11.10.1993

Lech Walesa,

50, Staatspräsident von Polen, erhielt zu seinem 50. Geburtstag nicht nur Glück- und Segenswünsche. Einige seiner früheren Vertrauten und Solidarnosc-Genossen äußerten sich in der Zeitung Gazeta wyborcza. "Ich wünsche ihm ein bißchen mehr Bescheidenheit, etwas mehr Zurückhaltung und mehr Sorgfalt bei der Wahl seiner Worte", gab Aleksander Hall zu Protokoll, einst Freund Walesas in der Hoch-Zeit der Gewerkschaftsbewegung. Unverblümter artikulierte sich Krzysztof Pusz, ehemals persönlicher Sekretär Walesas, bevor er von dessen Fahrer aus dem Amt gedrängt wurde: "Ich wünsche von ganzem Herzen, daß sich der Präsident das linke Bein bricht, und zwar möglichst drei Monate vor den nächsten Wahlen."

DER SPIEGEL 41/1993
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