13.11.1995

FunktelefoneFalsche Bäume

Problemlos haben Amerikas Telefonkonzerne es geschafft, schon jeden zehnten US-Bürger für die Anschaffung eines Funktelefons zu begeistern. Doch mit der zur Verbreitung der Funksignale nötigen Technik haben die Firmen ihre Schwierigkeiten. Angst vor Elektrosmog und Landschaftsverschandelung zwingt, wie das US-Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet, die Telefonriesen zu skurrilen Tarnmanövern. Viele Gemeinden untersagen das Errichten der bis zu 60 Meter hohen stählernen Sendeantennen in Wohnbezirken. Die Firma Valmont Industries fand einen Ausweg: Sie bietet, zum fünffachen Preis des Stahlgerüsts, falsche Kiefern und Palmen an, hinter deren Kunststoffrinde die Technik verborgen bleibt. Andere Firmen verstecken die Verstärker für die Handy-Netze hinter den Leuchtreklamen auf Hoteldächern, hinter großen Verkehrsschildern oder auch in Glockentürmen.

DER SPIEGEL 46/1995
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Funktelefone:
Falsche Bäume

  • Videoanalyse aus Brüssel: "Der Gipfel droht zum Frustgipfel zu werden"
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