22.02.1999

22. Februar 1999 Betr.: Öcalan

Viel wurde über die Umstände spekuliert, unter denen PKK-Chef Abdullah Öcalan von Kenia aus in die Türkei gebracht wurde - dem SPIEGEL liegt jetzt ein erstes Protokoll der Entführung vor. Was in den letzten Stunden seines Aufenthalts in Nairobi geschah und mit welchen Tricks der Kurdenführer auf dem Weg zum Flughafen von seinen Begleitern getrennt wurde, erfuhr SPIEGEL-Redakteurin Carolin Emcke, 31, in Brüssel. Dort sprach sie mit einem Leibwächter Öcalans, der in Nairobi dabei war. Welche Konsequenzen die Festnahme des PKK-Chefs für die Sicherheitslage in Deutschland hat, recherchierten Emckes Kollegen Udo Ludwig, 40, und Georg Mascolo, 34. Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit sagte Öcalan im SPIEGEL-Gespräch mit Olaf Ihlau, 56, und Bernhard Zand, 31, einen fairen Prozeß zu. Sozialdemokrat Ecevit hat eigene Erfahrungen mit der Justiz seines Landes: Weil er 1982 in einem SPIEGEL-Beitrag die damalige Militärjunta kritisierte, saß er fast drei Monate in Haft (Seite 22).

DER SPIEGEL 8/1999
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