07.08.1995

WerbungNeue Ekelmotive von Benetton

Die italienische Textilfirma Benetton schockt weiter. Nachdem der Bundesgerichtshof in Karlsruhe dem Modeunternehmen verboten hatte, in Deutschland weiterhin mit Fotos von Aidskranken oder blutgetränkten Hemden zu werben, plant Firmenchef Luciano Benetton im Herbst erneut einen Anzeigenreigen der Geschmacklosigkeit, um den Verkauf von Sportartikeln anzuregen. Eines der Motive zeigt ein Floß mit Kuba-Flüchtlingen in schwerer See. Daneben prangt ein Benetton-Rollschuh mit dem Kommentar: Manchmal braucht man ein Boot, um frei zu sein, manchmal nur ein Paar Rollschuhe. In einer anderen Anzeige sind deutsche Athleten auf den Olympischen Spielen 1936 beim Hitler-Gruß neben einem Paar Skiern der Benetton-Marke Kästle abgebildet. Kommentar: Nur für Raser, nicht für Rassisten. Einige amerikanische Magazine haben sich bereits geweigert, die Vorlage zu drucken.

DER SPIEGEL 32/1995
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