03.04.1995

Extremismus„Mein Kampf“ in der Moschee

Islamisch-extremistische Türkengruppen in der Bundesrepublik nutzen die neue Moschee in Mannheim als Forum für antijüdische Propaganda. Bei der Eröffnung des Gotteshauses Anfang März verkauften Extremisten an einem Bücherstand neben Emblemen der neofaschistischen türkischen Organisation "Graue Wölfe" auch Adolf Hitlers "Mein Kampf" in türkischer Sprache. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt deshalb jetzt wegen Volksverhetzung. Die Buchverkäufer verbreiteten unkommentierte Auszüge aus dem Hitler-Werk und verherrlichten den Diktator. Das elf Millionen Mark teure Gebetshaus, die größte Moschee in Deutschland, ist nach Angaben des Vorsitzenden einer Tarnorganisation der Grauen Wölfe in Mannheim zu einem erheblichen Teil von Mitgliedern seiner Vereinigung mitfinanziert worden.

DER SPIEGEL 14/1995
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Extremismus:
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