09.08.1993

Luciano Benetton,

58, publicityhungriger italienischer Schneider, hat sich wieder einmal einen überraschenden Werbegag einfallen lassen. Nach Plakatorgien für United Colors of Benetton und Nacktanzeigen des Firmeninhabers bot der Konzernherr dem Maximo LIder der abgewirtschafteten Karibikinsel Kuba eine neue berufliche Zukunft. Fidel Castro, 65, soll Leiter einer von Benetton geplanten Kunsthochschule für Talente aus aller Welt werden. "Wir wollen eine revolutionär neue Schule, ohne Bücher, ohne Lehrer", so Benetton. "Was liegt da näher, als einen Revolutionär zu berufen?" Castro solle lehren, "wie man Ideen verkauft". Die beiden lernten sich Anfang des Jahres kennen, als Benetton seinen ersten Laden auf der Insel eröffnete. Damals posierten Kapitalist und Sozialist vor Fotografen mit dem derzeit wichtigsten Transportmittel der maroden Insel: einem Fahrrad.

DER SPIEGEL 32/1993
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Luciano Benetton,

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