30.12.1991

Sorge für die Nächsten

Der thüringische Ministerpräsident Josef Duchac beginnt mit der Versorgung seiner engsten Mitarbeiter. So will er seiner Büroleiterin Barbara Moß, 32, eine Stelle mit Chefarztgehalt (A 15) zuschanzen. Weil sie damit zwei Besoldungsstufen überspringen würde, ist eine Sondergenehmigung des Landespersonalausschusses notwendig. Die gelernte Agraringenieurin war vor der Wende politische Mitarbeiterin beim Bezirksvorstand Suhl der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands. Duchacs Redenschreiber, Hermann Debes, Referatsleiter für Grundsatzfragen in der Staatskanzlei, soll mit Ausnahmegenehmigung auf eine B-3-Stelle mit Ministerialratsgehalt gehievt werden. Eine B-3-Stelle steht auch Regierungssprecher Michael Meinung in Aussicht - allerdings nur für kurze Zeit: Weil die CDU-Fraktion die Regierungspolitik für schlecht verkauft hält, soll Meinung erst verbeamtet werden und dann abtreten.

DER SPIEGEL 1/1992
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