13.11.1995

AidsWegweiser zum Impfstoff

Australische Mediziner glauben, bei der Untersuchung des genetischen Aufbaus der HI-Viren von sieben Infizierten einen entscheidenden Hinweis für die Entwicklung eines Anti-Aids-Impfstoffs gefunden zu haben. Wie die Australier in dem Wissenschaftsblatt Science berichten, waren alle Untersuchten schon vor 10 bis 14 Jahren infiziert worden, ohne bislang an Aids erkrankt zu sein. Auch war die Zahl der T-Helfer-Zellen - ein Maßstab für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems - bei den Betroffenen nicht zurückgegangen. Die Blutanalyse ergab, daß sie alle mit einem HI-Virus vom Typ 1 infiziert worden waren, in dessen Erbmaterial ein Nukleinsäure-Segment fehlte. Aus diesem geschwächten HI-Virus sollte sich nach Ansicht der Forscher ein Anti-Aids-Impfstoff entwickeln lassen.

DER SPIEGEL 46/1995
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