07.12.1992

Heiner Geißler, 62

(Foto), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, sieht sich als Opfer des Waldsterbens. Der Christdemokrat, der sich Ende Oktober beim Absturz mit seinem Gleitschirm einen Lendenwirbel gebrochen hatte, schilderte jetzt den Unfallhergang: Danach konnte der Politiker wegen Gegenwinds den Landeplatz nicht mehr erreichen und mußte "eine Baumlandung" machen. Geißler: "Das ist was ganz Normales, das lernt man bei der Pilotenausbildung." Dabei hatte der CDU-Mann "wirklich Pech" und erwischte die "falschen Bäume". Der Gleitschirm verhedderte sich in zwei Kiefern, eine ist sofort "glatt abgebrochen, weil die krank war". Die zweite Kiefer hielt dem Gewicht des Extrem-Sportlers nicht mehr stand; Geißler fiel mitsamt der Krone 20 Meter in die Tiefe. Durch den Waldschadensbericht des Landwirtschaftsministers fühlt sich der Bruchpilot nun bestätigt und frei von eigenem Verschulden. Dort hat Geißler gelesen, daß Kiefern zu den stark gefährdeten Bäumen gehören.

DER SPIEGEL 50/1992
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