13.11.1995

Helmut Kohl,

65, machte seine Altherrenbeschwerden zum Thema des Bonner Koalitionsgesprächs. Nichts da mit neuerlicher Prostata-Operation, kommentierte der Regierungschef öffentliche Spekulationen nach seinem Kurzaufenthalt in der Mainzer Uniklinik Ende vorletzter Woche. Vielmehr sei bei einer Routineuntersuchung ein Infekt der Vorsteherdrüse - Folge seiner durch Grippe geschwächten Abwehrkraft - diagnostiziert und mit Spritzen behandelt worden: "So was dauert halt 48 Stunden." Mutmaßungen über eine ernsthafte Erkrankung wies Dauerregent Kohl vor den Spitzen der CDU und FDP am vergangenen Dienstag morgen triumphierend zurück: "Wer auf diese Karte setzt, hat falsch gesetzt."

DER SPIEGEL 46/1995
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