06.05.2013

ENERGIEFirmen drücken sich vor Ökostrom-Umlage

Die Zahl der Unternehmen, die sich von der Zwangsabgabe zur Förderung alternativer Energien befreien lassen, steigt drastisch an. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hervor. Bereits 2245 Firmenstandorte müssen die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in diesem Jahr nicht zahlen. 2012 lag diese Zahl noch bei 979. Über die Umlage werden die Kosten, die durch die Förderung von Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft entstehen, auf alle Stromverbraucher verteilt. Energieintensive Unternehmen können sich aber teilweise befreien lassen - wenn sie mehr als eine Gigawattstunde Strom im Jahr verbrauchen. Bis Ende letzten Jahres lag die Grenze noch bei zehn Gigawattstunden. "2012 haben private Haushalte und kleinere Firmen dadurch rund 2,5 Milliarden Euro für die Großabnehmer von Strom mitgezahlt", kritisiert die Grünen-Vize-Fraktionschefin Bärbel Höhn. Mit dem Anstieg der Befreiungen steige die Summe auf vier Milliarden Euro. "Die Verbraucher zahlen die Zeche für Wiesenhof-Schlachtereien oder den Braunkohleabbau von Vattenfall."

DER SPIEGEL 19/2013
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ENERGIE:
Firmen drücken sich vor Ökostrom-Umlage

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