18.12.1995

Durch den Sudan

verläuft die Grenze zwischen Afrikas arabisch geprägtem Norden und dem Süden mit seiner schwarzen Bevölkerung, die Naturreligionen anhängt oder sich zum Christentum bekennt. Begünstigt durch den Bürgerkrieg zwischen der islamistischen Zentralregierung in Khartum und separatistischen Befreiungsbewegungen im Süden, lebt eine traurige Tradition in Afrikas flächengrößtem Staat (29 Millionen Einwohner) wieder auf: Sklavenhandel. Ein neuer Uno-Bericht beschuldigt die Armee und Milizen, systematisch Frauen und Kinder zu entführen: "In alarmierendem Maße häufen sich Berichte über Fälle von Sklaverei, Sklavenhandel und Zwangsarbeit."
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Kartenausriß Sudan
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DER SPIEGEL 51/1995
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