16.11.1992

Teure Suche nach Endlager

Mehr als drei Milliarden Dollar habe das US-Energieministerium bislang "verschwendet" für das "fruchtlose Bemühen, einen Endlagerplatz für den radioaktiven Müll der amerikanischen Kernkraftwerke zu finden". Diesen Vorwurf erhoben jetzt Beamte der Public Service Commission des Staates Florida und forderten gleichzeitig das Energieministerium in Washington auf, spätestens von 1998 an die abgebrannten Brennstäbe aus den zivilen Reaktoren zu übernehmen oder für die weitere Zwischenlagerung bei den Betreibern zu bezahlen. Insgesamt haben Amerikas Stromkunden über den Strompreis bislang schon mehr als sechs Milliarden Dollar für eine spätere Endlagerung des Atommülls aufgebracht. Doch der Zeitpunkt für die Öffnung eines solchen Endlagers rückt in immer weitere Ferne. Allein für die Eignungsuntersuchungen am Yucca Mountain im US-Staat Nevada wurden bislang fast 1,2 Milliarden Dollar ausgegeben. Frühestens im Jahre 2010 könnten dort die ersten Brennstäbe gelagert werden - vorausgesetzt, daß der Bundesstaat Nevada seinen Widerstand gegen das Endlager aufgibt.

DER SPIEGEL 47/1992
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