxer Nitsch, der in den Sechzigern an der Berliner Friedrichstraße die stark frequentierte "G-Bierbar" betrieb, von der Stasi losgesagt: aus Liebe zu seiner zweiten Frau, die Opfer von MfS-Machenschaften wurde.
Im November 1984 ist auch Wax gestorben, an Lungenkrebs. Seine letzte Ehefrau Christa Wax, 54, hat nie etwas von seinem anderen Leben erfahren, nicht mal über seine Kontakte zur Stasi war sie informiert. Nur einmal, kurz bevor er starb, habe er so eine merkwürdige Andeutung gemacht, erzählt sie.
"Wenn ich mal tot bin", hatte Hans Wax da zu seiner Frau gesagt, "wirst du irgendwann das ganze Geheimnis über mich erfahren."
[Grafiktext]
Sektoren in Berlin
Kartenausriß West- und Ostberlin
[GrafiktextEnde]
* Anfang der achtziger Jahre. * Im Juli 1959 auf dem Nürburgring.
Von Christiane Kohl

DER SPIEGEL 10/1996
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