13.11.1995

Der Moskauer Patriarch

ist das Haupt der orthodoxen Nationalkirche Rußlands, die nach den Verfolgungen in der Sowjetzeit einen Aufschwung erlebt: Alexij II., geboren 1929 als Alexej Ridiger in Tallinn, 1950 zum Priester geweiht, 1961 Bischof in Estland (KGB-Deckname: "Amsel"). Er gehörte dem Weltkirchenrat, dem sowjetischen Friedensfonds und 1989 dem Volksdeputiertenkongreß an. Im Jahr darauf wählte ihn das Landeskonzil zum 15. Patriarchen von Moskau und ganz Rußland. Sein unterlegener Gegenspieler, der Kiewer Metropolit Filaret ("Antonow"), spaltete die ukrainische Orthodoxie von Moskau ab und wurde im Oktober deren Patriarch. Alexij II. besucht in dieser Woche Deutschland.

DER SPIEGEL 46/1995
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