14.08.1995

FernsehenARD-Einkäufe in Hollywood

Der ARD ist nach eigener Einschätzung der "vermutlich attraktivste Film-Deal" eines deutschen TV-Senders in diesem Jahrzehnt gelungen. Der öffentlich-rechtliche Anstaltsverbund darf künftig die Filme ausstrahlen, die von dem Hollywood-Studio Dreamworks SKG produziert werden. Dreamworks war im vergangenen Jahr von dem Regisseur und Produzenten Steven Spielberg ("Jurassic Park"), von dem ehemaligen Disney-Topmanager Jeffrey Katzenberg ("Der König der Löwen") und dem Musikproduzenten David Geffen ("Guns N'Roses") gegründet worden. Die von mehreren ARD-Anstalten und der Schweizer SRG getragene Filmhandelsfirma Telepool sicherte sich für zehn Jahre die deutschen TV-Rechte. Von Banken, amerikanischen TV-Stationen, dem Microsoft-Inhaber Bill Gates sowie der Unterhaltungsindustrie mit mehreren Milliarden Dollar Startkapital ausgestattet, wollen die Studio-Inhaber Spielberg, Katzenberg und Geffen in den nächsten fünf Jahren 24 Kinofilme sowie mehr als zwei Dutzend Fernsehfilme und Serien drehen. Mitgeboten hatten in Deutschland auch die Branchenführer Leo Kirch (Sat 1) und RTL. Doch Dreamworks wolle "cineastisch hochwertige Ware" produzieren, die nicht durch Werbung unterbrochen werden solle, sagt ARD-Sprecher Volker Gustedt. Hier seien die öffentlichrechtlichen Anstalten im Vorteil.

DER SPIEGEL 33/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 33/1995
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Fernsehen:
ARD-Einkäufe in Hollywood