13.11.1995

SONNTAG 19.11.Lebewohl, meine Konkubine

23.00 - 1.45 Uhr ARD
Grandioser Film über Glanz und Elend der Peking-Oper, mit dem der chinesische Regisseur Chen Kaige 1993 viele Preise gewann. Er schildert, als Rückblick, die Geschichte zweier Jungen, die sich in den zwanziger Jahren während des Ausbildungsdrills in einer Opernschule kennenlernen, später zu großen Stars und einem Liebespaar werden, das zerbricht, als einer der beiden eine Prostituierte heiratet. Kaiges Film ist vor allem eine Feier der Liebe zur Oper in den Stürmen der Zeit - der Kuomintang-Diktatur, der Ära der Warlords, der japanischen Besatzer und der Barbarei der kommunistischen Kulturrevolution. Es geht hier um nichts weniger als die Freiheit und Würde der Kunst. Erst in diesem Film, im Spiel und Gesang von Leslie Cheung und Zhang Fengyi, bekommt man eine Ahnung von der Magie der chinesischen Oper, von einem dritten Geschlecht absoluter Schönheit, das sich über Männlichkeit und Weiblichkeit erhebt.

DER SPIEGEL 46/1995
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