10.07.1995

ZeitgeschichteKinder der Schande

Rund sieben Millionen Deutsche sind im Zweiten Weltkrieg umgekommen.
Über die Hälfte, etwa 4,2 Millionen, waren Soldaten. 2,8 Millionen Zivilisten starben im Bombenhagel, auf der Flucht, an den Folgen von Übergriffen durch die vorrückenden Sieger.
Ungefähr 30 000 Deutsche, die in diesem und im nächsten Jahr 50 Jahre alt werden, verdanken dem Krieg ihr Leben - als Kinder, die keiner gewollt hat.
Altenburg, Thüringen, März 1958: Der Junge, zwölf Jahre alt, kann sich nicht erklären, warum diese hagere Frau mit der großen Brille bei seinem Anblick zu weinen beginnt. Er kennt sie nicht, hat sie noch nie gesehen. Nur durch Zufall ist er in diese Familienfeier mit den vielen Leuten hineingeraten.
Als ihn die fremde Frau in die Küche zieht, um allein mit ihm zu reden, fühlt er sich unbehaglich. Was sagt sie da? Ihr sei etwas Furchtbares widerfahren, so schlimm, daß man es Kindern nicht näher erklären könne? Und dabei sei er entstanden? Sie sei seine Mutter.
Der Junge ist irritiert. Er hat doch schon zwei Mütter. Von der ersten, die er mochte, hat sich sein Pflegevater getrennt. Die zweite, die er nicht leiden kann, die immer "Balg" zu ihm sagt, hat ihn vor ein paar Wochen in ein Heim abgeschoben.
Der Junge stiehlt sich von der Feier, rennt zurück ins Heim, ohne unterwegs anzuhalten. Er schließt sich im Schlafsaal ein und versucht, alle Mütter zu vergessen, die echte und die falschen.
Trost findet er bei der Vorstellung von seinem Vater. Der ist Amerikaner, das weiß er ganz genau. Denn einmal, als er an der Tür lauschte, hat er mitgekriegt, was sich Erwachsene über ihn erzählten: "Der ist Besatzungskind, das ist ein halber Ami."
Konrad Jahr, so heißt der Junge, ist stolz auf diese Abstammung. Sollen ihn die Gleichaltrigen ruhig wegen seiner roten Haare verspotten, sollen die Erwachsenen ständig mit ihm zetern. Er, Konrad, ist etwas Besseres: ein Amerikaner.
Von Geheimnissen um seine Herkunft hat Konrad erstmals im Alter von fünf Jahren gehört. Seine ältere Schwester verrät ihm auf einem Spaziergang, daß er nicht ihr leiblicher Bruder sei, der Vater sei auch nicht wirklich sein Vater.
Als sich die Pflegeeltern scheiden lassen, der Pflegevater erneut heiratet, besucht Konrad Jahr bereits die Schule. Rechnen und schreiben lernt er prima, aber im Betragen kriegt er im dritten Schuljahr eine Fünf: Der Junge prügelt sich fast täglich mit anderen Schülern, reizt die Lehrer mit frechen Antworten, prahlt mit seinem amerikanischen Vater.
"Konrad stört ständig", schreibt ihm ein Lehrer ins Zeugnis, "er glaubt, als Ausländer ist das sein Recht." Der Pflegevater müsse eingreifen, "damit es nicht eines Tages zu spät ist".
Es wird schlimmer. Gerade mal zehn Jahre alt, gründet Konrad eine Bande. Die Jungs klauen aus Kellern Bierflaschen, plündern sogar Autos aus. Die zweite Pflegemutter, die den angenommenen Sohn als Last empfindet, veranlaßt seinen Umzug ins Kinderheim "Sonnenland".
Auch dort gilt er als störrisch und unbezähmbar, markiert den frechen, wilden Jungen, der sich nichts gefallen läßt. Der sich nicht darum schert, daß ihn noch nie jemand in den Arm genommen, noch nie jemand gestreichelt hat.
Keiner soll wissen, daß Konrad nur mühsam die Tränen unterdrücken kann, sobald ein Erwachsener liebevoll oder auch nur verständnisvoll mit ihm spricht.
Ein einziges Mal, bei einer Einladung des Lehrers, verliert Konrad die Beherrschung. Als ihn die Lehrersfrau zum Abschied mitleidig umarmt, beginnt der Junge zu schluchzen, kann nicht mehr aufhören.
Aus Wut, so schwach und hilflos gewesen zu sein, schleicht er sich hinterher in den Keller, schraubt im Haus des Lehrers sämtliche Sicherungen heraus, schmeißt sie in einen Gully.
Cottbus, DDR, Juni 1972: Am Eingang eines Mehrfamilienhauses steht der Theologiestudent Konrad Jahr, inzwischen 26. Er möchte zum zweitenmal seine leibliche Mutter sehen, die Adresse hat er über Umwege herausgefunden.
Wieder platzt er in eine Feier. Obgleich er lange Haare trägt, gekleidet ist wie ein Hippie, erkennt ihn die Mutter. "Du bist Konrad", sagt sie bei seinem Eintreten.
Die anderen Gäste verstummen, sehen ihn schweigend an. Ein älterer Mann, offenbar der Hausherr, fragt ungehalten, warum er "meine Frau, unsere arme Mutti, die so Schweres durchgemacht hat", nicht in Frieden lassen könne.
Wie bei der ersten Begegnung drängt ihn die Mutter in die Küche. Dort steckt sie ihm 20 Mark zu, bittet ihn dringend, zu gehen. Nach zehn Minuten steht Konrad Jahr wieder auf der Straße.
Dabei wollte der Sohn so viel erzählen. In seiner Phantasie hatte er sich vorgestellt, wie die Mutter ihn ausfragt, auf der Stelle alles wissen will von seinem Leben.
Statt dessen schreibt er einen langen Brief. Beichtet der Mutter, daß er schon als 17jähriger ins Gefängnis mußte, weil er sich mit der kommunistischen Obrigkeit anlegte, "Nieder mit der SED" und "Russen raus" an Häuserwände pinselte.
Berichtet ihr von seiner widerwillig durchgestandenen Ausbildung zum Lokfahrer im Braunkohle-Tagebau. Schildert seinen Ehrgeiz, zu studieren, erwähnt stolz, wie er paukte, um in Abendkursen das Abitur nachzuholen.
Versucht zu erklären, wie er auf seiner Suche nach Bindung im sozialistischen Staat auf Gott gestoßen ist und nun evangelischer Pfarrer werden will.
Bittet schließlich, als Sohn akzeptiert zu werden wie die drei ehelichen Söhne auch.
Den Antwortbrief hat der Ehemann der Mutter verfaßt: "Deine Zeilen sind getragen von Träumereien und Phantastereien. Mit ihnen versuchst Du, Wunden zu öffnen, welche der unselige Hitlerkrieg unserer Mutti zufügte . . . Das dulden wir nicht. Wir haben Dir zur Kenntnis beschlossen, sämtliche Beziehungen zu Dir abzubrechen, damit endlich Ruhe wird. Alle weiteren Briefe von Dir, falls Du noch einmal an uns schreiben solltest, wandern ungelesen ins Feuer."
Cottbus, DDR, August 1986: Pastor Konrad Jahr, 40 Jahre alt, möchte sich _(* Mit Konrad Jahrs älterem ) _(Halbbruder Peter. )
von seiner Mutter verabschieden. Er muß die DDR verlassen, sein Ausreisebescheid in die Bundesrepublik soll in den nächsten Tagen eintreffen.
Auf der Treppe zögert er, kehrt beinahe um. Doch heute sind die Bedingungen günstiger: Die Mutter ist allein, kann ungestört mit ihrem Sohn sprechen.
In der Küche sitzen sie sich gegenüber, erstmals nach 14 Jahren. "Warum bist du gekommen?" "Um dich noch einmal zu sehen." "Ist das der einzige Grund?" "Sag mir bitte, wer mein Vater ist."
Seit seinem letzten Besuch hat sich Konrad Jahr immer wieder bemüht, seinen Ursprung aufzuklären. Er weiß inzwischen, daß in Altenburg nur 90 amerikanische Soldaten stationiert waren, für wenige Wochen.
Um deren Daten herauszufinden, kämpft sich Konrad Jahr bis zum amerikanischen Botschafter in Ost-Berlin vor. Dort wird er brüsk abgewiesen. In den USA gebe es keine Meldepflicht, belehrt ihn der Diplomat. Falls er dennoch Hoffnungen hege, wegen seiner Abstammung nach Amerika auswandern zu dürfen, sei er im Irrtum.
Auch die Mutter reagiert unwirsch. "Laß doch die Vergangenheit", wehrt sie ab.
Doch der Sohn hat sich vorgenommen, nicht lockerzulassen, seine letzte Chance wahrzunehmen, die Wahrheit über den Vater zu erfahren. _____" "Sag mir wenigstens den Namen." "Es gibt keinen " _____" Namen." "Von mir aus nur den Vornamen, du mußt doch den " _____" Vornamen kennen. Bitte." "Ich weiß auch keinen Vornamen." " _____" "Das gibt es doch nicht." "
Die Mutter sitzt eine Weile ganz starr am Tisch. Beginnt dann stockend, dem Sohn die Geschichte seiner Herkunft zu erzählen.
An einem Maitag 1945 radelte sie in Elsterwerda, mitten in der russischen Besatzungszone, auf den Schwarzmarkt, um Lebensmittel zu ergattern. Dabei wurde sie von zwei russischen Soldaten erwischt, samt Rad auf einen Lastwagen geworfen und vor die Stadt gefahren.
Auf einem Acker mußte sie sich ausziehen. Während ein Soldat mit der Maschinenpistole drohte, vergewaltigte sie der andere - dann tauschten beide die Positionen.
Anschließend wurde sie geschlagen und getreten, schwer verletzt auf dem Acker liegengelassen. Feldarbeiter fanden sie, brachten sie ins Krankenhaus. Sechs Wochen später stellte ein Arzt die Schwangerschaft fest.
Aus Scham verschwieg sie die Vergewaltigung. In Altenburg, wo das Kind geboren wurde, glaubten Nachbarn und Freunde, sie habe sich mit einem Amerikaner eingelassen.
Sohn Konrad, am 1. Februar 1946 geboren, mußte aus dem Haus, bevor der Ehemann aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Die Mutter beantragte eine Pflegestelle; kurz bevor sie den Säugling Fremden übergab, ließ sie ihn noch taufen.
Zum erstenmal begreift Konrad Jahr, warum diese Frau, die jetzt zittert und weint, bei seinem Auftauchen erschreckt. Ihm wird klar, daß die Mutter den Makel des Beginns nicht von seiner Person trennen kann.
Obwohl er Pfarrer ist, fällt Konrad Jahr kein Trost ein. Selbst jetzt bleibt Distanz: Mutter und Sohn verabschieden sich mit einem kurzen Händedruck.
Zorn oder Verachtung gegenüber den beiden russischen Soldaten kann Konrad Jahr nicht empfinden. Während der Heimfahrt ertappt sich der Pastor bei dem unerhörten Gefühl, den Männern sogar dankbar zu sein. Verdankt er nicht einem von ihnen, daß er existiert?
Konrad Jahr hat selbst fünf Kinder, mit vier verschiedenen Frauen. Seine drei Jungen und zwei Mädchen müssen, wie er selbst, ohne leiblichen Vater aufwachsen: Ihre Mütter haben sich jeweils nach kurzer Zeit von Konrad Jahr getrennt.
Ihm gelingt es zwar schnell, Frauen für sich einzunehmen: Sie spüren seine verzehrende Sucht nach Nähe, lassen sich von seiner Lebensgeschichte rühren. Aber sie distanzieren sich häufig ebenso schnell, wenn sie entdecken, daß alles, was sie geben können, zuwenig ist.
Konrad Jahr sucht Zuflucht bei vielen Frauen, kann nicht genug kriegen an Zärtlichkeit, Geborgenheit, seelischem Gleichklang. Er ist schon zum zweitenmal verheiratet, unterhält jedoch gleichzeitig Beziehungen zu mehreren Freundinnen. Nur zwei seiner Kinder sind ehelich geboren worden.
Der Pfarrer, der gegen das sechste Gebot verstößt, bietet Angriffsflächen.
Zwar wird er in seinen vier kleinen Gemeinden bei Jena, mitten in der sozialistischen Diaspora, als ungewöhnlicher Gottesmann respektiert. Den Bauern imponiert, daß ihr Pastor beim Neubau der Kirche selbst aufs Gerüst steigt und Ziegel schleppt, bei Hausbesuchen gelegentlich eine Runde Skat mitdrischt und einen jugendlichen Selbstmörder gegen den Widerstand der Amtskirche christlich bestattet, obwohl der nicht getauft ist.
Aber weil Konrad Jahr gegen die Nachrüstung predigt, Wehrdienstverweigerer betreut und in der Ost-Berliner Samariterkirche des Regimekritikers Rainer Eppelmann mit Theatergruppen Anti-Kriegsstücke einstudiert, wird er den SED-Funktionären lästig.
In den Gemeinden kleben plötzlich Flugblätter an Häuserwänden. Anonyme Verfasser, die sich "Wahre Diener Gottes" nennen, denunzieren den Pastor als "Hurer und Ehebrecher", "Trinker und Autoraser", als "gotteslästerliches Großmaul".
Kurz darauf läßt sich Konrad Jahr in eine Falle der Staatssicherheit locken. Um die neue Heizung im Pfarrhaus zu bezahlen, verkauft er auf ihn angesetzten Stasi-Spitzeln zwei hölzerne Engel aus einer abgerissenen Kirche, wird prompt wegen Veruntreuung verurteilt.
Sein Verteidiger, der später als IM "Torsten" enttarnte Rechtsanwalt Wolfgang Schnur, rät ihm zur Ausreise, die sofort bewilligt wird. Den Pfarrerberuf kann er jedoch, wegen einer Vereinbarung der Kirchen in West und Ost, in der Bundesrepublik nicht mehr ausüben. In einer Akademie bei Bocholt läßt er sich zum Verlagskaufmann umschulen. 1990 wird er Redakteur bei der Berliner Morgenpost.
Bis zur Wende im Herbst 1989 ist er überzeugt, daß er seine Mutter nie wiedersehen wird. Er hat striktes Einreiseverbot in die DDR. Nachdem jedoch die Mauer gefallen ist, quält er sich jahrelang, ob er eine weitere Begegnung wagen soll. "Wenn du noch länger wartest, stirbt sie vielleicht", warnt seine dritte Ehefrau Astrid, mit der er Für und Wider abwägt. "Ich würde die Chance nutzen."
Bevor er die Mutter besucht, macht sich Journalist Jahr Notizen, als bereite er einen längeren Artikel vor. Er schreibt alles auf, was er diesmal unbedingt sagen will, sagen muß.
"Bevor ich demnächst 50 Jahre alt werde", will er beginnen, "sollten wir miteinander ins reine kommen. Ich weiß, du hast damals Schreckliches erlebt. Aber auch für mich war es schwer, ein Leben lang ohne dich auszukommen. Schließlich kann ich nichts dafür, daß ich Resultat einer Gewalttat bin. Deshalb wünsche ich mir, als jetzt schon älterer Mann, daß du dich mit meiner Existenz versöhnst, mir nicht mehr verübelst, daß ich lebe. Wahrscheinlich kannst du auf mich nie so stolz sein wie auf deine anderen Söhne, die ich kaum kenne. Aber vergiß bitte nicht, daß auch ich ein Teil von dir bin, das nicht einfach abgeschnitten werden kann, als würde es nicht dazugehören."
Cottbus, Bundesrepublik Deutschland, März 1995: Schon im Hausflur hat Konrad Jahr sein Konzept vergessen. Als die alte Frau die Tür öffnet, streckt ihr der Sohn die Hand entgegen.
"Wer sind Sie?" fragt die Mutter, "was wollen Sie?"
Die junge Frau, gerade 21 Jahre alt, will dieses Kind nicht haben. Spürt sie seine Bewegungen, empfindet sie Abscheu. Gemeinsam mit ihrer Cousine, die ebenfalls schwanger ist, trifft sie sich bei einer Hebamme, die heimlich, für Fleisch und Milch, Abtreibungen vornimmt. "Das geht ganz schnell", verspricht die Frau.
Betäubungsmittel gibt es nicht. Während die Cousine vor Schmerzen schreit, hält die junge Frau ihre Hände fest. Sie sieht, wie die Hebamme etwas Blutiges, Zappelndes in eine Schüssel wirft: einen männlichen Fötus, etwa vier Monate alt, der noch ein paar Sekunden lebt.
"So, und jetzt zu Ihnen", sagt die Hebamme, nachdem sie sich die Hände gewaschen hat. "Ich habe es mir anders überlegt", antwortet die junge Frau leise. Fünf Monate später, am 6. Dezember 1945, bringt sie ein Mädchen zur Welt, Hedwig Bialkowski.
In Benndorf bei Eisleben, wo die Familie in den fünfziger Jahren lebt, fällt die Ähnlichkeit zwischen Vater und Tochter auf.
Dem Vater haben die Einheimischen den Spitznamen "Puschkin" verpaßt, wegen seiner pechschwarzen, lockigen Haare, den braunen Augen. Und wenn die kleine Hedwig, die alle "Hedi" nennen, im Ort auftaucht, stoßen sich die Leute an: "Guck mal, Puschkins Tochter."
Der Vater bevorzugt das Mädchen. Während die jüngeren Geschwister schon mal Dresche kriegen, wenn sie etwas ausgefressen haben, wird Hedi höchstens ermahnt. Und obwohl die Familie sparen muß, schafft es der Vater immer wieder, für die Tochter eine Puppe oder ein Stofftier zu organisieren.
Am 1. Mai, wenn überall in der DDR die Pioniere paradieren, darf Hedi mit auf die Ehrentribüne. Und wenn der Vater in der Gastwirtschaft beim Kartenspielen siegt, bekommt sie das gewonnene Geld geschenkt.
Der Vater versucht auch, Hedi darüber hinwegzuhelfen, daß sie wegen eines Hüftgelenkschadens nicht springen und klettern kann wie die anderen Kinder, aufgrund ihres Ganges von Spielkameraden als "Watschelente" verspottet wird, schon seit ihrem zweiten Lebensjahr schmerzhafte medizinische Behandlungen aushalten muß.
Er übt mit ihr Fahrradfahren, schleppt sie, wenn sie wegen eines Gipskorsetts nicht laufen kann, zum Sonnenbaden in den Garten.
Als sie zehn Jahre alt ist, beginnt Hedi, die Eltern auszufragen. "Wann habt ihr euch eigentlich kennengelernt?" will sie wissen. "Noch im Krieg", antwortet der Vater. "Und warum habt ihr erst vier Jahre nach meiner Geburt geheiratet?" "Wir hatten uns in den Nachkriegswirren verloren."
Daß die Auskunft nicht stimmt, erfährt das Mädchen Jahre später, kurz nach der Jugendweihe. Ein Onkel irritiert sie mit Andeutungen über ihre Abstammung, verrät jedoch nichts Genaues: "Das sollen dir deine Eltern selbst sagen."
Die Mutter nimmt die Tochter beiseite: "Russische Soldaten haben mich vergewaltigt, über mehrere Wochen lang", erzählt sie. "Es waren viele."
Das sei noch in der schlesischen Heimat passiert. "Sie haben uns auf den Heuboden hochgetrieben, mich und meine Schwestern. Die Oma hat sie angefleht, doch die Uhren mitzunehmen, die Pferde und die Uhren. Aber sie wollten die Uhren nicht, sie wollten uns. Einer der Männer ist dein Vater."
"War das schon alles?" fragt die Tochter herausfordernd. "Dann kann ich ja wieder gehen." Sie schlägt die Tür hinter sich zu, läßt die Mutter sitzen.
Im Bewußtsein der 14jährigen hat sich nur eine Botschaft festgesetzt: Der Vater, dieser wunderbare, geliebte Vater, ist nicht ihr leiblicher Vater. Er ist ein Betrüger, der sich mit einer Lüge ihre Zuneigung erschlichen hat. Sie wird ihn künftig ignorieren.
Abends kommt die Mutter an ihr Bett. _____" "Papa möchte mit dir reden." "Ich will aber nicht mit " _____" ihm reden." "Er hat dich aufgenommen, als du ein " _____" ausgehungertes Baby warst, hilflos in Gips gelegen hast." " _____" "Na und?" "Er sitzt im Wohnzimmer und weint." "Soll er " _____" doch heulen." "
Die Beziehung wird nie mehr wie zuvor. Das Mädchen spricht kaum noch mit dem Vater, widersetzt sich seinen Anordnungen. "Du kannst mir nichts verbieten", entgegnet sie ihm während eines Streits, "du bist nicht mein Vater."
Ihr Hüftleiden verschlimmert sich. Beim Unterricht kann sie sich häufig vor Schmerzen nicht konzentrieren.
Noch als Schülerin wird Hedwig Bialkowski fünfmal operiert. Wenn die Mitschüler in Ferien fahren, muß sie ins Krankenhaus. Ein Professor prophezeit: "Die Schmerzen gehören zu dir. Du mußt dich damit abfinden."
Die Mutter fühlt sich mitschuldig: Sie ist in den ersten Schwangerschaftswochen weiter vergewaltigt, bei Mißhandlungen in den Bauch getreten worden.
Ihre Sorge kann die Frau mit niemandem teilen, denn die Kriegsereignisse sind in der Familie tabu. Selbst zwischen Mutter und Tochter wird die Vergewaltigung nicht mehr erwähnt.
Mit 17 beginnt Hedwig Bialkowski, sich für den russischen Vater zu interessieren. Sieht er gut aus? Handelt es sich um einen Offizier? Ähnelt sie ihm?
Manchmal fährt sie in ihrer Phantasie nach Moskau, läuft über den Roten Platz, den sie sich riesig vorstellt. Und dort, zwischen Tausenden Passanten, trifft sie ihn. Ob er sie erkennt?
Ihre eindrucksvolle, warme Stimme fällt schon in der Schule auf. Weil sie zudem komplizierte Texte exakt vortragen kann, wird Hedwig Bialkowski an der Universität in Halle zur Sprachtherapeutin ausgebildet.
Sie spezialisiert sich darauf, sprachbehinderten Kindern das Stottern oder Stammeln abzugewöhnen und Erwachsenen, deren Sprachzentrum nach einem Schlaganfall gestört ist, wieder Wort für Wort das Sprechen beizubringen.
Nebenher, bei Literaturabenden, liest sie Gedichte und Balladen. Oft rezitiert die Studentin dabei ihr Lieblingsgedicht aus dem Sammelband "Terzinen des Herzens" von Annemarie Bostroem: "Noch liegt Dein Hauch in meinen weichen Haaren, und Deine Wärme blüht auf meiner Haut."
Männern gegenüber schämt sich die junge Frau wegen ihres wackelnden Ganges, wegen der durch Operationen deformierten Beine.
In Gaststätten oder Tanzlokale traut sie sich selten. Wenn junge Männer mit am Tisch sitzen, wagt die Studentin aus Angst vor abfälligen Blicken nicht einmal, aufzustehen und zur Toilette zu gehen.
Männliche Nähe sucht sie bei afrikanischen Studenten, die in der kleinbürgerlichen DDR-Gesellschaft trotz verordneter Völkerfreundschaft nur geduldete Außenseiter sind.
Sie läßt sich mitreißen von der Lebensfreude der farbigen Kommilitonen, von der aufregenden Musik. Und sie genießt, daß bei den Festen der Afrikaner niemand nach ihrer Behinderung fragt, sie sogar zum Tanzen aufgefordert wird.
Erstmals fühlt sie sich als Frau akzeptiert. Aber wenn sie mit ihrem Freund, einem Landwirtschaftsstudenten aus Mali, in Halle Arm in Arm spazierengeht, nennen die Deutschen sie "Negerhure".
Über ihre Schwangerschaft kann sich die junge Frau nicht freuen. Die Orthopäden raten vom Austragen des Babys ab, der Freund fragt lediglich: "Kannst du es nicht wegmachen lassen?" Während des dritten Schwangerschaftsmonats kehrt er zurück nach Mali, ohne eine Adresse zu hinterlassen.
Hedwig Bialkowski will kein Kind, das ebenso wie sie den leiblichen Vater nicht kennt. Und sie will kein Kind, das später wegen seiner Hautfarbe womöglich ähnliche Hänseleien ertragen muß wie sie wegen ihrer Behinderung.
Wie damals ihre Mutter ist sie entschlossen abzutreiben. Und wie damals wird das Kind dann doch geboren: Die Ärzte lehnen einen Abbruch ab, weil die Schwangerschaft zu weit fortgeschritten ist.
Anfangs schämt sich Hedwig Bialkowski, vor anderen zu ihrer Tochter Susanne zärtlich zu sein. Nur wenn niemand guckt, traut sie sich, das braunhäutige Baby zu streicheln und zu küssen.
Sie lernt jedoch schnell, sich öffentlich zu bekennen. Wenn ihr Kind auf der Straße als "Braunkohlebrikett" beschimpft wird, legt sie sich mit Passanten an, schimpft zurück.
Weil die Tochter in einer Familie aufwachsen soll, heiratet Hedwig Bialkowski einen fast 30 Jahre älteren Mann. Der schert sich nicht um die hämischen Kommentare von Nachbarn und Arbeitskollegen, adoptiert das farbige Mädchen, das er zärtlich "Muckelchen" ruft.
Damit Susanne später keine Enttäuschung erlebt, bleut Hedwig Bialkowski schon dem Kleinkind die Geschichte von den zwei Vätern ein: "Der eine ist in Afrika, der andere bei uns in der DDR."
Aber als ihr Kind in die Pubertät kommt, fühlt sich die Mutter in das Drama der eigenen Jugend zurückversetzt. "Ich will zu meinem Vater nach Mali", schluchzt das Mädchen, "was soll ich denn hier?"
Sie hadert mit ihrem Äußeren, haßt ihre Hautfarbe. "Guck mal, wie ich aussehe", schreit sie ihre Mutter an, "wie ein Affe. Guck mal hier, die langen Arme. Und guck mal meine Haare an, meine beschissenen Negerhaare."
Schuldgefühle quälen Hedwig Bialkowski noch, als die Tochter sich längst akzeptieren kann, während des Studiums sogar gefragt wird, ob sie nicht als Fotomodell arbeiten möchte.
Im 48. Lebensjahr wird Hedwig Bialkowski zum 31. Mal operiert. Zahlreichen Schnitten an den Hüften folgen Eingriffe an der rechten Hand und an beiden Füßen.
Zum Einkaufen fährt sie im Rollstuhl, kleine Strecken schafft sie mit Krücken. In der Wohnung kommt sie am schnellsten vorwärts, wenn sie sich an den Wänden abstützt.
Seit 1994 bekommt Hedwig Bialkowski Rente, monatlich 1330,05 Mark. Ihren Versuch, als Kriegsopfer anerkannt zu werden, lehnte das Landesversorgungsamt Thüringen ab. Auszug aus der Begründung: "Die Hervorrufung des Daseins eines Menschen ist keine Schädigung im Sinne einer unmittelbaren Kriegseinwirkung."
Es gibt so viele schlechte Väter", sagt Katharina Dietrich, geborene Vogt. Väter, die ihre Kinder ständig ausschimpfen und schlagen würden. Väter, die keinen Unterhalt zahlten. Väter, die ihren Kindern noch nicht einmal zum Geburtstag gratulierten. "Was für eine Kränkung."
Katharina Dietrich kennt den eigenen Vater nicht. "Ich habe ihn auch nie vermißt", behauptet sie.
Acht russische Soldaten haben ihre Mutter, Marianne Vogt, im Mai 1945 vergewaltigt, in Rehbrücke bei Potsdam.
Die vier ersten Russen stöbern Marianne Vogt im Keller auf, wo sie sich mit anderen Frauen versteckt hat. Einer leuchtet ihr mit der Taschenlampe ins Gesicht: "Komm, Frau, komm." Ihre Gesichter kann sie im Dunkeln nicht erkennen.
Die beiden nächsten entdecken die junge Frau, als sie Tage später in einer Gärtnerei Rhabarber klaut. Die Soldaten, jung, blond, dreckig, schleppen sie in eine Baracke, in der eine Pritsche steht. Hinterher schenken sie ihrem Opfer eine Büchse Ölsardinen, ein Stück Brot und eine Tüte Bonbons.
Der siebte, ein Major, spricht ein wenig Deutsch. Bevor er Marianne Vogt vergewaltigt, erklärt er ihr, daß die deutschen Soldaten beim Vormarsch in Rußland genau dasselbe getan hätten.
Der letzte, ein Hauptmann, dringt mit anderen Soldaten in Marianne Vogts Haus ein, um bei Keksen und Wein den Frieden zu feiern. Nach Mitternacht schickt er die Kameraden davon, damit die junge Frau endlich schlafen könne. Er bleibt.
Die Bürgerstochter, kultiviert, gebildet, stellt erschrocken fest, daß ihr Entsetzen bei jedem Mal nachläßt. "Ich fühle mich nicht geschändet oder in meiner Ehre gekränkt", schreibt sie in ihr Tagebuch, "es gilt nur noch, zu überleben."
Manchmal empfindet sie sogar Mitleid mit den Soldaten, vor deren Nachstellungen sie jede Nacht in einen Verschlag flieht. Dann denkt sie, daß diese jungen, vitalen Burschen, die nach jahrelanger Enthaltsamkeit selbst 70jährige Frauen nicht verschonen, auch Kriegsopfer sind.
Eine Nachbarin, die ebenfalls vergewaltigt wurde, schneidet sich und ihren beiden Kindern die Pulsadern auf. Marianne Vogt merkt, daß sie schwanger ist.
Über ihre Reaktion ist sie selbst überrascht: Sie freut sich, möchte das Baby unbedingt kriegen. Trotz Vergewaltigung. Trotz Verwüstung und Not ringsum.
"Bist du verrückt, dieses Kind der Schande auszutragen?" fragt eine Verwandte fassungslos. Marianne Vogt bleibt ganz ruhig. "Ich habe zwei Brüder in Rußland verloren", antwortet sie, "jetzt hat mir Rußland ein Kind geschenkt."
Die Schwangere ist 31 Jahre alt. Ihre beiden Söhne, neun und zehn, muß sie allein durchbringen, denn sie lebt schon seit Jahren von ihrem Ehemann getrennt. Um Essen herbeizuschaffen, hamstert sie bei Bauern. Sie hat sich jedoch noch nie zuvor so selbständig und lebenstüchtig gefühlt wie im Hungersommer 1945.
Tochter Katharina, zu Hause geboren, wiegt trotz der miesen Versorgungslage über sieben Pfund. Augen und Nase des Babys erinnern die Mutter an die Abstammung. "Guck mal, Kleinasien", sagt eine Freundin.
Katharinas Herkunft wird nicht geheimgehalten. Als jedoch ein anderes Mädchen die Tochter als "Russenkind" tituliert, beschwert sich die Mutter am nächsten Tag beim Schuldirektor: "Falls jemand wegen Katharinas Vater Probleme hat, soll er zu mir kommen. Wehe, das Kind wird noch einmal belästigt."
Unterstützung kriegt Katharina auch von den älteren Halbbrüdern, die sie von Beginn an akzeptieren. Beide fühlen sich als Beschützer der jüngeren Schwester.
Marianne Vogt ist mit ihrer Tochter glücklich. Einem Behördenangestellten, der sie wegen Katharina mitleidig "arme Frau" anredet, entgegnet sie zornig: "Ich bin nicht arm, ich bin reich. Ich habe ein Kind."
30 Jahre später. Die Hamburger "Fabrik", ein zum Kulturzentrum umgebautes ehemaliges Maschinenwerk, gilt als wichtiger Veranstaltungsplatz der Musikszene. Miles Davis und Donovan sind in dem engen Backsteinbau im Stadtteil Altona aufgetreten, Jerry Lee Lewis und Mikis Theodorakis.
Katharina Dietrich, die Frau des Chefs, hat den Musikladen seit seiner Gründung 1971 mit aufgebaut. Einige Jahre kontrolliert sie jeden Abend, ob die Mikrofone funktionieren, die Scheinwerfer richtig eingestellt sind, die Sonderwünsche der Künstler erfüllt werden.
An manchen Abenden in der Anfangszeit, als Rocker mit Gewalt die Konzerte stören, zeigt die Frau viel Mumm: Wenn die Zuhörer aus Angst vor Flaschenwürfen weglaufen, überredet sie die Randalierer, nicht zu prügeln. Manche hören sich danach sogar die Musik an.
Eines Sonntags, als die angekündigte Folklore-Gruppe ausgeblieben ist, klettert die Chefin mit ein paar Kindern auf die Bühne und beginnt zu singen. Ein zufällig anwesender Musiker setzt sich spontan ans Klavier, später kommt noch ein Gitarrist dazu. Nur wenige Zuhörer wollen ihr Geld zurück.
"Katharina, wo hast du dieses Talent her?" fragt ein Bekannter nach der Vorstellung. "Väterliches Erbe", lautet die Antwort - eine Überzeugung aus Kindertagen. Als Katharina mit zehn Jahren erstmals von ihrem russischen Vater erfährt, sagt sie nach längerem Schweigen andächtig: "Aha, daher bin ich so musikalisch."
Die Vorstellung vom Unbekannten, der ihr musische Fähigkeiten vermacht hat, gefällt der Heranwachsenden. Daß kein Vater im Haus ist, stört das Mädchen nicht. Andere Familien leiden unter Vätern, die verroht, krank, zynisch aus dem Krieg oder der Gefangenschaft zurückgekehrt sind.
Der Rückhalt durch die Mutter macht Katharina selbstbewußt. Wenn Mitschülerinnen Genaueres über ihren Vater wissen wollen, denkt sie sich Geschichten aus. Manchmal macht sie sich den Spaß, einen Vornamen zu erfinden, "Wladimir", "Boris" oder "Sergej".
Während ihrer Berliner Studentenzeit denkt die junge Frau kaum noch an den Vater. "Willst du nicht mal nachforschen?" fragt eine Freundin, "bist du nicht neugierig?"
Katharina hat längst ihre persönliche Philosophie entwickelt. "Ich war sowieso schon da", antwortet sie, "jeder ist schon da. Nichts geschieht rein zufällig."
Nach ihrem Pädagogikstudium zieht Katharina Vogt nach Hamburg. Als sie zur Eröffnungsparty in die Fabrik kommt, den dichten Zigarettenqualm einatmet, auf einer der harten Holzbänke sitzt und die Musik hört, empfindet sie eine seltsame Vertrautheit. "Hier bin ich zu Hause", sagt sie zu Bekannten.
Ein Jahr später lernt sie den Gründer und Eigentümer der Fabrik, Horst Dietrich, kennen, einen Maler, der sich ins Musikgeschäft gewagt hat. Der Maler wird ihr Ehemann und der Vater ihrer drei Kinder.
Im Frühsommer 1995 besucht Marianne Vogt, inzwischen 81, ihre Tochter Katharina in Hamburg. Auf den ersten Seiten der Tageszeitungen stehen Artikel zum Kriegsende vor 50 Jahren.
"Du kommst viel zu selten", sagt die Tochter, "und reist viel zu schnell wieder ab."
Die meiste Zeit sitzen die beiden Frauen auf einem alten Sofa im Wohnzimmer und reden. Über Krieg. Über Vergewaltigung. Über Männer. Über Moral. Über ihre Beziehung.
"Als Opfer habe ich mich nur in den ersten Tagen danach gefühlt", erinnert sich die Mutter. "Nachdem ich mit dir schwanger war, schon nicht mehr."
"Warst du mal richtig böse auf mich?" will die Tochter wissen. "Als du durchs Abitur gefallen bist", antwortet die Mutter, "das war nämlich deine russische Faulheit."
"Und hast du mal bereut, daß du mich geboren hast?" "Dich zu kriegen war meine beste Idee. Die Männer habe ich längst vergessen." Y
* Mit Konrad Jahrs älterem Halbbruder Peter.
Von Bruno Schrep

DER SPIEGEL 28/1995
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