04.09.1995

KarriereEin Job für von Stahl

Der ehemalige Generalbundesanwalt Alexander von Stahl, der vor zwei Jahren wegen der Pannen bei der Terroristenfahndung in Bad Kleinen entlassen worden war, hat einen neuen Job gefunden: Er wird Geschäftsführer des Verbands unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e.V. Stahl soll das angeschlagene Image der Branche verbessern, deren Vertretertruppen und Drücker-Kolonnen mit oft dubiosen Methoden Lebensversicherungen, Bausparverträge, Eigentumswohnungen oder Investmentfonds verkaufen. In dem Verband haben sich Finanzvermittler zusammengeschlossen, an denen keine Bank, Bausparkasse oder Versicherung beteiligt ist; das mit Abstand mächtigste Verbandsmitglied ist der umstrittene Strukturvertrieb AWD mit rund 5500 meist nebenberuflichen Vertretern. Stahl, der Anfang des Jahres die Berliner FDP auf strammen Rechtskurs bringen wollte und damit scheiterte, soll nun für "seriöse Arbeit der Vermittler" sowie für die "Sicherstellung einer bedarfsgerechten Beratung" sorgen.

DER SPIEGEL 36/1995
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