18.12.1995

PalästinaUnheilige Nacht

Betlehems erstes Weihnachtsfest nach dem Abzug der Israelis droht wegen scharfer Sicherheitsmaßnahmen zur unheiligen Nacht zu werden: Für die Mitternachtsmesse rechnet die palästinensische Selbstverwaltung mit Zehntausenden Besuchern, außerdem wird Jassir Arafat zu dem Gottesdienst in der Geburtskirche erwartet. Auf dem Weg zur Kirche gibt es Hindernisse: Aus Angst vor Attentaten will Israel die Stadt für ausländische Einzelreisende und für israelische Bürger sperren; lediglich in Gruppen und nur nach Anmeldung bei der Armee dürfen Christen an dem Hochamt teilnehmen. Falls der Bann in Kraft bleiben sollte, könnte auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, von der Messe ausgeschlossen werden. Sabbah stammt aus Nazaret im israelischen Kernland und unterliegt damit der Beschränkung.

DER SPIEGEL 51/1995
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