07.12.1992

GESTORBENManfred Lehmbruck

79. Das während der Nazi-Zeit geächtete Werk seines Vaters Wilhelm Lehmbruck erhielt durch den Architekten 1964 einen idealen Ort: Der zweite Sohn des Bildhauers entwarf für die Stadt Duisburg ein Museum, dessen gläserne, bis zum Boden reichende Wände die Skulpturen dem steten Wechsel des natürlichen Lichts anvertrauen. Effekthascherei war nicht die Sache des sparsam-sinnlichen Architekten. Er bemühte sich um Transparenz und mathematische Klarheit. Das machte seine Museumsbauten wie das Reuchlinhaus in Pforzheim oder das Bad Buchauer Federseemuseum - ein Atriumhaus, das wie ein moderner Pfahlbau über einem künstlichen See schwebt - international berühmt. Manfred Lehmbruck starb am vorvergangenen Donnerstag in Stuttgart. *ÜBERSCHRIFT: BERUFLICHES

DER SPIEGEL 50/1992
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