18.12.1995

IndienBombay teurer als Tokio

Indiens Wirtschaftsmetropole Bombay ist neuer Welt-Spitzenreiter bei Büromieten. In den Hochhäusern des Geschäftsviertels Nariman Point beträgt der Quadratmeterpreis 1649 Dollar, hat die weltweit tätige Maklerfirma Richard Ellis berechnet; er liegt damit 36 Dollar über den teuersten Büromieten im Preis-Babel Tokio. Mit 940 Dollar sind selbst die Quadratmeterpreise in der Londoner City vergleichsweise niedrig, während sie in New York, Frankfurt und Zürich laut Richard Ellis nur ein Drittel der Spitzenwerte von Bombay erreichen. Indiens Hauptstadt Neu-Delhi belegt mit Quadratmeterpreisen in Höhe von 797 Dollar bereits den siebten Platz in der Rangliste der Büromieten, während das Computerzentrum Bangalore in Südindien mit jährlichen Steigerungsraten von 200 Prozent rasch aufschließt. Hauptgründe des Mietenbooms sind Wirtschaftsreformen, die der indische Premier Rao vor vier Jahren eingeleitet hat, der Zustrom internationaler Firmen - und Geldwäsche von Ausländern und reichen Indern, die mit dem Anlegen von Schwarzgeldern die Immobilienpreise in die Höhe treiben.

DER SPIEGEL 51/1995
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