13.11.1995

Franz Beckenbauer,

50, Präsident des FC Bayern München, soll mit Zuspruch von oben sein Tiroler Dach über dem Kopf behalten dürfen. "Kaiser Franz" hatte im Sommer zwei Wohnungen in dem von ihm seit zwölf Jahren bewohnten Kitzbüheler Anwesen gekauft. Dagegen erhob der zuständige Tiroler Landesbeamte Einspruch. Ende November soll in zweiter Instanz entschieden werden, ob der Fußballkaiser seinen Hausanteil trotz des Grundverkehrsgesetzes, das den Ausverkauf von Tiroler Grund an Ausländer verhindern soll, erwerben darf. Tirols Regierungschef, Landeshauptmann Wendelin Weingartner, sprang Beckenbauer vorsorglich bei: Er wolle die Entscheidung der Grundverkehrsbehörde nicht beeinflussen, würde sich aber über eine Genehmigung "freuen". Es wäre "ein schlechtes Signal", erinnerte der Politiker die Beamten, wenn sie entschieden, daß Beckenbauer, "die Symbolfigur des Sports", "nicht erwünscht ist in Tirol".

DER SPIEGEL 46/1995
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