18.12.1995

Ostsee-AutobahnVierter Spatenstich

Zum viertenmal wollen Politiker den Bau der Ostsee-Autobahn A 20 mit einem "ersten Spatenstich" feiern. Verkehrsminister Matthias Wissmann und die beiden Schweriner Regierungschefs Berndt Seite (CDU) und Harald Ringstorff (SPD) wollen mit dem symbolischen Akt am Montag dieser Woche ein Kreuzungsbauwerk beginnen, das die Autobahnbauer frühestens im Jahre 2003 erreichen.
Im westlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns hat es bereits drei erste Spatenstiche zur A 20 gegeben, die vom Beginn des nächsten Jahrtausends an Lübeck mit Stettin verbinden soll. Für den vierten ersten Stich, der laut Seite ein "sichtbares Zeichen" gegen die Abwanderung junger Menschen aus Vorpommern setzen soll, werden eigens drei Edelstahl-Spaten bereitgehalten.
Derweil haben sich beim vorpommerschen Jarmen an der Peene Umweltschützer in einem winterfesten Hüttendorf für den Dauerprotest gegen die geplante Autobahn eingerichtet. Die Protestler wollen ein Bauwerk verhindern, dessen ökonomischer Sinn auch in zahlreichen Gutachten bestritten wird.
[Grafiktext]
Kartenausriß: Mecklenburg u. Schleswig-Holstein
Ostseeautobahn
[GrafiktextEnde]

DER SPIEGEL 51/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 51/1995
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Ostsee-Autobahn:
Vierter Spatenstich

  • Eklat im Weißen Haus: Pelosi bricht Treffen mit Trump ab
  • Beeindruckendes Unterwasservideo: Taucher filmt Riesentintenfisch-Ei
  • Rennen in Australien: Solarfahrzeug brennt lichterloh
  • Walforschung per Drohne: "Wir sehen, wie diese Tiere ihre Beute manipulieren"