18.12.1995

DIENSTAG 19.12.Wozu denn Eltern?

20.00 - 22.30 Uhr Sat 1
Endlich mal ein Weihnachtsfilm (fast) ohne Weihnachten: In der von Sat 1 produzierten Vier-Stunden-Komödie "Wozu denn Eltern?" (zweiter Teil: Mittwoch, 20.00 Uhr) könnte ein gut Teil der Geschichte auch im Hochsommer spielen, Tannenkitsch kommt erst zum Finale auf. Mama (Michaela May), Buchautorin, und Papa (Bernd Stephan), Werber, beide in kreativer Krise, wollen ihren sechs Sprößlingen heimlich für ein paar Tage entfliehen; fatalerweise glauben beide, der andere bleibe ja noch da. Elternlos machen die drei Buben und drei Mädchen, zwischen 8 und 17 Jahre alt, ihr Haus zur Villa Kunterbunt. Das Stück (Dialoge von Eulenspiegel-Redakteur Andreas Püschel) ist besser als Hollywoods "Kevin - Allein zu Haus". *VORSPANN:
22.50 - 0.20 Uhr Südwest III *ÜBERSCHRIFT:
Ein Draufgänger in New York
Das Säbelrasseln der Mantel-und-Degen-Filme, der eitle Intendant, der paranoide Gewerkschaftsboß, die Lächerlichkeiten des Medienbetriebs - Richard Benjamins Satire (1982) mit Peter O'Toole spielt im New York der fünfziger Jahre. *VORSPANN:
23.00 - 24.00 Uhr Sat 1 *ÜBERSCHRIFT:
Die Harald Schmidt Show
Alfred Biolek schlug am vergangenen Dienstag mit 2,07 Millionen Zuschauern Schmidt um Längen (1,21 Millionen). Am Mittwoch sackte der einsame Lange sogar auf 0,87 Millionen, am Donnerstag waren es nur 0,94 Millionen. Ein Trost: Harald Schmidt hat trotzdem dauernd gelacht. Ein zweiter Trost: So viele Menschen haben noch nie Heiner Müller gesehen und verstehen können wie letzten Dienstag (er sagte nichts, rauchte nur und trank und nickte ab und zu verständnisvoll).

DER SPIEGEL 51/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


  • Optische Illusionen: Alles höchst verwirrend
  • Größer geht nicht: Kreuzfahrtschiff im Kanal von Korinth
  • Videoanalyse: Kurden schmieden Allianz mit Assad
  • Proteste gegen Separatisten-Urteil: 50 Verletzte in Barcelona