05.06.1995

AfrikaVersöhnungstreffen auf deutschem Boden

Der eine unterstützte die siegreichen Tutsi-Rebellen, der andere half dem Hutu-Regime und gewährt jetzt der geschlagenen Ruanda-Armee Zuflucht: Die Präsidenten Yoweri Museveni von Uganda und Mobutu Sese Seko von Zaire galten nach dem Völkermord in Ruanda als unversöhnliche Gegner. Daß sie sich jetzt doch an einen Tisch setzten, schafften der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel, der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Hans Stercken und dessen baden-württembergischer Landtagskollege Rudolf Decker. Sie kennen Mobutu und Museveni aus der christlichen Prayer-Breakfast-Bewegung. Dem "Gebot der Nächstenliebe" folgend arrangierten die drei Senioren in Bad Kreuznach ein Geheimtreffen. Rheinland-Pfalz, Partnerland von Ruanda, stellte den Verhandlungsort. Mobutu und Museveni versöhnten sich und drängen nun die Regierung in Kigali, die Rückkehr von über 1,5 Millionen Flüchtlingen nach Ruanda durch vertrauensbildende Maßnahmen zu fördern.

DER SPIEGEL 23/1995
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