30.12.1991

Samuele Mazza,

29, italienischer Stylist, hat seine Leidenschaft für Büstenhalter künstlerisch sublimiert. Jahrelang begnügte sich der Italiener damit, rare Exemplare der stützenden Unterwäsche zu sammeln. Dann aber machte sich Mazza selber ans Werk oder bat auch schon mal Kollegen um "eine künstlerischkünstliche Stütze". Verwendet wurden für die BH-Kreationen alle nur denkbaren Materialien, neben Stoff auch Muscheln, Nägel, Sprungfedern und Sicherheitsnadeln. Unter den bisher so entstandenen rund 200 Stücken, die Mazza ambitioniert als Kunstwerke verstanden wissen will, sind bizarre Gebilde, die an Folterwerkzeuge (Foto o.) oder Balkonbrüstungen (Foto r.) erinnern. Auch die Weltpolitik inspirierte den BH-Fetischisten, der "immer schon fasziniert gewesen ist von Objekten, die paarweise auftreten": die Fahnen der amerikanischen und der ehemaligen sowjetischen Weltmacht schmücken je eine Hälfte eines Mazza-Büstenhalters (Foto).

DER SPIEGEL 1/1992
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