21.12.1992

Mehrarbeit für Lehrer

Drastische Sparmaßnahmen will die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Rose Götte (SPD) an diesem Dienstag im Kabinett vorschlagen. Die SPD/FDP-Landesregierung, die nach der Regierungsbildung vor eineinhalb Jahren noch 800 zusätzliche Planstellen für Lehrer geschaffen hatte, soll den Bildungsetat des finanzschwachen Bundeslandes entlasten. Weil die Zahl der Schüler wegen der geburtenstärkeren Jahrgänge bis zum Jahr 2002 um mindestens 100 000 steigt, sollen Lehrer länger arbeiten und Klassen vergrößert werden. Nach bisher noch internen Plänen wird die vorgeschriebene Unterrichtszeit für Lehrer an Gymnasien von 23 auf 24 und für Realschullehrer von 26 auf 26,5 Stunden wöchentlich erhöht. Damit sollen Neueinstellungen vermieden werden. In den kommenden Schuljahren sollen jeweils nur rund 300 neue Lehrer eingestellt werden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Mainz hält mindestens 600 zusätzliche Stellen pro Jahr für erforderlich.

DER SPIEGEL 52/1992
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