18.12.1995

BosnienUS-Luftwaffe muß Trinkwasser einfliegen

Salmonellen-Erkrankungen unter den Voraustruppen im nordbosnischen Tuzla stellen die US-Luftwaffe vor ein Transportproblem: Sie muß nun nicht nur den gesamten Proviant, sondern auch das Trinkwasser für die amerikanischen Soldaten einfliegen. Auf dem kleinen Vorfeld des Flughafens von Tuzla kann jedoch nur jeweils ein Großraumtransporter vom Typ C-5 "Galaxy" entladen werden; das Airlift Command will deshalb auch die kroatischen Flughäfen Zagreb, Split und Ploce sowie den ungarischen Flughafen Taszar anfliegen. In Bosnien sollen neben Tuzla und Sarajevo auch die Flugfelder von Gornji Vakuf und Mostar als Nachschubbasen dienen. Unterdessen verstärkt die US-Luftwaffe ihre Transportkapazität mit vierstrahligen C-141-"Starlifter"-Maschinen und neuen McDonnell-Douglas-Großtransportern vom Typ C-17, die auf dem Balkan zum erstenmal im Einsatz sind. Für den Ernstfall wird die U.S. Air Force Flugzeuge nachschieben, die im Golfkrieg eine Schlüsselrolle spielten: Aufklärungsmaschinen, die mit automatischen Erfassungssystemen von Bodenzielen ausgestattet sind, und AC-130-"Gunships", fliegende Festungen mit Schnellfeuerkanonen und 10,5-Zentimeter-Geschützen. Ungewiß ist die Verwendung des Tarnkappenbombers F-117A, der im Golfkrieg die Nachtangriffe auf Bagdad flog. Grund: Italien hat bisher die Stationierung der Maschinen abgelehnt.

DER SPIEGEL 51/1995
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