18.12.1995

SachbuchKampftrinken der Himmlischen

Sie heißt Inanna, wurde vor 4000 Jahren als Morgen- und Abendstern verehrt und galt im sumerischen Pantheon als "die Königin von Himmel und Erde". Vor allem aber war Inanna offenbar ein fideler Schluckspecht - der Mythos erzählt von einem Wettstreit im Biertrinken, bei dem sie Gott Enki besiegte. Der Weisheitsgott beschenkte sie dafür mit übernatürlichen Kräften und macht sie zu seiner Nachfolgerin. In dem unterhaltsamen Lesebuch über Göttinnen vergangener Kulturen ("Mein Himmel ist mein, die Erde ist mein". Klöpfer & Meyer; 488 Seiten; 98 Mark) präsentiert Autorin Vera Zingsem historische Quellen, in denen die Göttlichen auch selbst zu Wort kommen: Mythen und Märchen, Hymnen und Gebete, Sagen und Schwänke, Gedichte und Bilder. Geschildert wird in dem umfänglichen Nachschlagewerk die Welt von Walküren, Wahrsagerinnen, teuflischen Zauberweibern und schicksalskündenden weisen Frauen. Die Autorin korrigiert manch traditionelle oder romantische Vorstellung von der naiven Kindfrau.

DER SPIEGEL 51/1995
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Kampftrinken der Himmlischen

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