05.07.1993

Nichts geht ohne „Quinquas“

Als der französische Philosoph Michel de Montaigne im 48. Lebensjahr stand, fühlte er sich in einem Alter, "das wenige Menschen erreichen". Das war vor rund 400 Jahren. Jetzt feiert ein französisches Blatt, das Le Figaro Magazine, die "Quinquas", die 50- bis 60jährigen: Ohne sie würde "alles zusammenbrechen". Ein Blick auf die Fünfziger-Galerie des Blattes überzeugt vollkommen; sie reicht von Mick Jagger bis Lech Walesa, vom Filmregisseur Jean-Jacques Annaud bis zum Briten-Premier John Major, von Catherine Deneuve bis Julio Iglesias. Energie und Erfahrung mache die "Quinquas" mehr als jemals "unentbehrlich", die Angst vorm Ruhestand aber höchst "verwundbar". Die "Qiunqua"-Feier entsprang dem Rummel um den 50. Geburtstag des immer noch sehnigen und ansehnlichen Rock-Franzosen Johnny Hallyday; wer löst in Deutschland ein Fünfziger-Fieber aus? Der SPD-Bart Scharping kaum; er ist noch nicht mal 48.

DER SPIEGEL 27/1993
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