13.04.1992

Samira Hannoch,

16 (Foto), Schülerin in Schweden, die drei Wochen lang in der Stadt Södertälje als "Wunderheilerin" von sich reden machte, hat ihre Tätigkeit eingestellt. Am Freitag vergangener Woche versuchte die Tochter syrischer Einwanderer zum letzten Mal ihr Glück, Blinden und Lahmen zu helfen, indem sie ihnen ein angeblich aus ihren Händen getretenes "heiliges Öl" auf die Stirn übertrug. Das Gesamtergebnis ihrer trickreichen Bemühungen mit einem präparierten Wattebausch und viel Trance-Theater liegt bei nahe Null: Außer Placebo-Effekten brachte das zunehmend lustlos wirkende Mädchen nichts zustande. Aus dem ansehnlichen Spendentopf genehmigt sich Samira nun eine Erholungsreise nach Jerusalem. Spätestens am 2. Mai - da sind die Schweden unerbittlich - hat sie zum Schulunterricht anzutreten.

DER SPIEGEL 16/1992
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